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Anchortexte: Wie macht man es denn nun wirklich?

Julian DzikiSEO-Experte | Seokratie München

Diese Erkenntnisse sind Teil meines Vortrags bei der Seokomm gewesen. Das meiste werde ich nicht veröffentlichen, aber diese Sache liegt mir ehrlich gesagt schon sehr am Herzen. Wir merken leider immer noch, dass viele Webmaster und SEOs sich mit Money-Keywords verlinken. Ist das denn noch gut? Die Meinungen gehen auseinander. Während manche meinen, dass man überhaupt keine Moneykeyword-Anchortexte benötigt, bauen andere nach wie vor ihre Projekte mit Linktexten à la „Kredit“ und Co. auf.

4 Varianten von Linktexten

Die Anchortexte haben wir in unseren Untersuchungen mit den Linkresearchtools herausgefunden. Dort kann man sie in vier Kategorien einteilen:

  • Brand: Dieser Anchortext ist beisipielsweise BMW, oder auch BMW.de, wenn also mit dem Markennamen oder der URL verlinkt wird.
  • Money: Wer ein Kreditvergleichsportal hat, der nimmt jeweils die Begriffe, die bei Adwords sowohl ein hohes Suchvolumen und auch einen hohen CPC haben, zum Beispiel: „Kredit“, „Darlehen“ oder „Kreditvergleich“. Im Modebereich dann so etwas wie „Strickjacken“ oder „Pullover“. Dazu zählen auch Keywords mit zwei Wörtern wie „günstiger Kredit“ oder „Kredite vergleichen“.
  • Compound: Bei mehr als zwei Wörtern nehmen wir eine neue Kategorie, Beispiel ist etwa „günstigen Kredit vergleichen“, „schicke Strickjacken kaufen“ oder eben lange Phrasen, die aber auch ein Keyword enthalten.
  • Sonstige: Das letzte Beispiel sind sinnlose Linktexte wie „hier“, „Webseite“ und ähnliches, was weder mit der Marke, noch mit dem Keyword etwas zu tun hat.

Unsere Untersuchung

Wir haben Domains aus den unterschiedlichsten Branchen genommen und deren Linktexte jeweils in diese vier Kategorien eingeteilt. Wie wir das gemacht haben? Per Hand, anders geht es leider noch nicht. Insgesamt haben wir mittlerweile einige hundert Domains untersucht. Von Branchenüberblicken bis hin zu Konkurrenzanalysen war „immer wieder mal“ was dabei. Es wird Zeit, das mal in einem Blogartikel zu verarbeiten. Im Folgenden zeige ich mal drei unterschiedliche Reporte, wie man sie erstellen kann. Anschließend noch einen kleinen Branchenüberblick.

Domainset 1

Diese Domains verlinken sich sehr oft mit Moneykeywords wie „Kredit“ und anderen Begriffen aus dem Finanzbereich. Nur selten wird der Domainname verlinkt, fast nie kommen Compound Links vor. Auch „Sonstige“ Links (z.b. Bilderlinks ohne Alt-Attribut) gibt es so gut wie keine.

Domainset 2

Dieses Domainset (ebenfalls Finanzbereich) wird sehr oft mit dem Markennamen oder der URL verlinkt. zwar sieht man auch einige Domains mit vielen Money-Keyword-Links, aber die grundsätzliche Tendenz ist klar.

Quizfrage

Welches Domainset zeigt Domains, die in den Top 10 Ergebnissen für „Kredit“ stehen und welches zeigt Domains, die zwischen Platz 60 und 90 für „Kredit“ stehen? Die Lösung: Das zweite Domainset sind die Top 10 für „Kredit„, das erste Domainset befindet sich in der Regel zwischen Platz 60 und 90. Ich habe ausschliesslich „größere Domains“ verwendet, ebenso Domains, die eine Intention auf diese Plätze haben – also keinen Spiegel Artikel auf Platz 62 oder sonstige unrelevanten Domains.

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Fazit

Ich könnte jetzt noch Dutzende solcher Grafiken hier einfügen, aber ich denke, dass die Zusammenfassung auch reicht.

  • Domains, die als häufigsten Linktext ein Moneykeyword hatten, waren in der Regel gerade in letzter Zeit von Rankingabstürzen betroffen
  • Domains mit zu vielen Moneykeyword-Links haben keine guten Karten bei Google
  • Am besten schneiden Domains ab, die viele Brandlinks haben und auch viele der sogenannten „Compound“-Anchortexte (beste Kombination)
  • Domains mit vielen „Sonstiges“ Links waren überraschenderweise oft sehr spammy

Auffälligkeiten

Eine Auffälligkeit vorab, die besonders interessant war: Seokratie.de hat ausschließlich natürliche Links (kein Witz!). Daher kommt es, dass wir fast gar keine Moneykeywords haben. Wir stehen bei Google aktuell nicht einmal in den Top100 (!!!) für den Begriff „SEO“. Nicht, dass wir das wollen würden, aber ich habe uns dann doch mal mit den Top10 für den Suchbegriff „SEO“ verglichen:

Seokratie.de (Grün) hat also das natürlichste Linkprofil von allen, und wie wird es uns gedankt? Da kann ich nur eines sagen: Von wegen „Natürlicher Linkaufbau bringt am meisten“! Ich mache den anderen gar keinen Vorwurf, denn wir sind ja selbst schuld. Allerdings segeln viele dort hart am Wind, denn bei so vielen Moneykeyword-Links heisst es oft „Hop oder Top“: Innerhalb eines Tages kann man plötzlich zu viele Keyword-Links haben und es ist aus mit (allen!) guten Rankings. Aber Seokratie funktioniert auch super als Beispiel: Es gibt eben auch Domains mit zu wenigen Moneykeyword-Links!

Branchen

Hier mal ein paar Branchen im Vergleich (jeweils ca. 10 Domains). Am meisten Moneykeyword-Links haben die SEO Blogs, direkt danach kommen die (abgestraften!) Kreditportale. Preisvergleiche haben am wenigsten Keyword Links, wobei sie sehr stark mit Compound Keywords arbeiten wie z.B: „Günstige LCD Fernseher bei Preisvergleich XY“. Es gibt also durchaus unterschiedliche Arten der Verlinkung in unterschiedlichen Branchen. Lustigerweise schmieren nicht so viele Preisvergleiche ab wie Kreditportale, aus zwei Gründen:

  1. Verlinken Preisvergleiche (logischerweise) öfter mit Compound Links als Kreditportale, da auch die „Canon XY 500D“ ein recht langer Linktext ist
  2. Verlinken sie öfter auf unterschiedliche Landingpages mit unterschiedlichen Keywords, weil sie auf viel mehr Keywords optimieren und ihr Keyword-Horizont aufgrund der Produktpalette viel größer ist

Die SEO Blogs schmieren übrigens aus gutem Grund nicht ab, obwohl sie am meisten Keyword Links haben: Die Linktexte werden sehr oft variiert, was ihnen dadurch letztendlich oft den Hals rettet. Man optimiert auf „Suchmaschinenoptimierung Hamburg“, „Suchmaschinenoptimierung Bremen“ und das Ganze geht auch mit SEO. Es macht einen sehr großen Unterschied ob man nur ein Moneykeyword verlinkt, oder 20 verschiedene. Bei letzterer Methode ist die Gefahr einer Abstrafung deutlich geringer.

Sonstige Auffälligkeiten bei einzelnen Domains (in verschiedenen Branchen)

  • Es gibt Domains auf Platz 60+, die v0n der puren Domainanzahl mehr Links haben, als in den Top10. Wenn man bedenkt, was man sich also an Links sparen könnte, indem man ordentliche Linktexte nimmt – hui!
  • Der Grad zwischen optimaler Ausnutzung von Keywordlinks und zu vielen Links ist sehr schmal -> im Zweifel sollte man (meiner Meinung nach) lieber zu wenige als zu viele Keyword Links aufbauen. Bei zu wenigen kann man lediglich etwas Power nicht mitnehmen, bei zu vielen kann die gesamte Domain darunter leiden
  • Compound Links sind (gefühlt) der absolute Renner, werden aber von manchen völlig ignoriert und nie benutzt
  • Die Abweichungen von den Standardwerten sind oft immens – kaum jemand hat wirklich eine Ahnung, wie er sich verlinken soll

 Disclaimer

Die Untersuchungen haben zwar Zahlen hervorgebracht, was aber letztendlich etwas bringt, das steht nicht in den Zahlen. Meiner Meinung nach ist der Anteil an Money Keywords durch die Bank zu hoch und ich würde nicht (wie der Durchschnitt) 28 % meiner Linktexte darauf bauen.

Nach dem Motto, „Bloß weil es jeder macht, muss ich es nicht auch machen“ eröffne ich mal die Diskussion und freue mich über eure Kommentare!

Übrigens könnt Ihr bei Seo-United die Top-SEO-Blogs Deutschland nominieren und ich würde mich sehr über eine Nominierung freuen! 🙂

Das war jetzt ein Compound Link, damit Gretus & Co auch mal mehr davon bekommen! 😉

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