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SEO Guide

Backlinkcheck einfach erklärt

Martin StäbeContent-Marketing-Experte

Ein Backlinkchecker zeigt dir an, wie viele Links auf deine Seite verweisen, welcher Art diese Links sind (z. B. nofollow) und wie sie qualitativ eingestuft werden. Darüber hinaus ermöglicht dir ein Backlinkcheck-Tool das Linkprofil Deiner Wettbewerber zu erkunden.

Backlinks finden

Der Googlebot sammelt und speichert alle Links, die er auf Deine Website findet. In der Google Search Console (GSC) kannst Du eine Auswahl dieser Backlinks abrufen. Die am meisten auf Deine Seite verweisenden Websites (vgl. Search Console: Top-verweisende Websites wie sitelike.org im Screenshot) kannst du unter „Links“ ebenso sehen wie diejenigen eigenen URLs, welche die meisten Backlinks abbekommen.

Backlinkcheck Google Search Console

Das eigene Linkprofil wird in der Google Search Console oberflächlich abgedeckt.

Im Report „Externe Links“ kannst Du eine Excel-Tabelle mit Backlinks auf Deine Website exportieren. Gerade für kleine Websites sind diese von der GSC bereitgestellten Daten zu Backlinks ziemlich gut sowie besser und aktueller als die der meisten kostenlosen Backlinkchecker.

Backlinkcheck mit Hilfe von Tools

Was liegt näher, als für den Backlinkcheck auf Originaldaten von Google zurückzugreifen? Eigentlich nichts. Da Google Webmastern früher nur unvollständige Daten zur Verfügung gestellt hat, haben einige technisch versierte Suchmaschinenoptimierer schon vor langer Zeit begonnen, das Netz selbst nach Verlinkungen zu crawlen. Sie sammeln, genau wie der Googlebot, Links und bereiten diese zusammen mit Kennzahlen in einer Datenbank auf. Diese Datenbanken werden Backlinkchecker genannt.

Der entscheidende Vorteil, den Dir der Backlinkcheck mit Hilfe eines Tools gegenüber der Search Console bringt, liegt darin, dass Du bei Google nur Deine eigene Website untersuchen kannst. Bei Backlinkcheckern erhältst Du Einblick in das Linkprofil Deiner Wettbewerber. Die Qualität von Backlinkcheckern variiert stark, weil die Anzahl der gefundenen Links auf eine Domain sich je nach Crawler enorm unterscheiden kann.

Kostenpflichtige Backlinkchecker

Der Betrieb eines Backlinkcheckers ist aufgrund der Serverkapazitäten und Crawler mit hohen Kosten verbunden. Kostenpflichtige Tools für den Backlinkcheck finden in der Regel mehr Links als Gratis-Datenbanken, aber immer noch nicht alle Links auf Deine Website. Der Markt ist groß. In der Grundversion kosten die meisten Tools zwischen 50 und 100 Euro pro Monat. Profi-Tools können aber auch mit mehreren Tausend Euro monatlich zu Buche schlagen.

Ahrefs glänzt mit einer sehr guten Auswertung von Backlinks und einer schicken Benutzeroberfläche. Darüber hinaus bietet Ahrefs zahlreiche weitere SEO-Funktionen. Die Lite-Version kostet 89 Euro pro Monat, die Standard-Version das Doppelte.

Gewähre Majestic via API Zugriff auf Deine GSC-Daten und Du kannst deine Website im Tausch gegen Deine Daten umfangreich auswerten. Die Lite-Version kostet derzeit 47 Euro monatlich, die Pro-Version 95 Euro.

Der Backlink-Index ist in jedem Paket von Sistrix enthalten. Es liefert sehr gute und zuverlässige Daten, übersichtlich aufbereitet. Für die günstigste Variante (99 Euro/Monat) kannst du 10.000 Zeilen pro Analyse exportieren.

Ein Tool für Profis. Kein anderer Backlinkchecker findet (momentan) so viele Links und stellt dermaßen viele Informationen zu den gefundenen Links bereit. Von vollständigen Link-Audits bis zu automatischen Vergleichen des eigenen Linkprofils mit dem der Konkurrenz sind die Link Research Tools das Nonplusultra für den Backlinkcheck. Das kostet aber mindestens rund 500 Euro im Monat.

Kleiner Tipp: Möchtest Du nur einmalig die Backlinks der eigenen Domain prüfen, kann ein zeitlich begrenzter Test-Account für ein kostenpflichtiges Tool eine gute und günstige Lösung sein.

Kostenlose Backlinkchecker

Wie bereits erwähnt, ist der Betrieb eines Backlinkcheckers kostspielig. Daher verschwinden kostenlose Tools oft wieder.

Aktuell zu empfehlen ist https://www.backlink-tool.org/. Das Tool

  • findet recht viele Backlinks,
  • kann ohne Registierung genutzt werden
  • und ist deutschsprachig.

KPIs von Backlinkcheckern

Mit einem sauberen Linkprofil, zu dem regelmäßige Backlinkchecks und Disavow-Maßnahmen beitragen, erhöhst Du die Chancen auf eine positive Ranking-Entwicklung. Die Key Performance Indicators (KPIs), die die meisten Backlinkchecker ausgeben, sind Art der Links, Linktext und Domainpop.

Art der Links

Ein Backlinkcheck zeigt Dir an, welcher Art die gefundenen Links sind. Handelt es sich um Bild- oder Textlinks? Noch wichtiger: Besteht dein Linkprofil vornehmlich aus Follow-Links oder nofollow? Links, die vom Seitenbetreiber als nofollow gekennzeichnet werden, signalisieren den Crawlern, dass sie diesen Links nicht folgen mögen. Damit unterbinden sie, dass Link Juice an die verlinkte Seite weitergegeben wird. Links mit nofollow-Attribut sind ein elementarer Teil einer natürlichen Linkprofils, aber weniger hilfreich, um Dein Ranking zu verbessern. Follow-Links (dofollow) hingegen geben den Link Juice weiter und weisen der Suchmaschine den Weg auf gute Websites außerhalb der eigenen Domain.

Domain Pop

Die schiere Anzahl an Backlinks ist die eine Sache. Eine ganz andere – und zwar wesentlich relevantere – ist, wie viele unterschiedliche Websites auf Deine Seite verlinken. Die Domain Popularity (Domain-Popularität, kurz: Domain Pop) prüft genau das.

So findet der Backlinkchecker backlink-tool.org acht Backlinks vom Happy Pet Club auf die Barfinfo-Website, aber nur je einen von leswauz und expertentesten. In Summe sind das zehn Links. Im Hinblick auf die Domain Pop, sind es drei Punkte – nämlich je einer pro Domain.

Backlinkchecker backlink-tool.org

Der kostenlose Backlinkchecker backlink-tool.org listet in seiner Übersicht die verlinkende Website auf, den Link auf Deine Website, die Anzahl der Links von der jeweiligen Quellseite und vergibt ein Link-Rating in Prozent.

IP-Popularität

Die IP-Popularität gibt die Anzahl der Domains mit unterschiedlichen IP-Adressen an, die auf Deine Seite verweisen. Viele Domains mit derselben IP-Adresse deuten auf Linknetzwerke hin und entlarvt Linkmanipulationen. IP- und Domain-Popularität sollten sich nur geringfügig unterscheiden. Wirf einen genaueren Blick auf die Backlinks, die von derselben IP-Adresse kommen, wenn die IP-Popularität stark von der Domain Pop abweicht.

Da Linkbuilding-SEOs natürlich wissen, dass man Links von verschiedenen IP-Adressen benötigt, fragten Sie bei ihren Webhostern nach, ob sie verschiedene IP-Adressen innerhalb eines Vertrags bekommen könnten. Kein Problem, die letzten drei Ziffern der IP-Adresse variieren Webhoster für SEO-Projekte gerne. Viel schwieriger (und teurer) ist es, IP-Adressen zu bekommen, bei denen sich die vorderen Stellen unterscheiden. Diese werden Class-C-Netz genannt. Dementsprechend bieten viele Backlinkchecker neben der IP-Popularität noch die KPI Class-C-Popularität an. Ist diese Kennzahl deutlich niedriger als die IP-Popularität, verdichten sich die Anzeichen für ein Linknetzwerk, dessen Du Dich entledigen solltest.

Linktext

Bei Textlinks liefern Dir viele Backlinkchecker sogar den Ankertext, mit dem die fremde Website auf Deine Website verlinkt hat. Der Ankertext, auch Linktext genannt, ist der Text, auf den Nutzer klicken können, um auf Deine Seite weitergeleitet zu werden.

Linktext Pressemitteilung Kork-Deko_de

Kork-Deko.de leitet in einer Pressemitteilung über die Zusammenarbeit mit Seokratie auf unsere Seite weiter. Der Linktext (grün) lautet: Seokratie GmbH.

Optimal ist es, wenn der Linktext das Keyword – auf natürliche Weise gut in den Textfluss integriert – enthält. Unter Umständen kann auch ein „hier“ mal ein passabler Linktext sein. Werden alle zehn Links auf die Seokratie-Website auf einer Landingpage mit dem Linktext „SEO-Agentur“ angekündigt, greifen algorithmische Strafen wie Google Penguin. Es ist zudem gefährlich, wenn viele Ankertexte das Keyword enthalten, mit denen die verlinkte URL ranken will.

Unterteilt werden Linktexte in

  • Brand: Der Markenname (also z. B. Coca Cola) oder auch die URL coca-cola-deutschland.de wird als Ankertext verlinkt – wie im obigen Beispiel.
  • Generischer Linktext: Standard-Formulierungen wie „mehr erfahren“ oder „liest Du hier“.
  • Harter Linktext: Das Keyword wird verlinkt.

Weitere Kennzahlen

Backlinkchecker spendieren Dir noch weitere Kennzahlen, deren Aussagekraft bisweilen gering ist. Dazu gehören:

  • Linkpopularität: Die Kennzahl Linkpopularität (kurz: Linkpop) zählt jeden Link, der auf Deine Domain verweist. Verlinkt jemand Deine Seite beispielsweise im Menü oder im Footer seiner Website, dann hast Du genau so viele Links, wie die verweisende Domain URLs hat.
  • Sichtbarkeit: Die Sichtbarkeit gemäß Sistrix-Sichtbarkeitsindex ist in Bezug auf die Bewertung von Links keine sinnvolle Metrik. Natürlich ist es super, wenn ein großes Nachrichtenportal auf Deine Seite verlinkt. Aber wenn Du Hundefutter verkaufst, bringt Dir der Link vom Dackelclub oder der lokalen Hundeschule unter Umständen mehr.
  • Trust: Google vertraut Seiten mit hohem Trust. Doch wie misst die Suchmaschine das Vertrauen der Nutzer in eine Website? Wir wissen es nicht. Dennoch versuchen Backlinkchecker, einen Trust-Wert zu simulieren. Jeder Backlinkchecker geht in der Berechnung anders vor und benennt diese KPI nach Gutdünken, z. B. Ahrefs-Rank, Citation Flow, DomainRank, Mozrank oder Power*Trust. Die meisten dieser Tools sind nur Kombinationen von anderen Metriken – also beispielsweise die Domainpopularität multipliziert mit der Sistrix-Sichtbarkeit ist dann „Power*Trust“. Keine dieser Metriken hat etwas mit echter „Linkpower“ zu tun, wie sie Google berechnet.

Weiterführende Links


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