Anzeigenvorschau einfach erklärt
Die Google Ads Anzeigenvorschau ist ein Tool in Deinem Google-Ads-Konto, mit dem Du Dir anschauen kannst, ob und wie Google Deine Anzeigen ausspielt. Der Vorteil dabei ist: Du musst nicht erst mühsam selbst danach googeln, und Du erzeugst nicht unnötige und eigentlich irrelevante Impressionen oder Klicks. Außerdem zeigt Google Dir direkt mögliche Fehlerquellen an, die die Ausspielung Deiner Anzeigen verhindern.
Inhalt
Wofür ist die Anzeigenvorschau nützlich?
Du kennst sicher auch den Panik-Anruf – sei es von Deinem CEO, Deinen Vertriebskolleg*innen, oder von Deinen Kund*innen: „Ich habe unsere Anzeigen gegoogelt, die sind ja gar nicht live!“
Es gibt viele Ursachen dafür, warum genau bei dieser einen Google-Suche keine Anzeige ausgespielt wurde. Gründe dafür können sein:
- Die Person hat schon zu oft gegoogelt und Google spielt ihr einfach keine Anzeigen mehr aus, weil der Google-Algorithmus gemerkt hat: Dieser Suchende hat gar kein echtes Suchinteresse. (Google kann das anhand des Suchverhaltens einordnen: Du googelst häufig, aber klickst auf keine Anzeige oder kein organisches Suchergebnis.)
- Das Budget ist aufgebraucht – die Anzeigen werden nicht mehr ausgespielt.
- Das Tagesbudget ist sehr klein, und dadurch nimmst Du mit Deinen Keywords nicht an jeder Auktion teil, die im Hintergrund läuft.
- Es ist ein Zeitplan im Werbezeitplaner aktiv und der CEO hat außerhalb dieses Zeitplans gegoogelt.
- Der Suchende befindet sich außerhalb des Geotargetings, zum Beispiel sucht die Person von München aus, aber die Kampagne ist nur auf Hamburg ausgerichtet.
- Der Algorithmus der Smart Bidding Gebotsstrategie bietet aus Performance-Gründen bei der Auktion, die bei jeder Suche im Hintergrund bei Google Ads läuft, gar nicht oder mit sehr niedrigem CPC mit.
Und genau hier kommt die Anzeigenvorschau ins Spiel: Unabhängig von all diesen Faktoren kannst Du direkt im Google-Ads-Konto die Anzeigenausspielung („Werden Anzeigen ausgespielt?“), sowie die Anzeigendarstellung („wie werden Titel umgebrochen, wie werden Anzeigenerweiterungen und Pfade zusammengesetzt?“) für alle dort eingebuchten Keywords kontrollieren.
Außerdem kannst Du hiermit auch Standorte, Geräte oder Zielsprachen im Tool simulieren. Um beim Beispiel zu bleiben: Auch wenn Du selbst in München die Google-Suche nutzt, kannst Du den Standort „Hamburg“ simulieren und so die Anzeigen dennoch in der Vorschau sehen.
Außerdem vermeidest Du damit unnötige Suchanfragen – denn wenn hier mehrere Personen immer wieder Suchanfragen ohne Klicks generieren, dann verschlechtert das in Summe potenziell die Klickrate – und damit sogar den Anzeigenrang.
Wo findest Du die Anzeigenvorschau?
Du findest das Anzeigenvorschau-Tool direkt in Google Ads. Dafür gehst Du nach dem Login auf das Werkzeug-Symbol (Tools), dann auf Fehlerbehebung/Anzeigenvorschau und -diagnose.

Navigation zur Anzeigenvorschau – Quelle: Screenshot aus Google Ads-Interface
Nach Klick auf das Anzeigenvorschau-Tool siehst Du die Auswahlmöglichkeiten, mit denen Du eine Google-Suche simulieren kannst.
Im Suchfenster gibst Du den Suchbegriff ein, für den Du die Anzeigenausspielung anschauen möchtest. Du kannst dann hier den Standort und die Sprache auswählen, mit der Du Deinen Test durchführen möchtest.
Ein großer Vorteil ist hier, dass Du sogar die Zielgruppen-Zugehörigkeit simulieren kannst (z. B. eine Remarketing-Zielgruppe). Und auch die mobile und Desktop-Suche kannst Du hier selektieren.

Auswahloptionen in der Google Ads Anzeigenvorschau – Quelle: Screenshot aus Google Ads-Interface
Es gibt noch ein paar Alternativen zum Anzeigenvorschau-Tool, jedoch basieren diese meist nicht auf der Live-Suche, sondern es wird nur das Format der Anzeigen simuliert.
Ein Beispiel dafür ist die Entwurfsvorschau aus der Google Ads-Editor-Vorschau, sowie Tools von anderen externen Anbietern. Diese Tools sind sinnvoll, um sich das Format der Anzeigen optisch besser vorstellen zu können – auch ohne, dass die Anzeige bereits live wäre. Allerdings kann man damit nicht mögliche Fehlerquellen bei der Ausspielung analysieren.

Die Anzeigenvorschau im Google Ads-Editor – Quelle: Screenshot aus dem Google Ads-Editor
Beispiele aus der Praxis
Google gibt im Anzeigenvorschautool nach Eingabe des Keywords als erstes den Status wieder. Hier gibt es verschiedene selbsterklärende Ergebnis-Varianten.
Diese Diagnose erscheint direkt oben, vor der Vorschau. Weiter unten kannst Du auch sehen, welche Keywords potenziell zu einer Ausspielung einer Anzeige führen können.
Beispiel 1: Anzeige wird geschaltet
Wenn eine Anzeige erscheinen kann, erscheint in Grün die Diagnose „Ihre Anzeige wird geschaltet“. Das bedeutet in Kurzform: Alles ist gut, Deine Anzeige kann erscheinen.
In diesem Beispiel wurde die Anzeige geschaltet:

Diagnose der Anzeigenvorschau: Die Anzeige wird geschaltet– Quelle: Screenshot aus dem Google Ads-Interface
Beispiel 2: Anzeige wird nicht geschaltet
Erscheint die rote Meldung „Ihre Anzeige wird nicht ausgeliefert“, dann kann momentan zu den ausgewählten Einstellungen tatsächlich keine Anzeige ausgespielt werden. Hier gibt Google weiter unten weitere Informationen für die Fehlersuche mit. Und Du siehst, welche Keywords potenziell eine Anzeigenschaltung auslösen könnten.
Mit diesen Informationen kannst Du direkt tiefer in die Fehlersuche einsteigen und z. B. wie hier in diesem Fall prüfen, ob das negative Keyword absichtlich in die entsprechende Kampagne eingebucht wurde.

Diagnose der Anzeigenvorschau: Die Anzeige wird nicht geschaltet– Quelle: Screenshot aus dem Google Ads-Interface
Weiterführende Links
- Googles Hilfe-Artikel zur Anzeigenvorschau und zur Anzeigendiagnose
- Das Anzeigenvorschautool von der Agentur Adseed
- Das schreiben andere Agenturen zur Anzeigenvorschau