Re-Ranking einfach erklärt
Re-Ranking schnell & einfach erklärt
Re-Ranking ist ein dynamischer Prozess, bei dem Google das ursprüngliche Suchergebnisranking aufgrund zusätzlicher Faktoren und Nutzerinteraktionen anpasst. Im Mittelpunkt stehen dabei die sogenannten „Twiddler“, die das Ranking neu ordnen, um den Suchenden relevantere und nützlichere Inhalte zu liefern.
Inhalt
Wie funktioniert Re-Ranking?
Um das Re-Ranking vollständig zu verstehen, ist es sinnvoll, den gesamten dreistufigen Rankingprozess von Google zu betrachten:
- Dokumentenbewertung (Document Scoring): Hier erfolgt das anfängliche Ranking. Ein sogenannter „Ascorer“ vergibt für jedes Dokument einen initialen „SEO-Wert“, der durch klassische SEO-Maßnahmen wie WDF/IDF-Optimierung oder das Setzen von internen Backlinks beeinflusst werden kann.
- Klassifizierung der Qualität (Quality Classification): Diese Stufe spielt eine wesentliche Rolle bei der Bewertung von Inhalten im Hinblick auf Signale wie E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Hier werden keine Einzelbewertungen vorgenommen, sondern seitenweite Klassifikatoren verwendet, um die Qualität der Seiten zu bestimmen.
- Re-Ranking mit Twiddlern: Twiddler greifen in das von Ascorern hergestellte ursprüngliche Ranking ein und passen es auf der Grundlage zusätzlicher Signale an, um „bessere“ Suchergebnisse anzubieten (= Re-Ranking). Diese Signale basieren auf dem Nutzerverhalten und anderen Faktoren wie Relevanz und Nutzerfreundlichkeit der Inhalte und korrigieren die Schwächen des Google-Algorithmus. Man unterscheidet zwei Arten von Twiddlern:
- Predoc Twiddler: Predoc Twiddler arbeiten in einer frühen Phase des Rankingprozesses und greifen auf eine große Anzahl vorläufiger Suchergebnisse zurück. Sie treffen schnelle Entscheidungen basierend auf beschränkten Informationen und nehmen eine erste umfassende Anpassung der Suchergebnisse vor.
- Lazy Twiddler: Im Gegensatz dazu setzen Lazy Twiddler in einer späteren Phase des Rankingprozesses an und arbeiten mit einer kleineren Auswahl an Suchergebnissen. Sie nutzen detaillierte Informationen über den Inhalt der Webseiten und nehmen eine genauere Anpassung der Suchergebnisse vor.
Beispiel: Der Ascorer platziert den Automobilhersteller Audi zunächst auf Platz 3 für den Suchbegriff „Audi“. Sucht nun ein Nutzer nach der offiziellen Website, greift ein Twiddler, der ein Re-Ranking vornimmt und die Website der Marke auf Platz 1 der Suchergebnisse setzt.
Tipps, um beim Re-Ranking gut abzuschneiden
Um beim Re-Ranking erfolgreich zu sein, findest Du im Folgenden einige Tipps zur Gestaltung und Optimierung Deiner Website.
Hinweis: Sei Dir bewusst, dass Dir klassische SEO-Maßnahmen (z. B. Keyword-Optimierung) bei einem sinkenden Ranking nicht weiterhelfen, wenn Du die Suchintention nicht triffst und die Nutzer Deine Inhalte nicht nützlich finden. Selbst wenn sich Dein SEO-Score durch den Ascorer verbessert, wird Dein Ergebnis durch Twiddler immer noch auf die hinteren Plätze in der Suche verdrängt.
Sorge für gesteigertes Nutzerengagement
Google registriert das Verhalten der Nutzer auf Deiner Website genau. Wenn Besucher lange auf Deiner Seite verweilen und interagieren, weil Du das Interesse der Nutzer verstanden hast und die richtigen Inhalte anbietest, sendet das positive Signale an die Suchmaschine. Aber auch die Klickrate auf Dein Ergebnis in den SERPs spielt beim Re-Ranking eine Rolle.
Tipp: Biete interaktive Elemente wie Umfragen, personalisierte Inhalte oder Videos an. Diese motivieren die Nutzer, länger auf Deiner Seite zu bleiben und sich intensiv mit Deinen Inhalten auseinanderzusetzen. Achte außerdem darauf, dass Du ein aufmerksamkeitsstarkes Google-Snippet erstellst, auf das die Suchenden gerne klicken.
Baue eine Marke auf
Google bevorzugt vertrauenswürdige Marken in den Suchergebnissen. Eine starke Marke signalisiert sowohl den Nutzern als auch Google, dass Deine Website seriös und relevant ist.
Tipp: Investiere in den Aufbau Deiner Marke. Eine höhere Bekanntheit kann sich positiv auf Deine Klickrate auswirken, was wiederum Google zeigt, dass Deine Seite beliebt und vertrauenswürdig ist.
Biete unterschiedliche Content-Formate an
Unterschiedliche Nutzer bevorzugen unterschiedliche Content-Formate. Wenn Du Texte, Bilder und Videos anbietest, kannst Du ein breiteres Publikum ansprechen und Deine Chancen auf ein besseres Ranking erhöhen.
Tipp: Erstelle eine Content-Strategie, die verschiedene Formate umfasst. Nutze Blogartikel, Infografiken und Videos, um unterschiedliche Nutzergruppen anzusprechen und Deine Reichweite zu steigern.
Aktualisiere regelmäßig Deine Inhalte
Google bewertet die Aktualität von Inhalten, besonders bei Themen, bei denen neue Informationen eine Rolle spielen. Regelmäßige Updates können das Ranking Deiner Seite verbessern.
Tipp: Achte darauf, Deine Inhalte kontinuierlich zu überarbeiten und zu aktualisieren. Stelle sicher, dass die neuen Informationen relevant und hilfreich für Deine Nutzer sind, um von Google positiv bewertet zu werden.
Achte auf schnelle Ladezeiten
Eine schnelle und technisch einwandfrei funktionierende Website ist entscheidend, um in den Suchergebnissen dauerhaft gut abzuschneiden. Schlechte Ladezeiten oder eine unzureichende mobile Darstellung können sich negativ auf das Ranking auswirken.
Tipp: Führe regelmäßig technische SEO-Checks durch. Achte auf schnelle Ladezeiten, eine gute mobile Nutzererfahrung und die korrekte Indexierung Deiner Seiten.