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SEO Guide

Artikelverzeichnis einfach erklärt

Franzi GroßmannContent-Marketing-Expertin

Ein Artikelverzeichnis ist eine Website, die aus einer Sammlung von redaktionellen Texten – sortiert nach Kategorien – besteht. Nutzer können Texte in einem Artikelverzeichnis veröffentlichen. Als Dank für den kostenlosen Content darf der Nutzer in dem Text einen Link zu seiner eigenen Website unterbringen und so Backlinks für die eigene Domain generieren.

Google-Richtlinien für Artikelverzeichnisse

Bevor ich Dir erkläre, was und wie Artikelverzeichnisse entstanden sind beziehungsweise welche Bedeutung sie für den SEO-Bereich haben, das Wichtigste zuerst:

Backlinks aus Artikelverzeichnissen verstoßen gegen die Google Webmaster-Richtlinien.

John Müller, Senior Webmaster Trends Analyst bei Google, twitterte zuletzt 2021 zu dem Thema: „Those [directory submissions, article submissions and bookmarking] are generally all seen as artificial links and considered against the webmaster guidelines.“ Im Klartext: Google behandelt Links aus Artikelverzeichnissen als künstliche Links und sieht sie als Verstoß gegen die Webmaster-Richtlinien.

Seit dem Google Penguin-Update im Jahr 2012 ist klar, dass Du mit Links aus Verzeichnissen keine Vorteile mehr für Deine Seite erzielen kannst. Mit dem Update wollte Google Web-Spam – darunter fällt auch die künstliche Verbesserung des Suchmaschinenrankings mittels Backlinks aus Verzeichnissen – bei den Suchergebnissen reduzieren. Heute ist Penguin Teil des Core-Algorithmus von Google.

Ich kann Dir nur raten: Meide Artikelverzeichnisse als Linkbuilding-Taktik. Setze stattdessen auf einen natürlichen Backlinkaufbau. Die Gründe sind einfach:

  1. Es gibt keine guten Artikelverzeichnisse.
  2. Jedes Artikelverzeichnis verstößt gegen Google-Richtlinien.

Wie funktioniert ein Artikelverzeichnis?

Artikelverzeichnisse sind in der Regel nicht auf ein spezielles Thema beschränkt, sondern listen Beiträge zu unterschiedlichsten Themen.

Als User lädst Du einen Text mit einer ungefähren Wortanzahl von 200 bis 300 Wörtern in das Verzeichnis hoch. Idealerweise handelt es sich dabei um ein Thema Deiner eigenen Website. Zusätzlich hast Du die Möglichkeit, einen oder zwei Links zu Deiner Website zu setzen (Backlinks) – sogar mit einem Linktext Deiner Wahl. Nachdem ein Redaktionsteam Deinen Beitrag freigeschaltet hat, wird er veröffentlicht. In seltenen Fällen erfolgt keine Prüfung und Dein Beitrag wird direkt online gestellt.

Was hast Du beziehungsweise der Verzeichnis-Betreiber davon?

Das Einstellen der Beiträge ist bei den meisten Artikelverzeichnissen kostenlos. Der Betreiber erhält Content – und das völlig umsonst. Im Idealfall haben die Artikel gute Rankings und der Artikelverzeichnis-Betreiber verdient Geld mit der Werbung, die um den Inhalt herum platziert ist.

Du wiederum bist am Ende im Besitz eines Backlinks aus dem Fließtext eines themenrelevanten Artikels. So jedenfalls war es früher zu den Hochzeiten von Artikelverzeichnissen der Fall – vor dem Google Penguin-Update.

Artikelverzeichnisse: Entstehung & Bedeutung für den SEO-Bereich

Artikelverzeichnisse sind ein Relikt aus Zeiten, bevor Suchmaschinen so effizient waren, wie sie es heute sind. Anfang der 2000er Jahre war es noch wesentlich schwieriger, im Netz relevante Informationen zu bestimmten Themen zu finden. Daher haben sich Artikelverzeichnisse etabliert, um Fragen von Usern zu spezifischen Themen zu beantworten. Aufgrund von fehlender Konkurrenz waren Artikelverzeichnisse sehr erfolgreich und erzielten gute Rankings. Nicht nur für Werbetreibende, die Anzeigen rund um den Content schalteten, waren die Verzeichnisse interessant. Auch SEOs sprangen auf den Erfolgszug auf, um dort Artikel mit Backlinks zur eigenen Domain zu platzieren. Nicht zuletzt mit dem Penguin-Update verloren Artikelverzeichnisse als Linkbuilding-Maßnahme an Relevanz.

Unabhängig von den auf den ersten Blick attraktiven Vorteilen ist es heute nicht mehr zeitgemäß, Deine Energie auf Artikelverzeichnisse für ein besseres Ranking zu verwenden. Artikelverzeichnisse schaffen es heute kaum noch in die Google-Suchergebnisse, ganz zu schweigen von dem Verstoß gegen Google-Richtlinien. Lass also die Finger davon und investiere Deine Energie in wichtige Rankingfaktoren und hochwertige Content-Marketing-Texte, die Deinen Lesern Mehrwert bieten.

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