SEO & SEA Guide

Google Discover einfach erklärt

Martin StäbeContent-Marketing-Experte

Google Discover ist ein automatisch erzeugter und stark personalisierter mobiler Content-Feed. Er zeigt auf dem Display von Smartphones und Tablets in verschiedenen Formaten Informationen und Nachrichten zu Themen an, die den Nutzer interessieren, basierend auf seinem Suchverhalten, seinen Interessen und seinen Standortdaten.

Google Discover hat sich seit seiner Einführung im Jahr 2018 zu einer wichtigen Traffic-Quelle für viele Websites entwickelt, insbesondere für Publisher und Websites mit ständig aktualisiertem Content, beispielsweise

  • Nachrichtenportale,
  • Lifestylemedien,
  • Blogs und Webseiten mit Evergreen-Inhalten und
  • lokale Nachrichtenseiten.

Funktionsweise von Google Discover

Google Discover unterscheidet sich von der üblichen Google-Suche dadurch, dass Nutzer keine Suchbegriffe eingeben müssen, um Inhalte zu finden. Stattdessen präsentiert Google Discover automatisch Nachrichten, die aufgrund des bisherigen Nutzerverhaltens als relevant eingestuft werden.

Das macht den Feed zu einer Mischung aus Suchmaschine und sozialem Netzwerk, wobei die Personalisierung im Vordergrund steht. Nutzer können den Feed anpassen, indem sie ihre Interessen in den Einstellungen definieren oder Feedback zu einzelnen Inhalten geben (z. B. „Mehr davon anzeigen“). Während der klassische Google Feed eher auf aktuelle News ausgerichtet ist, zeigt Google Discover auch ältere, aber immer noch relevante Inhalte an (sog. Evergreen Content).

Google Discover und SEO

Anbei findest Du praktische SEO-Tipps, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Dein Content in Google Discover erscheint.

Bilderoptimierung für Google Discover

Um in Google Discover gut sichtbar zu sein, spielen Bilder eine entscheidende Rolle. Große, qualitativ hochwertige Bilder mit einer Mindestbreite von 1.200 Pixeln sind ein Muss. Sie sorgen nicht nur für visuelle Attraktivität, sondern erhöhen auch die Chance, dass Dein Content im Discover-Feed erscheint. Achte darauf, dass die Bilder technisch korrekt eingebunden sind –  der Meta-Tag <meta name=“robots“ content=“max-image-preview:large“/> im Kopfbereich Deiner Seite sorgt dafür, dass Google die Bilder im großen Vorschauformat anzeigt.

Technische und inhaltliche Optimierung

Neben der Bildoptimierung ist auch die technische Performance der Seite von Bedeutung. Eine mobilfreundliche Website und schnelle Ladezeiten sind Pflicht. Zudem sollten die Inhalte ständig auf ihre Performance in der Google Search Console überprüft und anhand der gewonnenen Daten optimiert werden. Dies gilt auch für Bilder: Wenn ein Bild besonders gut abschneidet, lohnt es sich, ähnliche Inhalte und Bilder zu produzieren.

E-A-T und Nutzerinteraktion

Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (E-A-T) spielen auch bei Google Discover eine Rolle. Stelle sicher, dass Deine Inhalte diesen Anforderungen entsprechen, indem Du hochwertige und relevante Artikel veröffentlichst und auf vertrauenswürdige externe Quellen verweist. Animiere Deine Nutzer dazu, Deinem Blog oder Deiner Website auf Google Discover zu folgen, um Deine Reichweite stetig zu erhöhen.

Republishing

Ein weiterer effektiver Tipp zur Optimierung Deiner Inhalte für Google Discover ist das gezielte Republishing von Artikeln, die bereits gut performen. Indem Du diese Inhalte regelmäßig aktualisierst und mit einem neuen Zeitstempel (Timestamp) erneut veröffentlichst, kannst Du die Lebensdauer erfolgreicher Artikel verlängern und sie wiederholt im Discover-Feed platzieren. Kleine Anpassungen am Titel oder Inhalt können helfen, den Artikel für Google Discover attraktiv zu halten. Beobachte die Performance Deiner Artikel kontinuierlich in der Google Search Console und nutze diese Daten, um zu entscheiden, wann und wie oft ein Republishing sinnvoll ist.

Google Discover – Herausforderungen

Google Discover stellt Dich als Website-Betreiber vor einige Herausforderungen:

  • Schwankender Traffic: Der Traffic kann stark schwanken, da Discover-Inhalte proaktiv von Google ausgespielt werden, ohne dass Nutzer danach suchen. Daher solltest Du Dich nicht ausschließlich auf Discover als Traffic-Quelle verlassen.
  • Bevorzugung bekannter Brands: Große, bekannte Websites werden bevorzugt, was es für kleinere Websites schwierig macht, in den Discover-Feed zu gelangen.
  • Fokus auf Aktualität: Discover zeigt vor allem neue Inhalte zu aktuellen Themen, was ein kontinuierliches Erstellen relevanter Inhalte erfordert.
  • Schwierige Prognose der Nutzerinteressen: Da Discover personalisiert ist, lässt sich nur schwer vorhersagen, welche Inhalte gut ankommen. Inhalte müssen sowohl breit gefächert als auch spezifisch sein.

Leistungsanalyse für Google Discover

Die Google Search Console (GSC) bietet Dir die Möglichkeit, die Performance Deiner Inhalte in Google Discover zu monitoren und erfolgreiche Discover-Artikel zu identifizieren. Verfügbare Metriken sind:

  • Impressionen: Wie oft werden Deine Inhalte im Discover-Feed angezeigt? Heißt: Wie oft wird der Inhalt entweder als standardmäßiger Discover-Artikel oder eingebettet in ein Karussell in den sichtbaren Bereich gescrollt?
  • Klicks: Wie oft haben Nutzer im Discover-Feed auf Deine Inhalte geklickt?
  • Durchschnittliche Klickrate (CTR): Die CTR wird berechnet, indem die Anzahl der Klicks durch die Anzahl der Impressionen geteilt wird.
Leistungsbericht Google Discover in der Search Console

Leistungsbericht Google Discover in der Search Console

Eine hohe Anzahl an Impressionen in Google Discover bedeutet, dass die Inhalte vielen Nutzern angezeigt wurden. Eine niedrige CTR weist möglicherweise darauf hin, dass die Inhalte nicht attraktiv genug sind, um Klicks zu erzielen. Du solltest diese Metriken regelmäßig überwachen und Deine Content-Strategie entsprechend anpassen.

Wichtig: Du musst ein Mindestmaß an Impressionen in Google Discover haben, damit Dir in der GSC Performance-Daten angezeigt werden.

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