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SEO Guide

Webkatalog einfach erklärt

Karin WagnerGeschäftsführerin Seokratie Österreich

Ein Webkatalog, auch Webverzeichnis genannt, ist eine Website, die andere Seiten thematisch sortiert und mit kurzem Beschreibungstext vorstellt.

So funktionieren Webkataloge

In den Anfängen des Internets waren Webkataloge die einzige Möglichkeit, neue Websites zu entdecken. Als Webmaster einer eigenen Website konnte man seine Domain damals in einem bekannten Webverzeichnis eintragen lassen. Dazu schickte man seine URL, Kontaktdaten, die gewünschte Katalog-Kategorie und einen einzigartigen Beschreibungstext an den Betreiber des Webkatalogs oder füllte ein Formular aus. Wenn alle eingesandten Informationen korrekt waren und thematisch zum Webverzeichnis passten, schaltete der Betreiber des Webkatalogs die neue URL frei, damit interessierte Nutzer sie finden konnten. Ein Webverzeichnis war vor dem Aufstieg von Google ein hilfreiches Sammelbecken für Links. Im Prinzip funktionieren Webkataloge noch heute so – nur, dass die Einträge oft kostenpflichtig sind und selten von Nutzen.

Webkataloge in Zeiten von Suchmaschinen

Dann kamen die Suchmaschinen. Der Googlebot und seine Mitbewerber durchforsteten zunächst bevorzugt Webkataloge nach neuen Websites. Klar: Der Webkatalog war ein leichter Startpunkt für den Crawler, da er auf einen Schlag eine Menge URLs fand und von dort aus weiter in die Tiefen des Internets vordringen konnte.

Inzwischen benötigen weder Nutzer noch Suchmaschinen ein Webverzeichnis, um sich im Internet zurechtzufinden und neue Seiten zu entdecken.

Webkataloge als Link-Schleudern

Die allermeisten Webkataloge sind heutzutage nicht nur nutzlos, sondern zudem schädlich für Dein Linkprofil. Schon beim ersten, spätestens beim zweiten Blick, entpuppen sich 99 % der Webverzeichnisse als Müllkippe für Links, die dort aus SEO-Gründen platziert wurden. Wie Du schlechte Webkataloge erkennen kannst? Sie erfüllen einen oder mehrere der folgenden Punkte:

  • Der Webkatalog wirbt mit SEO/Suchmaschinenoptimierung oder enthält diese Begriffe sogar im Namen.
  • Der Webkatalog veröffentlicht Einträge direkt und ungeprüft.
  • Der Webkatalog verlangt im Gegenzug für den Eintrag Deiner Website eine Verlinkung auf Deiner Seite. Google hasst Backlinkpflicht und geht dagegen vor.
  • Der Webkatalog nimmt Geld für Premium-Einträge – oft auf der Startseite.
  • Der Webkatalog scheint nicht sinnvoll strukturiert zu sein. Manche Eintragungen sind in der völlig falschen Kategorie.

Meide diese Webkataloge. Und vor allem: Bezahle nicht dafür!

Tipp: Zwar selten schädlich, aber trotzdem nicht nützlich sind Links in Presseportalen – vor allem, weil diese meistens mit dem nofollow-Attribut gekennzeichnet werden. Diesen Aufwand kannst Du Dir getrost sparen.

Sinnvolle Webkataloge

Gute Webkataloge bieten einen Mehrwert für den Nutzer, legen Wert auf qualitative Informationen, sind logisch aufgebaut, aktuell – und eine Minderheit. Pro Branche gibt es höchstens zwei oder drei Webverzeichnisse, in denen eine Eintragung sinnvoll sein kann.

Screenshot "Heilpraktikerschulen" im Ökoportal

Ein Eintrag im aktuellen und gut strukturierten Ökoportal kann für eine Heilpraktikerschule ebenso sinnvoll sein wie für Imker.

Daran kannst Du einen guten Webkatalog erkennen:

  • Je länger es den Webkatalog schon gibt, desto besser (weil etablierter).
  • Je mehr Einträge im Webkatalog, desto besser.
  • Je aktueller die Einträge im Webkatalog, desto besser.

Im Gegensatz zum Abschnitt über schlechte Webkataloge gilt für die guten nicht, dass ein Kriterium aus der Liste bereits zur Klassifizierung als „sinnvoller Webkatalog“ ausreicht. Stattdessen sollten hier alle Punkte erfüllt werden. Lediglich die Masse an Einträgen ist nicht unbedingt entscheidend: Ein sinnvoller Webkatalog für ein Nischen-Thema (zum Beispiel Flughörnchen) muss keine 1.000 Links enthalten – diese Anzahl wäre eher verdächtig.

Branchenbücher als Rankingsignal

Branchenbücher wie die Gelben Seiten, Das Telefonbuch und 11880 sind mehr oder weniger nach Regionen gegliederte Webverzeichnisse. Einträge in Branchenbücher werden vor der Freischaltung geprüft und sind daher auch für Suchmaschinen ein Indikator zur Validierung. So wertet Google beispielsweise übereinstimmende Firmeneinträge in vertrauenswürdigen Branchenbüchern als Rankingsignal für Google My Business und damit Google Maps. Darüber hinaus kommen über Branchenbücher womöglich echte Nutzeranfragen für Deine Dienstleistungen.

Kategorisierung von Webverzeichnissen

Webkataloge lassen sich in hierarchische und nicht hierarchische Webverzeichnisse aufteilen. Hierarchische Webkataloge, wie das einst größte von Menschen gepflegte Webverzeichnis des World Wide Web, das Open Directory Project, organisieren sowohl Kategorien als auch die Einträge selbst nach einer gewissen Hierarchie. Das erschwert die Auffindbarkeit der Einträge erheblich. Einträge in nicht hierarchischen Webkatalogen sind leichter zu finden, da ihr Aufbau einem Netzwerk gleicht, mit dessen Knoten die Links verbunden werden.

Eine zweite Form der Kategorisierung ist die Unterscheidung zwischen nicht kommerziellen und kommerziellen Webkatalogen. Letztere zeigen nicht unbedingt die relevantesten Ergebnisse prominent an, sondern diejenigen Websites, die dafür bezahlt haben.

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