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SEA-Landingpages: 5 Tipps für erfolgreiche Google-Ads-Zielseiten

Suchmaschinennutzer klicken schnell auf Anzeigen – genauso schnell gelangen sie durch den „Zurück“-Button aber wieder zu den Suchergebnissen. Im Gegensatz zu organischem Traffic bezahlst Du bei Paid Ads für jeden Klick. Ohne conversionoptimierte Landingpages wirst Du viel Geld verschwenden. Wie nur kannst Du Besucher in einem Sekundenbruchteil von Deiner Seite überzeugen? Und benötigst Du überhaupt eine gesonderte Google-Ads-Landingpage? Hier findest Du 5 Tipps für optimale SEA-Landingpages und erfährst, was Du bei der Erstellung beachten musst.

Junge mit Racketen-Flügel springt in die Luft

Was sind SEA-Landingpages?

Eine Landingpage – oder auch Zielseite – ist die erste Seite, die der Nutzer beim Aufrufen Deiner Website sieht. Es ist die Seite, auf der Nutzer „landen“. Eine speziell für Deine SEA-Kampagnen erstellte Landingpage ist eine SEA-Landingpage. SEA-Zielseiten sollten genau auf Deine Anzeigentexte und Keywords abgestimmt sein. Für gewöhnlich wird auch nur bezahlter Traffic – also Nutzer, die auf Anzeigen geklickt haben – auf diese Seiten geleitet.

Sind unterschiedliche Landingpages für SEO und SEA sinnvoll?

Prinzipiell kann ich sagen: Ja, unterschiedliche Landingpages für SEO und SEA sind sinnvoll. Der Nutzer kann bei der gleichen Suchanfrage mit den Landingpages für SEA und SEO auf verschiedene Arten abgeholt werden. Hierbei steht seine Suchintention im Fokus: Was genau möchte der Suchende? Will er sich erstmal nur über das Produkt informieren? Möchte er sich informieren und direkt kaufen? Oder hat er schon genügend Infos gesammelt und möchte in diesem Moment kaufen?

Das heißt aber nicht, dass Du für alle Google Ads eine extra Landingpage bauen musst, sondern vielmehr genau überlegen solltest, wohin Du den User mit welcher Suchanfrage leiten willst. Jede Zielseitenart hat ihren eigenen Schwerpunkt: SEO-Landingpages sind – neben dem transaktionalen Fokus – meist informationslastig, sie beinhalten unter anderem die klassischen W-Fragen oder weiteren Content wie Videos. Nutzer wollen sich in diesem Schritt oftmals umfassend über das Produkt informieren.

Screenshot einer Check24 Landingpage

Auf der Check24 SEO Landingpage für KFZ-Versicherungen gibt es zum Beispiel noch Ratgeberinhalte und W-Fragen. Auf der SEA Landingpage für KFZ Versicherungen sind diese nicht zu finden.

SEA-Landingpages kommen normalerweise direkt auf den Punkt. Sie sind überwiegend transaktional ausgerichtet und eignen sich hervorragend für Suchanfragen, die auf einen Kauf oder ähnliches abzielen (z. B. „XY kaufen“ oder „XY online bestellen“). Nutzer sind hier schon weiter in ihrer Customer Journey und wollen genau in diesem Moment das Produkt kaufen oder eine Anfrage stellen – sie wollen zu einem Abschluss kommen.

Screenshot von Check24 SEA Landingpage

Check24 bietet bei der SEA-Landingpage zu Kfz-Versicherungen sofort die Möglichkeit zum Vergleichen. Unnötige Texte und ablenkende Elemente werden vermieden.

Wann solltest Du eine SEA-Landingpage erstellen?

Ob Du eine Google-Ads-Landingpage erstellen solltest, hängt von mehreren Variablen ab. Diese solltest Du bedenken, wenn Du Google-Ads-Zielseiten planst.

Grundsätzlich hilft es, Dich im ersten Schritt in Deine potenziellen Kunden zu versetzen. Stelle Dir vor, Du suchst nach Deinem eingebuchten Keyword. Welchen Inhalt wünschst Du Dir dann? Welche Fragen möchtest Du beantwortet haben? Und dann prüfe, ob es bereits eine Seite gibt, die diese Fragen vollumfänglich beantwortet.

Dann musst Du überlegen, ob Du unterschiedliche Inhalte sinnvoll aufbauen kannst. Je nachdem wie Deine SEO-Seiten aufgebaut sind, kann es sein, dass eine SEA Zielseite sich kaum unterscheiden würde. Wenn die Seiten zu ähnlich sind, könnte der Aufwand für die Erstellung nicht im Verhältnis stehen. Hier kann es dann sinnvoll sein, SEO-Landingpages für die Kampagnen zu verwenden.

Natürlich ist es auch eine Budget-Frage. Zum einen kostet es Dich etwas, eine SEA-Zielseite aufzusetzen. Wenn Du es selbst umsetzen kannst, kostet es Dich „nur“ Deine Zeit. Wenn Du einen Entwickler dafür beauftragen musst, kostet es Dich bares Geld.

Zum anderen kommt es auch auf die Größe und das Ziel Deiner Kampagne an. Angenommen, Du hast eine große Google Ads-Kampagne mit viel Budget und möchtest Deine Produkte stark bewerben. Dann ergeben gesonderte Landingpages mehr Sinn, als wenn Du weniger Budget zur Verfügung hast und vorrangig Deine Brand bekannter machen möchtest.

Figur steht auf einer Waage mit einer Uhr und einem Euro-Zeichen

Aufwand und potenzieller Umsatz sollten immer im Gleichgewicht stehen.

5 Tipps für eine optimale SEA-Landingpage

Jetzt kannst Du bereits entscheiden, ob Du Google-Ads-Landingpages benötigst. Nun erkläre ich Dir noch, worauf Du bei der Erstellung achten solltest.

#1 Relevante Inhalte – das A und O Deiner Google Ads-Zielseite

Nicht nur für SEO-Seiten gilt „Content is King!“. Auch bei Deiner SEA-Landingpage ist es ratsam, passende Inhalte und Informationen für die Nutzer bereitzustellen. Hier solltest Du vor allem darauf achten, dass ein stimmiges Bild zwischen Keyword, Anzeigentext und SEA-Zielseite entsteht.

Aufbau Deiner SEA-Landingpage

Der ideale Landingpage-Aufbau kann von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Der Aufbau ist dabei abhängig von den Informationen, die Du liefern kannst und den Zielen Deiner Zielgruppe. Ich habe Dir hier eine Vorlage für Landingpages erstellt. Von dieser kannst Du durchaus abweichen und selbst testen, was besser funktioniert. Im Allgemeinen gibt Dir die Struktur aber eine gute Orientierung zum Aufbau einer SEA-Landingpage.

Suchbegriff, Anzeigentext und SEA-Landingpage müssen zusammenpassen

Der Suchbegriff muss sich auf der Landingpage befinden. Google empfiehlt einen Abgleich zwischen Keywords und Landingpage zu machen. Der sprachliche Stil von Anzeige und Zielseite sollten übereinstimmen. Dadurch entsteht ein Wiedererkennungseffekt und der Nutzer fühlt sich wohler auf Deiner Seite.

Um dem Nutzer geeignete Inhalte zu liefern, sollte die Landingpage die Suchintention widerspiegeln. Bei der Suchanfrage „Kfz-Versicherungen vergleichen“ solltest Du zum Beispiel auch ein Vergleich ermöglichen und nicht bloß klassische Fragen zu Kfz-Versicherungen beantworten. Wenn bestimmte Produkte gesucht werden, sollten diese auf der Zielseite auffindbar sein.

Du wirbst in Deinen Anzeigen mit Angeboten oder Versprechen? Wenn Du beispielsweise einen 20-Prozent-Rabatt oder den kostenlosen Download eines E-Books in Deinen Anzeigen nennst, sollten diese Ankündigungen aus den Texten mit den entsprechenden Angaben auf der Zielseite übereinstimmen. Das ist deshalb wichtig, weil die potenziellen Kunden sonst schnell verärgert wieder abspringen. Darüber hinaus lehnt Google auch Anzeigentexte ab, die ein falsches Versprechen suggerieren.

Deine USPs und Vorteile für den Nutzer solltest Du auf Deiner SEA-Landingpage ganz klar hervorheben. Beispiele hierfür sind kurze Liefertermine, Kauf auf Rechnung, langjährige Erfahrung oder eine kostenlose Info-Hotline. Idealerweise betonst Du Deine Alleinstellungsmerkmale zuerst. Der Inhalt Deiner SEA-Landingpage sollte sämtliche Fragen und Zweifel beantworten, die Dein potenzieller Kunde haben könnte.

Screenshot einer Check24 Google Ad

In der Anzeige von Check24 für den Suchbegriff „kfz versicherung vergleich check24“ werden einige Vorteile des Unternehmens genannt.

Nach einem Klick auf die Anzeige gelangt der User zur Zielseite. Die USPs werden auf der Zielseite nochmal aufgegriffen und dargestellt. Auszeichnungen und Kundenrezensionen erhöhen zusätzlich die Glaubwürdigkeit. Neben einer direkten Möglichkeit zum Vergleichen werden auch noch Kontaktmöglichkeiten für Beratungen angeboten.

Screenshot einer Check24 SEA Landingpage mit markierten Vorteilen

Die Vorteile von Check24 sind auf der Landingpage klar erkennbar.

Bringe nur relevante Inhalte auf Deine SEA-Landingpage

Wenn Du vor der Frage stehst „Was sind relevante Inhalte für meine SEA-Zielseite?“, überlege:

  • In welcher Phase des Kaufvorgangs befindet sich der Nutzer?
  • Welche Antworten muss die ideale Zielseite geben?

Je nach Produkt, Branche und Keyword kann es sein, dass Du die ideale Landingpage bereits hast: zum Beispiel eine Produktseite oder Produktkategorie-Seite Deines Shops. Vielleicht weißt Du aber schon, dass Dein Produkt etwas erklärungsbedürftiger ist und Du bräuchtest eher eine Zielseite, die zusätzlich noch mehr informiert. Dann solltest Du dem Nutzer der Seite mehr Inhalte zur Verfügung stellen. Kurze Informationen zum beworbenen Produkt beziehungsweise zu Deiner Dienstleistung genügen meist.

Screenshot einer Factorial HR Landingpage

Factorial liefert zum Beispiel auf der Landingpage kurz und knapp eine Übersicht zu den Produktfunktionen.

Achte außerdem darauf, dass Du eine klare Sprache auf der Zielseite verwendest. Hier haben SEO-Texte und lange Erklärungen nichts verloren. Sie würden den Nutzer nur ablenken und im schlimmsten Fall von seinem und Deinem Zielvorhaben abbringen.

Stelle – wenn möglich – schon auf der Zielseite die nächsten Schritte dar: Wie geht es für den Nutzer nach der Conversion weiter? Angebote, die unverbindlich sind im Sinn von „keine Abofalle“, sollten so auch kommuniziert werden. Dann muss sich der potenzielle Kunde keine Sorgen machen.

#2 Gewinne das Vertrauen Deiner Nutzer mit Offenheit und Ehrlichkeit

Vertrauen, Transparenz und Glaubwürdigkeit sind DIE Voraussetzungen für Conversions. Nutzer kaufen erst, wenn sie bei der Landingpage ein gutes Gefühl haben. Wer kennt das nicht? Sobald mir eine Seite komisch erscheint, habe ich innerhalb von Sekundenbruchteilen beschlossen, in diesem Shop nicht zu kaufen. Selbst kleine Unstimmigkeiten können dazu führen, dass potenzielle Kunden Vertrauen verlieren.

Schaffe ein stimmiges Bild und Transparenz

Das Gesamtbild der Landingpage muss stimmen, um den Nutzer abzuholen. Die Landingpage passt nicht zum gewohnten Layout der Seite und ist in sich nicht stimmig? Dann wird sie den Nutzer im letzten (Bestell-)Schritt auch nicht überzeugen.

Tipp: Überprüfe regelmäßig auch die Zahlen auf der Webseite. Wenn Du zum Beispiel mit 1.000 erfolgreich umgesetzten Projekten wirbst, sollte die Zahl auf allen Seiten gleich sein. Sobald die Zahl gewachsen ist, muss auf allen Seiten angepasst werden. Sonst wirkt es nicht stimmig und verwirrt eher, als zu überzeugen.

Deine Seite sollte tiefergehende Informationen zur Produktverfügbarkeit zur Verfügung stellen. Kommuniziere essenzielle Punkte wie Lieferzeiten, Bestände, Garantien oder Versandkosten bereits bevor der Kunde das Produkt in den Warenkorb legt oder eine Anfrage sendet.

Screenshot der Bestellinformationen von Zalando

Der Nutzer sollte bereits früh alle notwendigen Informationen erhalten. Dadurch sinkt das Risiko eines Absprungs und der Nutzer ist besser gelaunt – schließlich verschwendet er nicht unnötig Zeit.

Stelle die Kontaktdaten des Unternehmens leicht zugänglich und gut sichtbar zur Verfügung. So erhält der Nutzer jederzeit die Möglichkeit, Dich bei Fragen zu kontaktieren. Das erhöht das Vertrauen des Nutzers in die Seite und in das Unternehmen und unterstützt die Glaubwürdigkeit der Landingpage.

Stelle dabei verschiedene Kontaktmöglichkeiten zur Auswahl. Manche Nutzer schreiben lieber eine Mail, manche rufen gerne direkt an. Außerdem solltest Du dem Nutzer die Chance geben, ohne Probleme auf Dein Impressum und Deine AGBs zugreifen zu können. Denn so erzeugst Du Transparenz.

Tipp: Menschen interessieren sich für Menschen. Auf Deiner Webseite sollten, sofern möglich, das Team beziehungsweise die Ansprechpartner zu sehen sein. Der Kunde sieht, wer hinter dem Unternehmen steckt. Nicht empfehlenswert ist es, hier ein erfundenes Team mit Stockfotos oder KI-Bildern darzustellen. Egal wie gut Du das machst: Deine Kunden werden das spüren – und umgekehrt spüren sie auch echte Authentizität im positiven Sinn.

Wenn der Nutzer ein Formular ausfüllen soll, ist es wichtig anzugeben, wofür die Kundendaten verwendet werden. Außerdem solltest Du nur die Daten abfragen, die tatsächlich für eine Kontaktaufnahme benötigt werden. Je mehr Informationen abgefragt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines (Kauf- oder Kontakt-)Abbruchs. Noch dazu ist das ein wichtiges Thema für die DSGVO.

Lass Deine Leistung von anderen bestätigen

Nutze den Social-Proof-Effekt, um Vertrauen zu schaffen. Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit und Akzeptanz. Wir orientieren uns an dem Verhalten anderer Personen.

Deshalb solltest Du auf Deiner Landingpage vertrauenerweckende  Elemente wie Siegel oder Referenzen einbauen. Beides wirkt vertrauensbildend und hat eine absatzsteigernde Wirkung. Siegel sollten sparsam und bewusst eingesetzt werden. Nutze lieber nur ein paar bekannte und seriöse Auszeichnungen, anstatt die ganze Seite zu überladen.

Bei Referenzen ist es ähnlich. Im B2B gilt: Je bekannter ein Referenzunternehmen ist, desto besser: Da User bekannten Marken vertrauen, färbt dieses Vertrauen dann auch auf Dein Unternehmen ab. Je ähnlicher das Referenzunternehmen dem Unternehmen des potenziellen Kunden ist, desto eher vertraut der Kunde darauf, dass Du die nötige Expertise hast. Wenn Deine Freunde (= bekannte Marken) Dir zum Beispiel ein Produkt empfehlen (= Referenz), stehst Du diesem automatisch positiver gegenüber, als wenn wildfremde Leute Dich für ein Produkt begeistern wollen.

Tipp: Referenzen und Kundenbewertungen schaffen nicht nur Vertrauen auf Deiner Landingpage. Du kannst auch herausfinden, was Deinen Kunden wichtig ist. Dadurch kannst Du Deine Texte in Anzeigen und auf der Webseite optimieren.

Am besten wäre es, wenn Du ein Statement eines Referenzunternehmens bekommst, dass Du auf Deiner Seite nennen darfst.

Die Einbindung von Kundenstatements ist sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen äußerst wertvoll – vorausgesetzt, diese Bewertungen sind positiv und authentisch.

Screenshot der Carwow Rezensionen

Carwow nutzt zum Beispiel Kundenstatements sowie große Brands, in denen bereits darüber berichtet wurde.

#3 Optimiere die Usability – CTAs, Ladezeit, Pop-Ups & Co.

Bei der Kampagnenplanung solltest Du festlegen, an welchen KPIs Du die Zielerreichung messen möchtest. Sehr oft wird das Ziel Deiner SEA-Kampagnen der erfolgreiche Abschluss sein. Das kann zum Beispiel der Kauf eines Produktes, die Anmeldung für einen Newsletter, das Abschicken eines Kontaktformulars oder der Download eines E-Books sein.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Seite sinnvoll und klar strukturiert sowie übersichtlich gestaltet sein, damit der Nutzer wichtige Informationen problemlos findet. Er sollte ohne großen Aufwand das finden und tun können, was der Grund für seine Google-Suche war. Du musst es ihm also so einfach wie möglich machen, zum Ziel zu gelangen.

Jeder Button sollte auf Dein Landingpage-Ziel hinarbeiten

Füge auf der Seite gut sichtbare Call-to-Actions mit konkreten (verkaufsfördernden bzw. abschlussfördernden) Handlungsaufforderungen ein. Diese sollten aussagekräftig sein und den Nutzer an der Hand nehmen. Die CTA können beispielsweise „Hier XY bestellen“ oder „Jetzt Kontaktanfrage stellen“ lauten. Außerdem sollten sie visuell hervorgehoben werden, zum Beispiel mit Kontrastfarben. Optimal wäre es, wenn der erste CTA bereits „above the fold“ eingefügt wird.

Screenshot Depot Produktseite

Ein vorbildlicher CTA von Depot – der Nutzer muss nicht scrollen und hat den Button durch die Farbe sofort registriert. Außerdem ist er sprechend und der User weiß, was nach dem Klick passiert. Das Produkt wird in den Warenkorb gelegt.

Vermeide Ablenkung durch Pop-ups!

Auf der Zielseite solltest Du keine Pop-ups oder andere Funktionen einfügen, welche die Navigation auf der Seite stören. Es wäre sehr ärgerlich, wenn der Nutzer kurz vor dem Klick auf den „Bestellen“-Button durch ein Pop-Up davon abgehalten würde. Pop-Ups können als so störend empfunden werden, dass der User die Website sofort wieder verlässt. Außerdem kann es sein, dass Google Deine SEA-Anzeige aufgrund des Pop-Ups ablehnt.

Du solltest auch darauf achten, dass relevante Inhalte above-the-fold stehen. Nutzer sollten nicht oder nur sehr wenig scrollen müssen, um das Gesuchte schnell zu finden.

Screenshot einer Verivox SEA Landingpage

Verivox hat hier alles richtig gemacht: Der Nutzer weiß sofort, worum es auf der Seite geht. Er bekommt kurze Informationen zum Produkt und ihm werden die Vorteile aufgezeigt. Außerdem ist der CTA ansprechend gestaltet und der Nutzer erfährt genau, was auf ihn zukommt, wenn er darauf klickt. Bei Fragen wird die Telefonnummer für eine kostenlose Expertenbefragung groß eingeblendet.

Achte auf Mobile-First-Optimierungen

In Zeiten des Mobile-First-Indexes sollte Deine Seite für Mobilgeräte optimiert sein – vor allem, wenn Du viele mobile Nutzer hast. Der Anteil an mobilen Websitebesuchern liegt im B2C-Bereich inzwischen bei deutlich über 60 %. Zur Einschätzung der mobilen Optimierung Deiner Website stellt Dir Google gleich zwei Tools zur Verfügung: den Test auf Optimierung für Mobilgeräte der Search Console sowie den PageSpeed Insights Test. Diese Tools ersetzen keine tiefe SEO-Analyse, geben Dir jedoch sehr einfach erste Tipps zur mobilen Optimierung mit.

Empfehlungen von PageSpeed Insights

Bei PageSpeed Insights werden Dir viele Empfehlungen für die Optimierung geliefert.

Außerdem muss die Seite eine kurze und optimierte Ladezeit haben. Wenn Du hohe Ladezeiten von über drei Sekunden hast, kann das ein echter Conversion-Killer sein. Internetnutzer sind schnelle Seiten gewöhnt. Wenn beispielsweise Deine Produktbilder zu langsam laden, fackeln viele Nutzer nicht lange und verlassen die Seite wieder. Deine Ladezeit kannst Du beispielsweise direkt über das Google Lighthouse Tool testen.

#4 Gib Deiner SEA Landingpage den letzten Technik-Schliff!

Auch technisch muss Deine Seite einwandfrei funktionieren. Es nützt Dir nichts, eine perfekte Zielseite zu erstellen, die dann Deine Conversions nicht registriert oder nicht korrekt verlinkt ist.

Tracke das Verhalten Deiner Landingpage-Besucher

Das Conversion-Tracking muss korrekt eingerichtet sein und funktionieren, sonst können Erfolge schlecht bis gar nicht gemessen werden. Dann weißt Du nicht, wie effektiv Deine SEA-Kampagne ist und zu wie vielen Conversions sie geführt hat. Abgesehen davon benötigt der Google-Algorithmus ebenfalls Conversion-Daten, um die Ausspielung zu optimieren. Hier findest Du eine Anleitung zum Einrichten des Conversion-Trackings für Google und für Bing.

Screenshot des Google Tag Assistant Plugin

Über den Google Tag Assistant kannst Du die korrekte Implementation des Google Tags prüfen.

Setz Deine Google-Ads-Landingpage auf „noindex“

Wenn Du eine separate SEA-Zielseite erstellt hast, dann solltest Du diese Seite mit einem „noindex“-Tag versehen und intern nicht verlinken. Die SEA-Seite hat KEINE SEO-Relevanz und soll auch nicht in den organischen Suchergebnissen auftauchen. Denn oftmals beinhaltet sie sehr ähnliche Themen wie die „normale“ organische Seite. Durch das „noindex-Tag“ tritt sie dann trotz Duplicate Content nicht in Konkurrenz zur SEO-Seite. Anders ist es natürlich, wenn der Bedarf nach einer SEA-Landingpage auch SEO-Keywords abdecken würde, die so bis jetzt noch nicht im Fokus Deiner Seite stehen. Dann kann es auch sinnvoll sein, diese Seite als reguläre normale weitere Landingpage innerhalb Deiner Menüstruktur zu verlinken.

Wenn die Zielseite auf die Generierung von Conversions optimiert ist, ist sie meistens sehr reduziert und beinhaltet keine oder wenig informative Texte, Videos oder weiterführenden Content. Dadurch würde sie bei einer Indexierung Gefahr laufen, dass sie Thin Content beherbergt, also für organische Besucher zu wenig relevante Inhalte hat und keinen Mehrwert bietet.

#5 Prüfe den Erfolg Deiner Landingpages

Neben der einwandfreien Technik solltest Du Deine Landingpage und ihre Erfolge regelmäßig kontrollieren. Wenn Deine Kampagne schon eine Weile läuft, kannst Du direkt im Ads-Konto überprüfen, wie die Zielseite bei den Nutzern ankommt.

Analysiere die Performance Deiner SEA-Landingpage

Dafür kannst Du die vorhandenen Daten aus dem Konto nutzen und analysieren. Hier empfehle ich Dir vor allem einen näheren Blick auf die Conversion Rate zu werfen. Sie gibt an, wie oft Interaktionen mit der Anzeige durchschnittlich zu einer Conversion geführt haben. Idealerweise achtest Du auch auf die unterschiedliche Entwicklung je nach Keyword.

Tipp: Wenn Du erstmal testen willst, ob Deine SEA-Landingpage besser funktioniert als die SEO-Seite, dann kannst Du einen A/B-Test im Google-Ads-Konto anlegen. Dabei kannst Du die Performance von den beiden Seiten direkt vergleichen.

Neben der Conversion Rate solltest Du auch die Kosten pro Conversion und die Kosten-Umsatz-Relation im Blick behalten. Denn eine optimierte Seite kann die Klickpreise senken und den Warenkorbwert erhöhen. Diese Entwicklung könntest Du nicht an der Conversion Rate sehen.

Du kannst auch Analytics-Werte anzeigen lassen und beobachten, wie sich das gesamte Nutzerverhalten ändert. Selbst wenn die Nutzer nicht verstärkt konvertieren, kann es sein, dass sie intensiver mit Deiner Webseite interagieren.

Screenshot Google Ads Account mit Auswahlmöglichkeiten von Google Analytics KPI's

Wenn Du in Deinem Kampagnenbericht auf „Spalten anpassen“ gehst, kannst Du Google-Analytics-Werte anzeigen lassen (sofern Google Analytics mit dem Ads-Konto verknüpft ist).

Optimiere den Qualitätsfaktor Deiner Keywords

Du solltest bei Deinen Landingpage-Optimierungen auch den Qualitätsfaktor beobachten. Aus unserer Sicht ist der Qualitätsfaktor nach wie vor ein guter Hinweis darauf, wie Google die Qualität einstuft. Es gibt aber durchaus auch Kampagnen, in denen aus unterschiedlichen Gründen der Qualitätsfaktor nicht sehr gut ist, und die Kampagne trotzdem performt. Google gibt den Qualitätsfaktor auf Keyword-Basis an. Er ist ein Indikator dafür, wie relevant Google die Anzeige und die Zielseite für den Nutzer einstuft. Er basiert auf den bisherigen Anzeigenauktionen und wird als Wert zwischen 1 (gar nicht relevant) und 10 (sehr relevant) angezeigt. Der Qualitätsfaktor lässt sich noch in drei Unterfaktoren aufsplitten:

  • Voraussichtliche Klickrate:Prognose, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Keyword zu einem Klick auf die Anzeige führt.
  • Anzeigenrelevanz:Sie gibt an, wie gut Keyword, Anzeige und Landingpage zusammenpassen.
  • Nutzererfahrung mit der Zielseite:Schätzung, wie relevant und nützlich die Landingpage für den Nutzer ist, der auf die Anzeige geklickt hat.

Den Qualitätsfaktor findest Du in der Keyword-Ansicht in Deinem Google-Ads-Konto. Dort kannst Du die Spalten anpassen und die Werte für den Qualitätsfaktor auswählen. Wenn Du die Veränderung des Qualitätsfaktors sehen willst, musst Du die Werte mit „(Verlauf)“ anklicken und verschiedene Zeiträume vergleichen.

Screenshot der Qualitätsfaktor Spalten Auswahl

Durch Klick kannst Du die Spalten für den Qualitätsfaktor auswählen und hinzufügen.

Du solltest jedoch nicht den Fehler machen und vom Qualitätsfaktor Deines Keywords auf den Anzeigenrang bei einer entsprechenden Auktion schließen. Der Anzeigenrang wird NICHT allein vom Qualitätsfaktor bestimmt. Beide Werte beinhalten zwar teilweise dieselben Daten, wie zum Beispiel die Nutzererfahrung mit der Zielseite. Trotzdem werden für den Anzeigenrang noch deutlich mehr Echtzeitdaten wie die Art des Suchbegriffes oder Spracheinstellungen berücksichtigt.

Der Qualitätsfaktor ist eine Schätzung. Er wird durch die bisherige Leistung des jeweiligen Keywords ermittelt. Im Allgemeinen kann man jedoch eine Abhängigkeit zwischen relevanten Anzeigen und dem Qualitätsfaktor erkennen: Anzeigen für Keywords mit einem hohen Qualitätsfaktor sind in der Regel relevanter für Nutzer und sind oft an einer höheren Position platziert.

Screenshot der Qualitätsfaktor Übersicht

Der Qualitätsfaktor wird immer den Keywords zugeordnet. Wenn kein Faktor angezeigt wird, dann konnte Google noch nicht genügend Daten sammeln, um einen Wert zu definieren.

Brauchst Du Hilfe? Suchst Du eine gute Online-Marketing-Agentur? Wir sind für Dich da! Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.
+43 5356 20719 10 info@seokratie.at Oder kontaktiere uns über das Formular: Jetzt kontaktieren

Optimiere nicht nur Deine SEA-Kampagnen, sondern auch Deine Landingpages

Ob Du SEA-Landingpages selbst erstellen kannst oder möchtest, ist individuell von den oben genannten Faktoren abhängig. In jedem Fall solltest Du Dich mit der Optimierung Deiner Google-Ads-Landingpages beschäftigen, wenn

  • Du die Conversion-Rate erhöhen möchtest,
  • der Qualitätsfaktor relevanter Keywords schlecht bewertet wird oder
  • die Absprungrate hoch ist.

Vor allem, wenn der Qualitätsfaktor Deiner Keywords bei Google Ads unter dem Durchschnitt (kleiner als 5) ist, solltest Du sofort gegensteuern. Dann empfehle ich Dir in einem ersten Schritt, Deine Anzeigen zu optimieren, damit sie bestmöglich zum Keyword und zum Themengebiet passen. Idealerweise bindest Du nicht nur Keywords, sondern auch USPs ein. In unserem Blogpost zur Anzeigentextoptimierung mit USPs findest Du viele Tipps dazu.

Wenn die Nutzererfahrung mit Deiner Landingpage unterdurchschnittlich ist, solltest Du die Zielseite weiter optimieren. Unter unseren Blogbeiträgen zu Usability findest Du viele Ideen zur Optimierung.

Wie ist Deine Meinung dazu? Hast Du unterschiedliche Zielseiten für SEO und SEA? Oder kommen die Besucher über beide Wege auf die gleiche Seite?

Wenn Du Hilfe bei der Optimierung Deiner SEA-Kampagnen oder Landingpages benötigst, kannst Du uns jederzeit über unser Kontaktformular erreichen. Wir freuen uns auf Deine Anfrage!

Bildnachweis: Titelbild: © gettyimages/RichVintage; Bild 1-2: Seokratie GmbH Screenshot von check24.de; Bild 3: fotomek / stock.adobe.com; Bild 4: Seokratie GmbH Screenshot von Google; Bild 5: Seokratie GmbH Screenshot von check24.de; Bild 6: Seokratie GmbH Screenshot von factorialhr.de; Bild 7: Seokratie GmbH Screenshot von seokratie.at; Bild 8: Seokratie GmbH Screenshot von zalando.de; Bild 9: Seokratie GmbH Screenshot von carwow.de; Bild 10: Seokratie GmbH Screenshot von depot-online.de; Bild 11: Seokratie GmbH Screenshot von verivox.de; Bild 12: Seokratie GmbH Screenshot von pagespeed.web.dev; Bild 13: Seokratie GmbH Screenshot von Google Tag Assistant; Bild 14-16: Seokratie GmbH Screenshot von Google Ads Interface

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