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Drei Goldene Regeln zum Geld verdienen mit Affiliate Seiten

Julian DzikiSEO-Experte | Seokratie München

Eine Seite X hat die Besucherzahl Y und das Thema Z – wie macht man damit am besten Geld? Ich versuche mal einige Do’s and Dont’s aufzulisten. Ganz im Gegensatz zu dem Bild im Blogpost hat es bei mir leider nur für drei Regeln gereicht…
Goldene Regeln

Oberste Regel: Relevanz!

Wenn ihr eine Seite über Grafikkarten habt, dann bindet Werbemittel zum Thema „Grafikkarten“ ein, nicht zum Thema „Computer“! Nichts ist schlimmer, als unrelevante Werbung zu zeigen. Hier fällt auf (leider) schon ein Großteil von Merchants weg, die es einfach nicht fertig bekommen, passende Werbemittel für ihre Webseiten bereitzustellen. Kleiner Tipp: Wenn es sich lohnt, dann baut einfach eigene Werbemittel – natürlich in Absprache mit dem Merchant. Oft bauen sie auch für euch eigene Banner, sofern ihr nachfragt.

Seht euch einfach die momentan erfolgreichsten Firmen im Netz an: Google arbeitet mit Relevanz (Adsense, Adwords, normale Suchergebnisse). Ohne Relevanz wäre Google nichts! Andere Erfolgsbeispiele sind die Wikipedia (relevante Artikel), Gutefrage (relevante Fragen), das Amazon Partnerprogramm (relevante Werbemittel) und viele mehr. Je relevanter eure Anzeigen sind, desto mehr werdet ihr verdienen. Auf einer Unterseite zum Thema „High End Grafikkarten“ sollten daher im Idealfall auch nur Werbemittel für „High End Grafikkarten“ stehen. Relevant genug gibt es eigentlich nie – man kann immer mehr Relevanz herausholen.

Zweite Regel: Der richtige Merchant

Die Auswahl des richtigen Merchants ist ein hochkomplexes Thema. Fragen, die ich mir regelmäßig stelle, sind etwa:

  • Wie hoch ist die Conversionrate des Merchants (in etwa)
  • Ist der Merchant bekannt und genießt einen hohen Trust bei den Nutzern?
  • Welche Art von Tracking bietet der Merchant an (Cookie-Tracking, Session-Tracking, Cookieless-Tracking)?
  • Wie lange ist die durchschnittliche Conversionzeit? Vor allem wichtig ist das in Zusammenhang mit der Frage ob Cookies eingesetzt werden.
  • Wie groß ist der durchschnittliche Warenkorb?
  • Welchen Merchant binden die Top-SEO-Affiliates ein? Haben diese Premiumkonditionen?
  • Wie vertrauenswürdig ist der Merchant gegenüber Affiliates?
  • Gibt es ein direktes Partnerprogramm ohne Netzwerk?
  • Werden Sales vernünftig getrackt? Testbestellungen machen!
  • Bei welchen Netzwerken ist der Merchant angemeldet?
  • Welche Werbemittel stellt der Merchant zur Verfügung? Welche davon sind konversionstark?
  • Merkt man, dass dem Merchant Affiliate-Marketing wichtig ist oder ist es nur ein Kanal, der 2001 aufgemacht wurde und immer noch die gleichen Werbemittel hat?
  • Wie schnell antwortet der Merchant bei Fragen?
  • Wie dynamisch reagiert der Merchant in Hinblick auf Vorschläge und neue Ideen?
  • Wie viele Sales werden storniert, wann werden sie storniert und ist die Storno-Rate realistisch?

Das sind nur einige Fragen und dadurch sieben sich die meisten Merchants selbst aus.

Dritte Regel: Conversionorientierte Webseiten bauen

Auf eurer Seite müssen die Leute zum Klicken auf Werbmittel animiert werden. Das funktioniert nicht durch Einbindung eines Banners in eure Webseite! Bietet einen Überblick über verschiedene Angebote und streicht hiervon die Besten heraus. Ihr braucht das Vertrauen des Users. Im Idealfall klickt er auf das Werbemittel und tätigt danach sofort den „Kaufen“ Button, weil er auf eurer Seite schon alles Wissenswerte erfahren hat. Er muss bereits eine Kaufabsicht haben, je konkreter desto besser. Bewerbt daher nicht Grafikkarten allgemein, sondern einzelne Produkte! Ich will mir auch kein „Auto“ kaufen, sondern einen „Jaguar“, „BMW“ oder „Fiat“.  Wenn mir dann irgendwer erzählt, wie ein Auto funktioniert, dann interessiert mich das nicht! Ich will wissen ob der Jaguar X besser ist als der Jaguar Y und wie diese beiden im Vergleich zu einem BMW X stehen und insgesamt ob sie denn einen Kauf wert sind.

Statistiken sind dafür super. Haltet das Ganze dabei so einfach wie möglich. Niemand liest ganze Romane, sondern die Leute wollen kurz und knapp informiert werden. Benutzt Balken, Sternchen, Prozentpunkte als Wertungen – oder schlichtweg bunte Farben.

Amazon Partnernet:

  • Hohe Conversionrate
  • Hoher Trust bei den Benutzern
  • Session-Tracking: Kein Streuverlust durch Postview
  • Niedrige Stornoraten
  • Tolle Werbemittel
  • Affiliate Support für Standard-Affiliates nicht berauschend
  • SEM-Tracking funktioniert nur eingeschränkt
  • Lässt einen bei rechtlichen Problemen im Stich

Schon habe ich einen besseren Überblick, ob ich das Produkt haben will bzw. mich als Affiliate dort anmelde. Der User klickt nun entweder auf das Werbemittel oder (wenn ihm der Test / die Zusammenfassung) gefallen hat, klickt auf eurer Webseite einen anderen Artikel an. Wichtig ist, dass er im Idealfall eure Seite erst verlassen sollte, wenn er die Kreditkarte gezückt hat oder definitiv die Conversion ausführen will. Daher ist es auch unnötig, dem User etwas vorzugaukeln: Ihr braucht Vertrauen und das bekommt ihr nicht, wenn ihr euch wie ein Gebrauchtwagenhändler aufführt. Bietet dem User das beste Angebot und er wird es kaufen!

Bild: © fotofrank – Fotolia.com

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