SEO & SEA Guide

Visit-in-Person Query einfach erklärt

Julia NeumannContent-Marketing-Expertin

Eine Visit-in-Person Query ist eine Suchanfrage, bei der Nutzer:innen nach einem Ort suchen, an den sie persönlich gehen können. Das Ziel solcher standortbezogenen Suchen können zum Beispiel Geldautomaten, Supermärkte oder Restaurants sein.

Was ist eine Visit-in-Person Query?

Wenn User:innen bei Google einen Suchbegriff eingeben, dann verfolgen sie damit eine bestimmte Absicht. Beispielsweise möchten sie sich über ein Thema informieren oder ein Produkt kaufen. Diese sogenannte Suchintention unterteilt Google in seinen Search Quality Rater Guidelines in vier Kategorien.

Die Visit-in-Person Query ist eine dieser Kategorien, neben der Know Query, der Do Query und der Website Query. Bei einer Visit-in-Person Query ist die Suche stark standortbezogen – die User:innen möchten physische Orte, zum Beispiel ein nahegelegenes Café oder die nächste Tankstelle, finden und „offline“ besuchen.

So sehen die Suchergebnisse für eine Visit-in-Person Query aus

Google nutzt bei diesen standortbezogenen Suchanfragen häufig Google Maps-Integrationen in den Suchergebnissen. Nehmen wir an, wir sind in Berlin und suchen ein nahegelegenes Restaurant. Bei Google geben wir ein: „Wo sind Restaurants in der Nähe“. So sehen die ersten Ergebnisse aus:

Screenshot von Suchergebnissen bei Google-Suche nach Restaurants in der Nähe

Erste Google-Ergebnisse bei der Suche nach „Restaurants in der Nähe“.

Wir sehen: Google zeigt schnell eine Google Maps-Karte mit Restaurants in unserer Nähe. Darunter befindet sich das sogenannte Local Pack, das die drei relevantesten lokalen Ergebnisse inklusive Bewertungen und Kontaktinformationen anzeigt.

Darauf folgen vor allem Bewertungsportale und Ähnliches. Je nach Suchbegriff können auch die Websites einzelner Betriebe auftauchen. Aus diesen Gründen stehen Visit-in-Person Queries im engen Zusammenhang mit Local SEO.

Wichtig: Selbst wenn Nutzer:innen nicht direkt nach Ergebnissen in der Nähe oder einem konkreten Standort suchen, kann Google der Suchanfrage eine Visit-in-Person-Suchintention zuordnen. Wenn wir in unserem Beispiel nur nach „Restaurant“ suchen, dann sieht das Resultat ganz ähnlich aus. Google nimmt an, dass wir essen gehen wollen und nicht, dass wir die Definition von Restaurant erfahren möchten.

Visit-in-Person Query: Immer eindeutig?

Doch wie so oft gibt es einen Haken: Bei manchen Suchanfragen ist die Suchintention nicht klar abzugrenzen. Es gibt Beispiele, die in beide Richtungen gehen – sowohl Visit-in-Person als auch Non-Visit-in-Person.

Suchen Nutzer:innen beispielsweise nach Marken mit Online- und Offline-Präsenz, wie „H&M“ oder „IKEA“, können zwei Absichten dahinter stecken: Ich möchte die Website besuchen und online shoppen oder ich möchte eine Filiale in der Nähe finden. Das zeigt sich auch in den Suchergebnissen. Auf Nummer 1 rankt die IKEA-Website, direkt gefolgt von der Google Maps-Karte:

Screenshot von Suchergebnissen bei Google-Suche nach IKEA

Erste Google-Ergebnisse bei der Suche nach „IKEA“.

Außerdem kann eine Visit-in-Person Query vom Standort der Suchenden abhängen. Ein Beispiel ist der Begriff „Papaya“. In den meisten Regionen steckt dahinter die Absicht, sich über die Frucht zu informieren. In manchen Städten könnten User:innen allerdings auch nach gleichnamigen Restaurants suchen.

Der Tipp von Google: Nutze den gesunden Menschenverstand, um abzuschätzen, ob eine Visit-in-Person Suchintention vorliegt oder nicht. Das gilt vor allem bei Multiple User Intents, bei denen mehrere Absichten hinter der Suchanfrage stecken können.

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