Fachlich kompetent
Äußerst flexibel
Absolut zuverlässig
SEO

Linkkauf ist kein Linkbuilding

Julian DzikiSEO-Experte | Seokratie München

Es ist schon seltsam: Seit geraumer Zeit liefert Google an so ziemlich jeden, der Links kauft, die „Warnung über unnatürliche Links“ aus und straft solche Seiten mit manuellen Maßnahmen ab. Trotzdem werden immer noch Links gekauft, sogar mehr als jemals zuvor. Wieso? Heute haue ich einmal auf den Tisch und bitte Euch, einmal über Eure Arbeit und Branche nachzudenken. Bitte seid mir nicht böse, ich will nur einmal meinen Standpunkt erklären.

Wie sieht Eure Zukunft als SEOs aus?

Wie sieht Eure Zukunft als SEOs aus? Foto: alphaspirit / Shutterstock.com

Linkkauf von Agenturen – Wie läuft so etwas ab?

Bekommt eine durchschnittliche SEO Agentur einen neuen Kunden, dann wird „Linkbuilding“ betrieben. Das bedeutet in der Regel, dass die Agentur aus ihren Listen passende Webseiten heraussucht, auf denen man Links kaufen kann und diese Links dann bucht. Die Listen werden von Linkbrokern zur Verfügung gestellt, jeder kennt sie. Ich habe erst letzte Woche unaufgefordert eine Liste mit über 800 Domains bekommen, darunter 50 Tageszeitungen – inklusive Preisen.  Auf die Preise wird dann die eigene Marge aufgeschlagen und das Ganze dann an den Kunden weiterverkauft. So sieht der Großteil des „Linkbuildings“ in Deutschland aus. Traurig, aber wahr.

Einige Agenturen kontaktieren Webmaster auch einmal direkt und buchen dann die Links dort. Der Grund: Sie wollen Links von „natürlichen“ Webseiten, die bisher keine Links verkauft haben. Das Problem: Sobald ein Webmaster bemerkt, dass er mit Linkverkauf Geld machen kann, wird er das auch machen. Die supernatürliche, tolle Hobbyseite wird dann, besucht man die Seite drei Monate wieder, manchmal zu einer wahren Linkschleuder.

So sieht sie aus, die Meldung über unnatürliche Links (Bild von den Internetkapitänen)

Furcht eines jeden SEOs: Meldung über unnatürliche Links (Bild von den Internetkapitänen)

Diagnose

Was ist Linkbuilding?

Ich finde dass Linkkauf kein Linkbuilding ist. Davon kann jeder halten, was er will, aber das ist meine Meinung. Hier eimal die Antwort von Google:

„Die beste Methode, Webmaster anderer Websites dazu zu bewegen, über hochqualitative Links auf Ihre Website zu verweisen, sind individuelle und relevante Inhalte, die sich ohne Manipulation großer Beliebtheit bei der Internet-Community erfreuen. Das Erstellen guter Inhalte zahlt sich aus: Links sind meist redaktionelle Bewertungen, die freiwillig abgegeben werden, und je nützlicher Ihre Inhalte sind, desto höher sind die Chancen, dass jemand anderes diese Inhalte als wertvoll für seine Leser erachtet und auf Ihre Seite verlinkt.“  Quelle

Und wisst Ihr was? So arbeiten wir bei Seokratie. Das soll kein Werbeposting sein, aber wir als Agentur kaufen keine Links. Warum?

Warum man keine Links kaufen sollte

  • Die Algorithmen von Google werden immer bessser. Google hat erst damit begonnen, reinen Tisch zu machen, es wird nicht leichter, sondern in Zukunft noch (!) schwerer
  • Links, die man gekauft hat, sind in Zukunft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wertlos, das Geld ist dann aber weg!
  • Manuelle Spam-Maßnahmen wurden bisher meistens nur einmal verhängt. Was aber ist mit jemandem, der zwei oder gar drei Mal in Ungnade fällt? Reicht es Google irgendwann und man kommt nicht mehr aus der manuellen Maßnahme heraus?
  • Und der wichtigste Grund: Es geht auch ohne!

Ohne Linkkauf Linkbuilding betreiben

Wie bereits erwähnt, kaufen wir keine Links. Schon immer haben wir Linktausch betrieben und machen das im Einzelfall auch heute noch. Aber der Großteil unseres Linkbuildings besteht darin, Links von echten Webseiten zu bekommen, die keine Links tauschen oder verkaufen. Wie bekommt man Links von Webseiten, die eigentlich keine Links hergeben?

Bockschwer aber saugut!

Ich traue mich gar nicht zu schreiben, wie viele Links unser Team von mittlerweile 18 Leuten pro Monat holt. Es sind sehr wenige. Monat für Monat haben wir zudem Probleme, diese wenigen Links auch wirklich aufzutreiben und haben bereits mehrfach Linkzahlen drastisch gekürzt. Warum? Wir holen Links von echten Webmastern. Das bedeutet:

  • Seiten, die Links verkaufen oder tauschen sind raus
  • Seiten, die nicht mit Liebe erstellt wurden, sind ebenfalls raus
  • „Linktauschprojekte“ sowieso

Als Konsequenz bleiben wirklich nur gute Seiten über, von Webmastern denen ihre Projekte wichtig sind und die deshalb keine Links verkaufen. Meistens nicht unbedingt wegen Google, sondern vor allem wegen der Leser.

Auf Sichtbarkeitsindizes oder Domainpopularität schauen wir überhaupt nicht mehr. Auch Google kümmert sich auch nicht mehr darum, aber das scheint überhaupt niemand mitzubekommen. Warum auch? Je mehr Sichtbarkeit / Domainpop, desto teurer der Link. Keep it simple, das lässt sich besser verkaufen. Als wir unser Linkbuilding umgestellt hatten, hatte ich Angst, dass unsere Kunden wegen der (fehlenden) Masse an Links und der fehlenden Power in Sachen Domainpopularität und Sichtbarkeit Probleme bekommen würden. Es stellte sich heraus, dass die wenigen, schwachen (aber vertrauenswürdigen) Links nicht nur genauso gut, sondern viel besser wirkten. Wer schon einmal etwas vom Trustrank gehört hat, der weiß warum.

Manpower statt Broker

Würde ich Links kaufen, bräuchte ich statt 18 Mitarbeitern nur einen oder zwei. Kein Büro, kein Trara wegen der Urlaubsplanung, keine Rechner, Lizenzen, Mitarbeitergespräche, Stress wo die Weihnachtsfeier stattfindet, Mitarbeitermotivation, Bewerbungsgespräche und so weiter. Ich liebe unser Team, daher macht mir das nichts aus. Aber es wäre schon viel einfacher und entspannter, wenn ich einmal im Monat für jeden Kunden meine Linkkauf-Liste nur kurz durchgehen müsste und dann ein paar Links kaufen würde. Warum bin ich so blöd und mache es nicht?

Weil es das Richtige ist

Unsere Kunden bezahlen uns jeden Monat viel Geld und ich möchte, dass sie davon auch dauerhaft etwas haben. Das Internet wird es auch in zwanzig Jahren noch geben. Vielleicht sind dann die Algorithmen anders, aber wer auf natürliches Linkbuilding setzt, der ist auf jeden Fall ganz vorne auf der Welle dabei und geht nicht unter!

Die Konsequenzen

Wir bauen wirklich wenige Links für unsere Kunden auf. Aber diese Links wirken mehr als die zehn- oder zwanzigfache Menge an gekauften Links! Warum? Google vertraut unseren Linkgebern, weil es sich um echte Webmaster handelt. Aber es gibt noch viel mehr Konsequenzen, die daraus entstehen, wenn man echte Webmaster anschreibt.

  1. Wenn Ihr ein schlechtes Projekt ohne Mehrwert habt, dann werdet Ihr keinen Erfolg mit Linkbuilding haben. Die Webmaster werden sich nämlich weigern, Eure Seite zu verlinken. Dann kann man aufgeben oder man erstellt endlich mal gute Inhalte. Mit der Qualität der Links muss also auch die Qualität des Contents einhergehen, sonst funktioniert es nicht. Die Folge: Der gute Content auf Eurer Webseite hat auch direkte Rankingauswirkungen. Der Panda wirkt auch andersherum!
  2. Die Artikel, in denen die Links dann erscheinen, sind durchweg besser als bei einem seelenlosen, gekauften Link.
  3. Social Signals? Kümmern uns nicht wirklich. Denn so ziemlich jeder Beitrag, in dem ein Link zu unserem Kunden erscheint, wird auch geshared oder getwittert. Und zwar von den linkgebenden Webmastern, die ja auch keinen Grund haben, das nicht zu tun! Sie müssen den Artikel ja nicht rückdatieren oder verstecken, nur damit der gekaufte Link nicht entdeckt wird.
  4. Die Konkurrenz kann Euer Linkprofil nicht kopieren, indem sie einfach Eure Links nachkauft – denn das geht ja gar nicht!
  5. Eure Linkbuilder werden jammern. Es wird schwer und oft scheitern sie. Aber am Ende des Tages gehen sie aus dem Büro und wissen, dass sie etwas Sinnvolles gemacht und echte Kooperationen aufgebaut haben. Wie Wil Reynolds gesagt hat: Man sollte seinen Eltern erzählen, was man als SEO so tut und sich nicht dafür schämen müssen.
  6. Die Arbeit Eurer Linkbuilder ist keine Fließbandarbeit mehr („Schick mir den Text, ich bau den Link ein…), sondern man hat jeden Tag neue, spannende Stories zu erzählen!
  7. Ihr habt einen ruhigeren Schlaf. Eine Meldung über gekaufte Links würde uns schon sehr wundern. Und die könnten wir damit beantworten, dass wir keine Links kaufen. So einfach ist das.

Alles andere ist Perversion

Ich finde es wirklich erstaunlich, mit welchen Mitteln mittlerweile „natürliches“ Linkbuilding vorangetrieben wird. Infografiken waren ursprünglich dazu da, Links von echten Webmastern zu bekommen. Mittlerweile gibt es Services, die Links für Infografiken verkaufen. Also werden Webmaster gekauft, um dann Infografiken auf ihrer Webseite einzubauen. Ist das nicht reine Perversion?

Das Gleiche passiert mit Gastartikeln: Eigentlich sind sie eine tolle Sache, aber in den USA werden mittlerweile einfach Gastartikel gekauft, anstatt Links zu kaufen. Der Unterschied zum normalen Linkkauf? Es steht ein anderer Autor darunter, ansonsten ist weder die Methode anders, noch die Qualität der Beiträge. Deswegen straft Google mittlerweile auch solche Methoden ab. Die eigentlich guten Linkbuilding Ideen werden von anderen übernommen und pervertiert.

Willst Du fit in Online Marketing werden?

Mit unserem Newsletter bekommst Du automatisch die neuesten Seokratie-Beiträge direkt in Dein Postfach!

Jetzt abonnieren

 Quo vadis, SEO?

Normale Webmaster hassen SEOs. Das ist nun einmal so. Immer wieder bekommen das meine Mitarbeiter zu spüren, wenn sie normale Webmaster anschreiben. Da heißt es pauschal „Wir wollen nichts mit SEO zu tun haben“, weil sie SEOkratie in der E-Mail Signatur sehen. Warum? Weil sie tagtäglich die gleichen Mails bekommen, welche in etwa so lauten:

„Sehr geehrte/r Webmaster,

Beim Stöbern durch das Internet bin ich zufällig über Ihre Seite gestolpert. Wir sind Agentur XY und benötigen einen Link für unseren Kunden Z. Bitte teilen Sie mir die Konditionen mit, wie viel ein Link kostet und wann er online geht.“

Unsere Anschreiben dagegen haben im Schnitt 300-500 Wörter, jedes Mal neu. Das ist mehr, als so manche Agentur in den Texten hat, in denen die Links stehen! Und auch mit gutem Grund: Ein Standard-Anschreiben reicht bei weitem nicht aus, um jemanden wirklich zu überzeugen, einen Link zu setzen.

Was ich momentan sehe

Ständig schauen wir uns die Konkurrenz an, insbesondere in einem recht umkämpften Bereich. Dort wurden vor kurzem zwei riesige Seiten abgestraft. Sie stürzten beide etwa von Sichtbarkeitsindex 20 auf 2 ab. Die Konsequenz: Beide löschten viele ihrer alten Links. Während die erste Seite jetzt überhaupt keinen Linkaufbau mehr betreibt (tolles Signal an Google), baut die zweite Seite jetzt nur noch „gute“ Links auf.

Mit „gut“ meint das SEO Team oder deren Agentur allerdings Links von großen Tageszeitungen, die momentan in der SEO Szene weggehen wie warme Semmeln. Viele SEOs denken, dass mit „guten Links“ solche von großen Zeitungen gemeint sind. Dabei kenne ich gerade diese großen Nachrichtenseiten aus Osnabrück oder Sachsen als Linkverkäufer seitdem ich SEO bin, ohne dass ich in einer Liste nachsehen muss. Einfach, weil sie mir schon dutzende Male über den Weg gelaufen sind. Und Google ist nicht gerade bekannt dafür, dass dort nur Vollidioten arbeiten. Jeder Quality Rater, der auch nur hundert gekaufte Links gesehen hat, kennt diese Seiten auch beim Namen. Und diese Leute sehen sich tausende Links an, manche hunderttausende!

 „Das ist ja nicht skalierbar“

Sicher werden einige denken, eine solche Vorgehensweise wäre nicht skalierbar. Aber das ist sie, wenn auch nicht leicht. Es ist sogar sehr schwer skalierbar. Zumindest ist es schwerer als einfach 20 statt 15 Domains aus einer Liste auszuwählen. So sieht es leider bei vielen SEOs aus und das stimmt mich traurig. Zu echtem Linkbuilding gehört Kreativität, eine gehörige Portion Kommunikation, eine natürliche Herangehensweise und vor allem Anstrengung. Einfach nur auf „Buchen“ zu drücken ist keine große Kunst. Einen Webmaster davon zu überzeugen, eine Seite zu verlinken, ist nicht nur richtlinienkonform. Es ist auch echtes Marketing. Wenn sich SEO – so wie es viele behaupten – immer mehr in Richtung Marketing bewegt, dann frage ich mich, wo ein großer Teil von uns hintreibt. In die ganz falsche Richtung.

Fazit

Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Methode des Linkbuildings die Bessere ist. Linkkauf ist gefährlich und wird immer schwieriger, außerdem steigen die Preise momentan dramatisch. Echte Inhalte und echte Links sind dabei aber nicht nur moralisch besser, denn auch wir müssen ja Leistung erbringen. Richtiges Linkbuilding hat nicht nur den gleichen, sondern einen besseren Effekt als Linkkauf: Bereits jetzt und in Zukunft erst recht! Daher meine Bitte: Überdenkt einmal Eure Linkbuilding Strategie und probiert es einmal aus. Am Anfang wird es schwer, auch später nicht unbedingt leichter. Aber was am Schluss dabei herauskommt ist wirklich nachhaltig, authentisch und einfach nur gut!

So und jetzt interessiert mich Eure Meinung zum Thema: Wie denkt Ihr darüber?

Brauchst Du Hilfe? Suchst Du eine gute Online-Marketing-Agentur? Wir sind für Dich da! Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.
+43 5356 20719 10 info@seokratie.at Oder kontaktiere uns über das Formular: Jetzt kontaktieren

Kommentiere diesen Beitrag

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit Klick auf den Button "Kommentieren" akzeptierst du unsere Datenschutzverordnung.

Werde fit in SEO und Content Marketing!
Unser kostenloser SEO-Kurs bringt Dir 5 Tage lang täglich SEO-Wissen in Dein E-Mail-Postfach und unseren Newsletter.
Abonnieren
​Du kannst Dich jederzeit wieder abmelden.
close-link