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Die Rückkehr der Blogkommentarspammer

Blogkommentare als Methode zum Linkaufbau bringen nichts mehr. Im Gegenteil könnten sie – wenn ein Google Mitarbeiter das als systematische Methode ausmacht – sogar negative Folgen haben. Kommentarspam war daher schon längst ausgestorben, doch seit kurzem erlebt er ein Revival. Warum?
blogkommentarspam

Was ist Blogkommentarspam?

Es gibt verschiedene Arten des Blogkommentarspams. Die erste ist (mit entsprechenden Plugins) ziemlich harmlos: Auf tausenden Blogs werden wirre, automatisch erstellte Texte mit Links zu Spamseiten abgesetzt. So sieht das aus:

harter-kommentarspam

Typischer Spam auf Seokratie: „Duke returns to Jack Coombs…“ und so weiter

Ein gutgehender Blog wird mehrmals pro Minute mit solchen Kommentaren befüllt, die dann automatisch durch Akismet oder andere WordPress Tools erkannt werden. Nur gibt es leider auch Blogs, die kein Akismet haben und Kommentare automatisch freischalten. Oft sind das private Blogs, die dann irgendwann in Vergessenheit des Admins geraten und nach einigen Jahren voller solcher Spamkommentare sind. Die Menge macht es.

Links in Blogkommentaren sind üblicherweise nofollow. Es gibt allerdings Webmaster, die „Dofollow“ auf ihren Blogs erlauben, obwohl Google davon abrät. Man will damit Kommentatoren „belohnen“, denn sie bekommen einen Link für ihren Beitrag.

Neue Art von Spam

Seit gefühlt einem Monat tummeln sich in diversen Blogs wieder Blogkommentatoren, die erst auf den zweiten Blick als Spammer identifiziert werden können. Die Kommentare sind inhaltlich (meist) relativ in Ordnung und auf jeden Fall von Hand geschrieben. Doch bei den URLs wird man stutzig: Meist handelt es sich um schnell zusammengeschusterte Affiliate-Projekte ohne jeden Mehrwert. Der Kommentar von Andy ist natürlich schon eher schlecht:

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andy

Spam bei Seokratie

Xenia und Christopher haben beide schlechte Projekte mit „-test.de“ in der URL, arbeiten im gleichen Büro (ähnliche IP) und kommentieren auf den gleichen Beitrag zur fast gleichen Zeit. Zufall? Eher nicht, sondern System.
xenia christopher

Blogkommentare kaufen

Ja, es gibt noch Dienstleister, bei denen man heutzutage Blogkommentare einkaufen kann. Dabei setzen dann Hausfrauen in Heimarbeit oder Studenten Kommentare, bekommen dafür einen Euro pro Kommentar und der Betreiber verlangt dafür fünf Euro. Bereits 2008 (!) schrieb Sistrix den damals sehr lustigen Blogpost Grüße an Bernd Sonnensegel. Das ist fast acht Jahre her!

Soll man heute noch Blogkommentare kaufen?

Nein! Wenn Ihr kein Geld für „richtiges“ SEO habt, dann lasst es ganz sein. Holt Euch lieber das kostenlose Onpage.org oder ein anderes Tool und optimiert onpage Eure Seite. Kümmert Euch um das Design, um die Texte, um Facebook oder um Offline Werbung. Das macht mehr Spaß als immer nur zu faken und Euer Projekt wächst zwar langsamer, aber wird Euch dafür ein wirklich dauerhaftes Einkommen bescheren.

Warum und wer

Es geht heute, im Jahr 2015 aber nicht nur um Schlüsseldienste oder um unmündige Kunden, die diese Dinge bei SEO Dienstleistern einkaufen, weil sie es nicht besser wissen. Es geht auch um eine ganze „Sub-Branche“ an SEOs, die immer noch mit Linktausch, Spam und  schlechten fünf-Sterne-Text Projekten denkt, dass man damit noch etwas erreichen kann. Ich bin nach wie vor in diversen Facebook Gruppen unterwegs und sehe den Müll, der teilweise als Projekte ge- oder verkauft wird. Ist ja auch klar: Ein Webprojekt, dass ich für 99 Euro verkaufe (inklusive Design und Texten!) kann sich keine ordentlichen Links leisten. Das Problem rührt daher von der Wurzel her: Wer ein liebevolles, ernsthaftes Projekt baut, der würde es nie mit billigen Kommentaren beschießen.

Es gibt aber immer noch Leute, die lieber 100 schlechte als ein richtig gutes Projekt haben. „Risikoverteilung“ ist oft das Argument. Wenn dann aber das nächste Google Update 98 dieser 100 Projekte in die Spamhölle verdammt, dann sieht es mit der Risikoverteilung plötzlich nicht mehr so gut aus.

Fazit: Blogkommentare bringen auch 2015 nichts

Wieso Blogkommentare jetzt wieder im Kommen sind, kann ich letztlich nicht genau sagen. Fakt ist aber, dass man damit einfach nichts mehr erreicht, außer sich den Umnut anderer Webmaster zu holen. Für Kunden / Shopbetreiber / Laien gilt: Wenn Ihr jemanden für Blogkommentare bezahlt, dann werft Ihr Geld zum Fenster hinaus.

Ich habe 100 Euro Marketingbudget – Was kann ich tun?

Hier mal ein paar Vorschläge, wenn man ganz kleines Budget hat:

  • T-Shirts / Pullis mit dem Firmenlogo kaufen und damit herumlaufen
  • Ein Gewinnspiel veranstalten und kleine Preise verlosen
  • Für 15 Euro essen gehen, dem Kellner 85 Euro Trinkgeld geben und sagen Ihr seid von „Domain.de“. Das wird sich herumsprechen! 🙂
  • Einem Wildfremden 100 Euro in die Hand drücken und sagen: „Ist von Domain.de“.
  • Postkarten bedrucken und an relevante Leute verschicken
  • Bei Fiverr das hier über 20 Mal bestellen und dann bei Youtube hochladen
  • Das Fiverr-Video kaufen, dann einem Wildfremden 95 Euro in die Hand drücken mit der URL zum Video, wobei dann der Domainname auf dem Bauch des Kerls steht
  • Kreativ sein. 🙂

Eure Meinung?

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