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SEO

Ausgehende Links und SEO

Julian DzikiSEO-Experte | Seokratie München

Wie wirken sich ausgehende Links aufs Ranking einer Domain aus? Oftmals vergessen viele SEOs, dass nicht nur die eingehenden Links ein Rankingkriterium  sind – sondern auch die ausgehenden!

seoktoberfest-charity-bbq

So sah übrigens das Black Hat Panel auf dem Seoktoberfest Charity BBQ aus!

Schwächen ausgehende Links meine Seite? Geht Linkjuice verloren?

Geht man von der Pagerank Theorie aus, dann ist es tatsächlich so, dass externe Links auf den ersten Blick nichts als freiwilliges Abgeben von Linkjuice sind. Von daher haben Onpage.org oder auch SEO Book recht, wenn sie schreiben, dass man nicht zu viele ausgehende Links in einem HTML Dokument haben sollte. Das kommt allerdings immer genau auf den Fall an.

Hubseiten

Anders sieht es nämlich aus, wenn man eine sogenannte Hubseite erstellt. Das sind (oft kommentierte) Linklisten von Experten zu einem bestimmten Themengebiet. Dort findet man meistens sehr gute Inhalte und es ging früher das Gerücht herum, dass Google diesen HTML-Dokumenten besondere Linkpower verleiht.

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Domain 7 besizt besondere Autorität, weil sie alle anderen Domains in ihrem Themengebiet verlinkt.

Teilweise konnte man damals durch das Einfügen externer Links sogar Rankingerfolge mit der eigenen Domain erreichen. Ist ja auch irgendwie klar, oder?

„Zeig mir auf wen Du linkst und ich sag Dir, wer Du bist!“

Google ist eine linkbasierte Suchmaschine. Die Ingenieure wären dämlich, würden sie nur die eingehenden Links beobachten. Fast genauso wichtig ist, auf wen man selbst verlinkt. Seht Euch mal Eure ausgehenden Links an, zum Beispiel mit Screaming Frog.

  • Verlinkt Ihr Seiten in Eurem Themengebiet? Als Fashion Blog also andere Modeseiten und Modeblogs? Oder auch (oft) unrelevante Webseiten?
  • Verlinkt Ihr ausschließlich qualitativ hochwertige Seiten und seid „unbestechlich“ in Eurer Verlinkung?
  • Oder verlinkt Ihr auch mal einen Linktauschpartner oder verkauft einen Link?

Google sieht sich nicht nur die Links von einzelnen Dokumenten an, sondern auch von Eurer kompletten Domain. Dabei wird dann sehr schnell klar, ob Ihr konsistent und „wirklich“ andere Webseiten weiterempfehlt oder eben auch (oder nur) Links herausgebt. Wenn Ihr ständig gute Quellen innerhalb Eurer Nische verlinkt, dann ist das ein sehr gutes Signal, dass ich als Google sehr stark werten würde. Umgekehrt aber natürlich auch, dazu kommen wir jetzt.

Unnatürliche ausgehende Links

Seit etwa zwei Jahren versendet Google Meldungen an Webmaster, die es zu gut gemeint haben mit Linktausch oder -verkauf. Es gibt drei Härtegrade:

  • Unnatürliche ausgehende Links Meldung: Die „harmloseste“ der Meldungen bedeutet für die Domain an sich meistens gar keine Rankingeinbußen. Allerdings werden Links von der Domain künftig weniger oder (eher) gar nicht mehr positiv gewertet, im Extremfall sogar als negativ angesehen. Die Domain ist künftig eine Einbahnstraße und gibt keine Linkpower mehr weiter, beziehungsweise besonders keinen Trust mehr.
  • Unnatürliche ausgehende Links Meldung und Rankingeinbußen: Wer zeitgleich mit der Meldung (bzw. 1-2 Wochen später) einen Absturz im Ranking erfährt, der hat wohl deutlich zu viele Links deutlich zu freizügig hergegeben. Wer nachlesen möchte, Adrian hat hier sehr offen darüber geschrieben. Übrigens fliegt man in diesen Fällen sowohl bei Adsense als auch bei Google News raus!
  • Unnatürliche ausgehende Links –  Reiner Spam: Wer zusätzlich zur Meldung „unnatürliche Links“ noch den Beinamen „reiner Spam“ von Google bekommen hat, der fliegt komplett raus. Mit der „Site:“ Abfrage lässt sich die Domain nicht mehr finden. In diesem Fall hat man es komplett übertrieben und die Domain besteht zum allergrößten Teil aus gekauften Artikeln. Meistens ist bei kompletter Deindexierung der Content auch nicht gerade das Allerbeste, so dass Google kein Problem darin sieht, wenn die Domain nicht mehr in Google zu finden ist.

Ich finde, dass man bei allen drei Meldungen handeln sollte – Es sei denn, die Domain ist einem egal. Problematisch ist es natürlich, wenn man Links getauscht, verkauft oder gar vermietet hat (was ja praktisch immer der Fall ist, sonst hätte es ja keine manuelle Maßnahme gegeben). Juristisch gesehen ist man hier in einer Zwickmühle. In der Praxis allerdings sind sowieso viele SEOs mit Linkabbau beschäftigt und werden meistens nichts gegen die Linkentfernung haben. Im Zweifelsfall sollte man aber vorher fragen!

„He, bau doch noch nen Trustlink ein!“

Eine beliebte Linkbuilding Technik, die immer noch aktiv genutzt wird, ist folgender Denkweise zu verdanken: Google sieht sich innerhalb eines Dokuments alle ausgehenden Links an und bewertet dann, wie vertrauenswürdig diese Links sind. Wenn ein Webmaster nun in einem (gekauften oder getauschten) Artikel auf Billige-Affiliateseite24.de verlinkte, war das natürlich kein gutes Signal.

Also kamen pfiffige SEOs auf die Idee, zusätzlich noch einen oder zwei Links auf sogeannte „Trusted Sources“ zu setzen. Im Dokument fand man daher dann meistens einen Keywordlink auf die Linkpartnerseite und zusätzlich noch einen Link auf Wikipedia.

Etwa so: Günstige Hosen sind schon seit langer Zeit ein Bedürfnis der Menschheit.

Diese sogenannten Trustlinks sollten außerdem kaschieren, welcher denn nun der gekaufte Link sei. Bei Google arbeiten aber keine Bartaffen, sondern sehr fähige Entwickler. Ich habe aus zuverlässiger Quelle gehört, dass genau diese Vorgehensweise (Trustlink + Keywordlink) mittlerweile algorithmisch gelöst wird und sogar ein besonders deutliches Signal für Linkverkauf ist.

Fun-Fact nebenbei: Die SEOs von Spiegel, Chip und anderen vertrauenswürdigen Seiten ärgern sich zu Tode, wenn sie sehen, dass Ihre Domains in diesem Zusammenhang „missbraucht“ werden. Verständlich, oder?

Sonderfall User Generated Spam

Wer auf seiner Domain Bereiche unterhält, in denen andere Content einstellen können, der hat gleichzeitig auch immer mit Spam zu tun. Das solltet Ihr beherzigen:

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  • Forensignaturen sollten automatisch nofollow sein – dann handelt Ihr Euch auch weniger Spam ein.
  • Blogkommentare sollten ebenso immer nofollow sein. Zusätzlich handhabe ich es so, dass unter „Name“ auch der Name oder zumindest Nickname stehen sollte. Niemand nennt seine Kinder „Staubsaugertest“ 😉
  • Ihr habt ein Portal, in dem User tatsächlich Beiträge schreiben können? Egal ob Ihr mit Nofollow verlinkt oder mit Follow: Ihr braucht dann ein wirklich großes Anti-Spam Team.

Google hat hierfür eine recht gute Infoseite zusammengestellt.

Angst vor ausgehenden Links

Viele normale Webmaster haben mittlerweile Angst davor, auf andere Webseiten zu verlinken, weil sie befürchten von Google abgestraft zu werden. In der Regel braucht man allerdings keine Befürchtungen vor einer Abstrafung zu haben. Nur, wer des Öfteren Links verkauft oder sich oft „kostenlose“ Produkte zuschicken lässt, der ist auf dünnem Eis unterwegs.

Im Gegenteil: Wer andere nicht verlinkt, der wird auch selbst seltener verlinkt. Links gehören essentiell zum Internet dazu und wenn Ihr eine Seite gut findet, dann könnt Ihr sie gerne verlinken. Es gehen auch themenunrelevante Links, wenn es sich um einen guten Freund von Euch handelt oder Euch ein Produkt gefällt und Ihr das Ganze nicht übertreibt. Google mag es nur nicht, wenn sich Webmaster „bestechen“ lassen: Ob das Geld ist oder (übermäßig) teure Produktproben.

Produktproben

Bei Produktproben sollte man sich fragen: „Würde ich erwarten, das dafür zu bekommen?“ Wenn ich mich (für meine Leser) von der Qualität eines Produktes überzeugen will, dann brauche ich als überzeugender Blogger ja eine Möglichkeit, das Produkt zu sehen. Wenn es sich um eine Packung Windeln handelt, dann ist das auch aus Google Sicht kein Problem. Handelt es sich hingegen um ein Laptop (und ich darf es hinterher behalten!), dann ist das schon eher Bestechung. Hier noch die genaue Antwort von Matt Cutts:

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Ausgehende Links – Best Practice und Fazit

Ich handhabe es so, dass ich immer großzügig andere verlinke, wenn es zum Thema passt und die Informationen (oder auch Produkte) meinen Besuchern helfen. Das ist es auch, was Google will und dann gibt es nie Probleme. Im Artikel „Wie verlinke ich richtig?“ findet Ihr weitere Infos, wie man denn nun genau verlinken sollte.

Wenn Ihr in Eurer Nische konsequent gute Webseiten verlinkt, dann wertet das Google nicht negativ, sondern im Gegenteil sogar sehr positiv. Darüberhinaus werden es die anderen Webmaster in  Eurer Nische bemerken und Euch vielleicht dann auch einmal verlinken. Gute externe Links helfen Euren Rankings in vielerlei Hinsicht!

Diskussionswürdig: „Unsichtbares Nofollow“?

Was wäre, wenn Google eine Funktion in den Webmastertools einführen würde, bei der man externe Links für andere unsichtbar auf Nofollow stellen könnte? Auf diese Weise könnte man fröhlich Links verkaufen und sie dann insgeheim entwerten. Umgekehrt wäre niemand mehr sicher, ob der Link, den er gerade gekauft hat, überhaupt etwas wert wäre. Was meint Ihr dazu?

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