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Wie verlinke ich richtig?

Alle reden immer über Links und letzten Endes wird dem Link an sich doch viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Heute möchte ich einmal ein paar Fragen bezüglich „Links“ klären.

Matt Cutts Facepalm Links

Wie verlinke ich?

Was ist überhaupt ein Link? Links sind das, was das Internet zusammenhält und verbindet. Als es noch keine Suchmaschinen gab, musste man mit Links auf andere Angebote verweisen, sonst hätte man sie schlichtweg niemals gefunden. Die erste Seite, die andere Webseiten verlinkte , war die Liste „World Wide Web Servers“ von Tim Berners Lee, der – ja, genau – das World Wide Web und HTML erfunden hat.

linkliste

Die erste Linksammlung der Welt! 🙂

In der Liste werden meistens die Namen der Webserver verlinkt, gefolgt von einer Beschreibung, was man dort so finden kann. Da Frage ich mich schon, wie es SEOs immer wieder schaffen, einfach so Webseiten zu verlinken, ohne sie zu beschreiben oder zu erklären, warum man auf sie verlinkt.

Linktexte

Google gibt in den Webmasterrichtlinien mittlerweile sogar konkrete Beschreibungen:

„Links mit optimiertem Ankertext in Artikeln oder Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verteilt sind. Beispiel:
Das Angebot an Trauringen ist riesengroß. Wenn Sie eine Hochzeit planen, suchen Sie sicher nach dem besten Ring. Sie müssen auch Blumen kaufen und ein Hochzeitskleid.“

Früher war es so, dass man sich möglichst oft mit dem Linktext Hochzeitskleid verlinken musste, wenn man für diesen Begriff weit oben bei Google stehen wollte. Das ist schon lange nicht mehr so. Wirklich sehr lange. Umso erstaunlicher, dass immer noch so viel mit „harten“ Anchortexten verlinkt wird. Das ist ja nicht verboten, kommt allerdings in der Praxis nicht so oft vor.

Begründe Deinen Link!

Es gibt zwei Gründe, warum man eine Webseite verlinkt:

  1.  Ich möchte eine Quelle nennen, etwa warum Google nur den ersten Linktext wertet. In dem Fall ist eine Beschreibung obsolet, denn der Link dient als Quelle.
  2. Ich möchte meinen Lesern etwas Tolles zeigen, etwa den neuen Beitrag von Hanns: Bewertet Google Links mit den Daten vom Chrome Browser? Im Beitrag geht es um die (wirklich sehr ernstzunehmende) Theorie, dass Google Links anhand von Traffic misst.

Ihr wisst nicht, wieso eine URL verlinkt werden soll?

Wenn Ihr keine Begründung finden könnt, warum eine bestimmte URL von Euch verlinkt werden sollte, dann ist entweder das Linkziel falsch oder Ihr habt einfach keine guten Alleinstellungsmerkmale. Online Shops wollen gerne oft auf bestimmte Kategorien verlinkt werden, damit sie mit dieser Kategorie weiter nach oben kommen – Allerdings zeigen natürliche Links in den seltensten Fällen auf Kategorien. Meistens sind es konkrete Produkte (dieses Produkt ist super!) oder die Startseite (dieser Shop ist toll). Quality Rater schauen übrigens gerne auf die Links, die auf Kategorien zeigen, besonders mit bestimmten Anchortexten. So finden sie am schnellsten die „forcierten“ Links.

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Links von redaktionellen Inhalten auf kommerzielle Inhalte

Normalerweise sind Links aus redaktionellen Beiträgen direkt auf kommerzielle Inhalte nicht sehr häufig. Manche bekannte Online Zeitungen haben sogar Richtlinien für Redakteure, dass diese nicht auf URLs verlinken dürfen, auf denen man etwas kaufen oder bestellen kann. Was also tun? Idealerweise haben Shops entkommerzialisierte Inhalte (Magazine / Themenseiten / Blogs), die dann auch so guten Content haben, dass andere darauf verlinken. Wie viele Links hätte wohl Seokratie, wenn es den Blog nicht gäbe? Content Marketing schafft also Gelegenheit zu verlinken! Und begründen kann man tolle Inhalte auch ganz gut!

Ist der Link an dieser Stelle für den User sinnvoll?

Ob Quality Rater oder Mitbewerber: Seid Euch bewusst, dass früher oder später jemand Eure Links händisch begutachtet. Eines der wichtigsten Kriterien für mich ist daher: Macht der Link an genau dieser Stelle für den User Sinn? Ist er hilfreich? Wenn er das nicht ist, dann ist er kein guter Link.

Für Linkgeber:

Wie viel soll ich verlinken?

Völlig egal! Ob Ihr in einem Post fünf oder fünfzig Links habt, ist komplett egal. Immer noch gibt es das Vorurteil, dass man „Linkjuice“ verliert, wenn man nach außen linkt. Das stammt aus SEO-Urzeiten und ist heute nicht mehr so.

Wen soll ich verlinken?

Der typische SEO-Artikel hat zwei Links: Einen auf die kommerzielle Seite (der gekaufte Link) und einen auf eine sogenannte „Trustseite“, meistens Wikipedia, Spiegel (jetzt wohl bald nicht mehr) oder andere große Namen. Da Google sich auch alle Links in einem Dokument ansieht, will man so die kommerzielle Seite quasi in ihrer Bedeutung „erhöhen“, weil sonst ja nur noch Wikipedia verlinkt ist. Diese „2-Link-Strategie“ ist so häufig, dass Google dafür eigene Algorithmen geschrieben hat: Harter Anchortext zu kommerzieller Seite + Wikipedia Link = SEO Linkbuilding.

Die Algorithmen von Google sehen sich nicht nur an, welche Links Ihr habt, sondern auch, auf wen Ihr verlinkt. Wer also allzu blauäugig Linktausch oder -verkauf betreibt, der schadet seiner Seite teilweise enorm. Im schlimmsten Fall bekommt Ihr sogar eine manuelle Maßnahme wegen unnatürlicher ausgehender Links.  Ansonsten ist es egal, wen Ihr verlinkt: Hauptsache die Seite ist es auch wert, verlinkt zu werden. Verlinkt niemals nur eine oder zwei Seiten in einem Artikel, außer es geht nicht anders. Das Netz lebt von Links! Übrigens werden Seiten, die oft herauslinken in der Regel auch öfter verlinkt! Außerdem haben Seiten, die ständig auf gute und hilfreiche Quellen verlinken, auch bessere Rankings, siehe Hubs und Authorities. Und ja, hier war jetzt der Wikipedia Link der Beste, den ich finden konnte! 🙂

Interne Links: Pagerank Sculpting

Die interne Verlinkung ist eine Wissenschaft für sich. Am besten geht Ihr zu einem Inhouse SEO einer möglichst großen Seite (z.B: einer Tageszeitung) und fragt ihn „Wie macht Ihr das mit der internen Verlinkung?“. In der Regel könnt Ihr Euch dann auf einen mindestens 45-minütigen Vortrag gefasst machen. Wichtig ist: Interne Links sollte man niemals auf Nofollow setzen. Dadurch bekommen die anderen Links nicht mehr Linkpower, sondern die Power des Nofollow-Links verpufft einfach im Nirvana.

 

Zusammenfassung: Wie verlinkt man richtig?

  • Anchortexte sind dazu da, dem User zu verdeutlichen, worum es im Link geht. Meidet Keyword-Anchortexte, zumindest solltet Ihr sie nicht aktiv aufbauen.
  • Begründet Eure Links: Entweder ist ein Link eine Quelle oder eine echte Empfehlung. Wenn er eine Empfehlung ist, erklärt auch wieso.
  • Natürliche Links zeigen meistens auf interessante Seiten – selten auf Kategorieseiten oder „SEO-Ziele“. Verlinkt nur Seiten, die es auch wert sind, verlinkt zu werden.
  • Content Marketing schafft Linkziele und Linkgelegenheiten.
  • Wie viele Seiten Ihr auf einer einzigen URL verlinkt, ist irrelevant.
  • Verwendet niemals intern nofollow.
  • Vermeidet zu wenige Links und „offensichtliche“ Links auf Trustseiten.
  • Wenn Ihr regelmäßig gute Webseiten verlinkt, steigert das Euer Ranking.

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