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Google Display Ads – Steigere Deine Reichweite

Du möchtest die Besucherzahlen Deiner Website mit bezahlten Google-Anzeigen deutlich steigern? Mit Google Display-Anzeigen kannst Du das erreichen. Im Gegensatz zu den klassischen Google-Textanzeigen kannst Du mit Display-Ads die Nutzer mit verschiedenen Targeting-Ausrichtungen in der jeweiligen Situation ansprechen, in der sie sich gerade befinden. Wie das geht, erfährst Du in diesem Beitrag

Grafische Darstellung von Display Ads

Nutze mit Google Display Ads die Reichweite des Internets besser aus.

Was sind Google Display Ads?

Google Display Ads sind Banneranzeigen, welche im Google Display Netzwerk ausgespielt werden. In der Google-Suche werden nie Google Display Ads ausgespielt. Falls Du hier Anzeigen mit Bildern siehst, dann sind das entweder Textanzeigen mit Bilderweiterungen oder Google-Shopping-Anzeigen. Display-Anzeigen bestehen neben Text immer auch aus einem Bild oder Video.

Die Ausspielung von Display Ads kannst Du im Google Display Netzwerk (GDN) auf verschiedene Weisen steuern – man spricht hier auch von „targeten“. Folgende Targeting-Ebenen kannst Du nutzen:

  • Placements: Placement ist die Bezeichnung für eine Website oder eine App, auf der die Display-Anzeige ausgespielt wird – oder anders ausgedrückt, eine Website oder App mit Werbeplatzierung. Mit der Auswahl von Placements legst Du fest, auf welchen Webseiten und Apps Deine Anzeigen gezeigt werden. Früher konnte die Ausspielung mit benutzerdefinierten Zielgruppen eingeschränkt werden. Seit März 2022 können Ausspielungen auf Placements nicht mehr zusätzlich durch Zielgruppen eingeschränkt werden.
  • Keywords: Einige Webseiten im Google-Display-Netzwerk haben auch Suchfelder. Auf Basis der dort eingegebenen Keywords werden Anzeigen ausgespielt.
  • Themen: Google stellt diverse Themen zur Auswahl. Die Anzeigen werden auf Webseiten ausgespielt, welche Inhalte zu diesen Themen behandeln.
  • Zielgruppen: Neben von Google zur Verfügung gestellten Zielgruppen können auch benutzerdefinierte Zielgruppen angelegt oder selbst erhobene Daten genutzt werden. Zu den selbst erhobenen Daten gehören auch Remarketing-Listen. Einen guten Überblick dazu gibt Dir unser Blogpost zu Google-Ads-Zielgruppen.
  • Demographische Merkmale können ebenfalls für die Einschränkung der Ausspielung genutzt werden. Dazu gehören Alter und Geschlecht. In Kombination mit anderen Zielgruppen-Arten kann das demographische Targeting durchaus sinnvoll sein, zum Beispiel wenn Du eine bestimmte Altersgruppe gar nicht ansprechen möchtest. Diese demografische Einschränkung allein (ohne zusätzliche Zielgruppen) macht allerdings bei vielen Branchen keinen Sinn.

Welche Google-Display-Formate gibt es?

Für Display Ads gibt es drei Anzeigenformate: Responsive Display-Anzeigen, statische Display-Anzeigen und HTML-Banner.

Screenshot von drei Display Ads Formaten

Auf Grund des Designs lassen sich responsive Display Ads (links) und statische Banner (Mitte) gut unterscheiden. Die HTML-Banner (rechts) sind nur durch die Animation bei der Ausspielung von statischen Ads unterscheidbar.

Responsive Display-Anzeigen

Responsive Display Ads sind als zeitsparende Variante bekannt. Bei diesem Display Format übergibst Du einzelne Anzeigenelemente (Headlines, Descriptions, Bilder, Videos usw.) an Google und der Algorithmus baut dann alle Elemente zu einer Anzeige zusammen. Du sparst Zeit & Kosten, da Du kein Designkonzept entwickeln musst, und auch nicht unzählige Bannerformate in Auftrag geben oder selber erstellen musst. Im Gegenzug hast Du jedoch wenig Kontrolle und auch wenig Variabilität über das Design. Je nach Corporate Design Deines Unternehmens kann das schwierig sein.

Andererseits sind responsive Display-Anzeigen eine sehr gute Möglichkeit, Display als Kanal zeit- und aufwandssparend zu testen. Du musst Dir außerdem keine Sorgen machen, ob Du alle möglichen Größen abdeckst, da Google hier selbst die Anzeigen in allen notwendigen Formaten zusammenbaut. Du musst nur Überschriften, Beschreibungen, Bilder und optional Videos zur Verfügung stellen. Abgesehen davon kannst Du die Handlungsaufforderung (CTA) auswählen und zwei Farben für das Design auswählen.

Auch bezüglich der Performance kannst Du mit responsiven Display-Anzeigen gute Ergebnisse erzielen. (Eine Garantie gibt es aber natürlich nicht – und nicht immer lassen sich Google-Display-Anzeigen nach Deinen Performance-Zielen ausrichten.)

Screenshot des Editors für responsive Display Ads

Bei der Erstellung der responsiven Display Ads ist rechts immer eine Vorschau Deiner Anzeige sichtbar.

Statische Display-Anzeigen und HTML-Banner

Im Gegensatz zu responsiven Display-Anzeigen lieferst Du bei statischen Display Ads und animierten HTML-Bannern die komplett fertigen Anzeigen an Google. Das bedeutet mehr Arbeitsaufwand für Dich in der Asset-Kreation vorab, aber dafür hast Du die volle Kontrolle über Deine Anzeigendarstellung. Außer Bildern kannst Du auch kurze GIFs zu Deinen Anzeigen hinzufügen.

Mit den statischen Display Ads und HTML-Bannern behältst Du die volle Kontrolle über Dein Design und kannst Dich damit auch von Wettbewerbern absetzen. Responsive Displayanzeigen folgen alle den gleichen Designregeln. Vor allem die Animationen der HTML-Banner erregen mehr Aufmerksamkeit. Die Erstellung ist nur deutlich aufwändiger.

Screenshot einer Lufthansa Display Ad

Lufthansa nutzt in diesem Banner Animationen, um Preise für verschieden Reiseziele anzuzeigen.

Tipp: Erfahrungsgemäß spielt Google responsive Display-Anzeigen im Vergleich zu statisch hochgeladenen Display-Anzeigen bevorzugt aus, um die Automatisierung der Kampagnen zu fördern. Wenn Du die Möglichkeit hast, kannst Du die beiden Anzeigenformate gegeneinander testen. Mach das am besten mit einem benutzerdefinierten Test.

Wo werden Google Display Ads ausgespielt?

Google Banner Ads können überall im Google-Display-Netzwerk ausgespielt werden. Zum Netzwerk gehören über 2 Millionen Webseiten, Videos und Apps. Laut Google können damit mehr als 90 Prozent aller Internetnutzer erreicht werden. Warum bieten Websites Werbeplätze an? Viele der Plattformen nutzen die Ads zur eigenen Gewinnsteigerung. Viele bieten gratis Inhalte für Nutzer an, zum Beispiel News-Artikel, oder können mit den Bezahlversionen ihrer Plattform nicht ihre Kosten decken. Durch die Bereitstellung von Anzeigeflächen können sie sich selbst finanzieren.

Screenshot des Placementberichts

Hier kannst Du im Google Ads Interface unter dem Tab Inhalte sehen, auf welchen Websites und Apps (=Placements) Deine Anzeigen ausgespielt wurden.

Tipp: Analysiere regelmäßig, wo Deine Anzeigen ausgespielt wurden, und schließe schlechte Placements aus. Je nach Branche kann zum Beispiel auch ein allgemeiner Ausschluss aller Apps sinnvoll sein – das machst Du am besten zeitsparend im Bulk über den Google Ads Editor.

Wann machen Google-Banner-Ads Sinn?

Google-Display-Anzeigen machen Sinn, wenn Du Kunden über weitere Plattformen (über die klassische Google-Suche hinaus) ansprechen möchtest. Nutzer verbringen einen Großteil ihrer Online-Zeit auf Webseiten und nicht in der Google-Suche. Entsprechend sinnvoll ist es, die Nutzer auch außerhalb der Suche anzusprechen. Mit Google Display Ads hast Du die Möglichkeit, Deine Werbewirkung stark zu erweitern. Auch die Display-Kampagnen kannst Du direkt im Google-Ads-Konto erstellen – Du hast also keine administrativen zusätzlichen Aufwände, und musst für diesen neuen Kanal nicht einmal ein neues Konto eröffnen.

Vor allem im Remarketing-Bereich können Kunden sehr gut wieder angesprochen werden. Je nach Anzahl Deiner Website-Besucher kannst Du in mehrere Listen sortieren und Nutzer gezielter ansprechen. Im E-Commerce kannst Du durch dynamisches Remarketing genau die Produkte in den Anzeigen ausspielen lassen, welche der Nutzer bereits auf der Website besucht hat.

Screenshot einer dynamischen Remarketing Anzeige

Durch dynamisches Remarketing kann der Nutzer direkt von der Anzeige zu den bereits vorher betrachteten Produkten klicken.

Zur Reichweitensteigerung kann das Display-Netzwerk ebenfalls beitragen. Die Klickrate im Display-Netzwerk ist zwar deutlich niedriger als im Suchnetzwerk – es klicken deutlich weniger Personen auf eine Display-Anzeige als auf eine Google-Textanzeige im Suchnetzwerk. Dafür sind allerdings die Klickpreise deutlich geringer. Das führt dazu, dass zum gleichen Preis deutlich mehr Impressionen und Klicks generiert werden können.

Unserer Einschätzung nach kann Display hierbei einen unterstützenden Touchpoint innerhalb der Customer Journey einnehmen. Jedoch ist selten zu erwarten, dass ein Display-Klick auf direktem Weg zu einer Conversion führt. Im Gegenteil: Fast immer sind mehrere Touchpoints mit einem Unternehmen notwendig, um eine Conversion zu generieren.

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Die Ausspielung der Display Anzeigen läuft über Zielgruppen-, Themen- und Placements-Targeting. Du musst nicht darauf warten, bis jemand in der Google-Suche nach Deinem Keyword sucht. Du kannst Nutzer auch ansprechen, wenn sie gerade nicht aktiv suchen. Ein Nachteil ist wiederum, dass die Kaufbereitschaft dadurch deutlich niedriger ist.

Entwickle eine Display-Ads-Strategie

Statt einfach nur die gleiche Anzeige an alle passenden Zielgruppen auszuspielen, solltest Du genau planen, was für Dein Unternehmen Sinn macht.

  1. Lege Deine Ziele fest
    Definiere zuerst, was Du mit Deinen Banner-Ads erreichen willst. Möchtest Du Deine Sichtbarkeit steigern? Leads oder Umsatz erhöhen?
  2. Wähle Deine Landingpage aus
    Je nach Ziel solltest Du eine Landingpage wählen, welche auch zu diesem Ziel führt. Hast Du keine passende Landingpage und kannst auch keine erstellen, dann solltest Du Dein Ziel überdenken. Im Display-Netzwerk ist die Conversion-Bereitschaft bereits geringer als in der Google-Suche – und wenn dann die Landingpage nicht zum Ziel passt, sinken die Erfolgschancen deutlich. In unserem Blogpost zu SEA-Landingpages findest Du noch ein paar Tipps.

    Skizze eines Landingpage Aufbau

    Eine gut durchdachte Landingpage mit dem passenden Call to Action (CTA) steigert Deine Kampagnen-Performance deutlich.

  3. Definiere Deine Zielgruppe
    Basierend auf Deiner Landingpage und den Zielen kannst Du dann die Zielgruppe definieren. Selbst erhobene Daten oder sehr kaufinteressierte Zielgruppen eignen sich bereits gut für lead- oder kauforientierte Landingpages. Weniger kauforientierte Zielgruppen oder Placements können sehr gut zur Reichweitengenerierung geeignet sein.
    Du kannst auch mehrschrittige Kampagnen planen. Bei einer generischeren Zielgruppe kannst Du erstmal Aufmerksamkeit erregen und etwas gratis anbieten, zum Beispiel ein Whitepaper. Im zweiten Schritt nutzt Du dann eine Remarketing-Liste und nimmst das Thema der ersten Kampagne wieder auf. Ziel der zweiten Kampagnen können dann auch Conversions sein.
  4. Erstelle Deine Anzeigen
    Je nach Zielgruppe hat der potenzielle Kunde bereits Vorwissen zu Deinem Unternehmen oder Produkt. Darauf basierend kannst Du Texte schreiben und eine Landingpage auswählen. Ob Du responsive oder statische Display-Anzeigen nutzt, musst Du entscheiden. Du solltest aber unbedingt eine größere Auswahl an Anzeigenelementen ergänzen, sprich: nicht nur ein Bannerformat nutzen (da Du dann damit die Anzahl möglicher Werbeplätze auch deutlich verringerst). Hier findest Du noch Tipps zum Anzeigentexte optimieren.

    Screenshot Display Anzeigen Upload

    Beim Hochladen der Anzeigen musst Du zuerst auswählen, ob Du eine bereits fertige Display-Anzeige hochladen oder eine responsive Display-Anzeige erstellen willst.

    Wenn Du einen Online-Shop hast, ist es empfehlenswert auch Deinen Produkt-Feed zu verknüpfen. Durch dynamisches Remarketing können genau die bereits betrachteten Produkte in den Anzeigen ausgespielt werden.

Erweitere Deine Reichweite mit günstigen Klicks

Für die meisten Unternehmen sind Display Ads (abseits von Programmatic-Display-Kampagnen) nicht allein der größte Conversion-Booster. Ein Reichweiten-Booster sind sie jedoch fast immer. Solange die Zielgruppe nicht stark begrenzt ist, kommt es auch zu einem großen Anstieg an Impressionen und Klicks. Wenn Du jedoch bereits Google-Textanzeigen einsetzt, und diese Kampagnen noch nicht rentabel sind, solltest Du – bevor Du Display-Kampagnen aufsetzt – erstmal bei Deinen existierenden Kampagnen ansetzen und diese optimieren. Am besten geeignet sind Display-Kampagnen, wenn die Reichweite und Kanäle wachsen sollen oder Remarketing gewünscht ist.

Selbst wenn Google-Display-Anzeigen allein keine großen Conversion-Booster sind, können sie durchaus rentabel sein. Bei der Auswertung der Rentabilität solltest Du nicht nur die Conversions der Display-Kampagnen analysieren. Display-Kampagnen haben sehr viele Ausspielungen, welche nicht zu Klicks führen. Das bedeutet aber nicht, dass die Anzeige nicht aufgefallen ist. Häufig ist im organischen und bezahlten Bereich ein Anstieg der brand- oder produktbezogenen Anfragen zu sehen. Am besten analysierst Du, wie sich die Gesamtentwicklung der Marke und des beworbenen Produkts verändert – und kannst so auch die Wirkung von Display-Kampagnen besser einschätzen.

Hast Du schon Google-Banner-Ads getestet? Welches Anzeigenformat und Targeting funktioniert für Dich am besten? Schreib mir Deine Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Du brauchst Hilfe bei Deinen Display Ads? Dann schreib uns einfach mal kostenlos und unverbindlich über unser Kontaktformular.

 

Bildnachweise: Titelbild: Sammby / stock.adobe.com; Bild 1-5: Seokratie GmbH Screenshots von Webseiten; Bild 6: adrian_ilie825/ stock.adobe.com; Bild 7: Seokratie GmbH Screenshot von Google Ads Interface

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Über Anna Ostermaier
Anna studierte in München Wirtschafts- & Werbepsychologie, um auch den Gedankengang hinter Kaufentscheidungen genau zu verstehen. Dabei arbeitete sie zielstrebig auf eine Kariere im Online Marketing hin. Bei Seokratie arbeitet Sie nun im Suchmaschinenmarketing und denkt sich gerne in das Suchverhalten der Zielgruppe hinein. Hier findest Du alle Beiträge von .
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