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SEO-Konkurrenzanalyse: So analysierst Du Deinen Wettbewerb!

Nadja FrenzelSEO-Expertin

Du möchtest Deine SEO-Wettbewerber analysieren? Potenziale aufdecken und Deine eigene Strategie optimieren? Ich zeig Dir Schritt für Schritt, welche Tools und Methoden helfen Keyword- und Content-Lücken zu erkennen und technische und inhaltliche Strategien der Konkurrenz auszuwerten – so werden Potenziale aufgedeckt und Du kannst daraus neue Chancen ableiten. Los geht’s!

SEO-Konkurrenzanalyse

1. Was ist eine SEO-Konkurrenzanalyse?

Eine SEO-Konkurrenzanalyse verschafft Dir fundierte Einblicke in die Strategien und die Performance Deiner Wettbewerber in den Suchmaschinen. Sie hilft Dir,

  • verborgene Potenziale,
  • Content-Lücken und
  • Optimierungsmöglichkeiten

zu erkennen, um Deine eigene Website gezielt zu stärken.

Mit einer systematischen Analyse kannst Du datenbasierte Entscheidungen treffen, die langfristig Deine Sichtbarkeit, Reichweite und Deinen Wettbewerbsvorteil sichern. Mit dem zunehmenden Einsatz von KI-Systemen wie ChatGPT oder Google AI Overviews verändert sich auch die SEO-Konkurrenzanalyse: Inhalte konkurrieren nicht mehr nur in den klassischen Suchergebnissen, sondern auch in KI-generierten Antworten.

Warum solltest Du eine SEO-Wettbewerbsanalyse durchführen?

Eine Wettbewerbsanalyse lohnt sich immer dann, wenn Du an Deiner Website arbeitest und Deine Rankings verbessern willst. Typische Anlässe sind zum Beispiel:

  • ein Relaunch oder Aufbau einer neuen Website
  • stagnierende oder sinkende Rankings
  • der Aufbau neuer und Optimierung bestehender Themenbereiche oder
  • die Entwicklung einer gezielten Content-Strategie.

2. SEO-Wettbewerber identifizieren

Bevor Du Deine SEO-Strategie optimieren kannst, musst Du wissen, wer Deine echten Wettbewerber sind. Das sind nicht unbedingt die Unternehmen aus Deinem direkten Markt, sondern die Websites, die für die gleichen Keywords sichtbar sind und um die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe konkurrieren. Zudem konkurrierst Du nicht mehr nur mit klassischen Websites, sondern mit Inhalten, die direkt in AI-Antworten eingebunden werden.

Mit Tools wie SISTRIX oder ahrefs bekommst Du schnell einen Überblick, welche Domains in den Suchergebnissen auftauchen und auf welche Du Deinen Fokus legen solltest.

Tipp: Notiere im Vorfeld der Analyse die für Dich wichtigsten Keywords. Fange bei den Top 5 Begriffen an und vergleiche, welche Wettbewerber auf den Top-Positionen zu finden sind. Ergibt sich hier eine Schnittmenge an angezeigten Domains? So empfehle ich Dir diese als potenzielle Wettbewerber zu notieren.

Tools wie SISTRIX erleichtern Dir diesen Schritt. Gib einfach den Keyword-Begriff ein, der zu Deinem Angebot passt, und Du erhältst eine Übersicht der top organischen Ergebnisse – also der Websites, mit denen Du tatsächlich in Wettbewerb stehst:

Eingabe Suchbegriff bei Tool SISTRIX

Einen Überblick über potenzielle Konkurrenten mit SISTRIX erhalten.

Eine weitere gute Alternative sind die metrics.tools. Einerseits wird Dir auf Basis Deiner eingegebenen Domain eine Ähnlichkeit mit anderen Konkurrenz-Websites berechnet, andererseits siehst Du, auf welchen gemeinsamen Top-Rankings die Auswahl der Wettbewerber basiert:

Screenshot Wettbewerberrecherche mit metrics.tools

Wettbewerbsrecherche mit metrics.tools.

Rot markierte Keywords zeigen: Hier ist die Konkurrenz stärker. Grün markierte Keywords: Hier schneidet die eigene Domain besser ab.

Natürlich kannst Du über die Google-Suche selbst herausfinden mit welchen Anbietern und Websites Du für Deine wichtigsten Suchbegriffe konkurrierst, aber Tools helfen Dir speziell bei den nachfolgenden, tiefergehenden Analysen sehr.

3. Überblick über die Wettbewerber erhalten

Hast Du Deine Wettbewerber im vorherigen Schritt definiert, kannst Du beispielsweise bei SISTRIX unter SERPs -> Wettbewerber gemeinsame Keywords, Kennzahlen oder Keywords generell vergleichen. Mit letzterer Funktion kannst Du Deine Wettbewerber in den direkten Vergleich nehmen und mit Filtern noch spezifischere Keywords herausfinden.

Speziell interessiert mich in meinem Beispiel das Thema „Holz“ (Keyword-Filter gesetzt). Hier siehst Du nun, für welche Begriffe meine Wettbewerber im Vergleich zu mir performen:

Konkurrenzanalyse mit ahrefs

Konkurrenzanalyse mit ahrefs

Anschließend werden Dir gemeinsame organische Keywords angezeigt. Du kannst Dir dann zum Beispiel zusammenfiltern, ob nur ein Wettbewerber für ein Keyword rankt oder mehrere Wettbewerber:

Content-Lücken via ahrefs aufdecken

Content-Lücken via ahrefs aufdecken

So bekommst Du einen Überblick darüber, welche Domains regelmäßig um die gleichen Keywords konkurrieren, wie Du im Vergleich performst oder wo noch Potenziale zu Inhaltserweiterungen liegen.

Auch semrush bietet umfangreiche Möglichkeiten der Wettbewerbsanalyse – am Beispiel des Domain-Vergleichs:

Domain-Vergleich mit semrush

Domain-Vergleich mit semrush

Die Übersicht zeigt Dir verschiedene KPIs wie den

  • Authority Score der Domain, (basiert auf der Backlink-Qualität, organischem Traffic und Spam-Faktoren)
  • geschätzten organischen Traffic und
  • die Anzahl an Backlinks.

Diese Daten ermöglichen Dir schon einen groben Überblick über die mögliche Online Marketing-Strategien der Konkurrenz (wie z. B. Wer investiert in Paid Ads oder Backlinks?).

4. Sichtbarkeit, Rankings und Keyword-Potenziale analysieren

Der erste Blick vieler SEOs fällt auf den Sichtbarkeitsindex, um die Bedeutung einer Website bzw. eines Wettbewerbers bei Google einschätzen zu können.

Übersicht zur Sichtbarkeit erhalten

In Tools wie SISTRIX bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, wer im Markt relevant ist, wie lange Domains sichtbar sind und wer gerade Marktanteile gewinnt oder verliert. Über das Zahnrad oben rechts kannst Du mit „Diagramm vergleichen“ mehrere Domains direkt gegenüberstellen.

Anschließend kannst Du Die Rankings Deiner Domain noch mit jener der Konkurrenten direkt vergleichen:

In diesem Sichtbarkeitsindex-Vergleich sind alle bis auf einen Wettbewerber recht gleich auf

Hier siehst Du, dass bis auf einen Wettbewerber alle recht gleich auf sind.

Je nachdem, wie die Websites strukturiert sind und was der genaue Fokus Deiner Analyse ist, zeigt er Dir die Auswertung auf Verzeichnis-Ebene oder direkt auf URL-Ebene.

Vorsicht bei der Interpretation der Sichtbarkeit

Die Sichtbarkeit solltest Du nicht mit echtem Traffic oder Umsatz verwechseln. Eine Domain kann mehr Sichtbarkeit haben, aber weniger Besucher*innen. Große Einbrüche im Sichtbarkeitsindex müssen nicht unbedingt Trafficverluste bedeuten. Auch ein Vergleich ist nur bedingt sinnvoll, wenn die Seiten unterschiedliche Sortimente haben. Die Zahlen solltest Du immer hinterfragen.

Inhaltliche Lücken auf Deiner Zielseite aufdecken

Um zu prüfen, ob Deine Unterseite alle relevanten Themen abdeckt, könntest Du die Top-Suchergebnisse manuell analysieren – oder Du nutzt praktische Tools.

WDF*IDF-Tools etwa vergleichen die Inhalte der Top 10-20 Seiten und zeigen, welche Begriffe besonders wichtig sind. Für diese Analysen nutzen wir am liebsten das TF-IDF-Tool von Termlabs.io.

Mit diesem Tool kannst Du sehen, welche Begriffe bei den Top-Seiten am häufigsten zu finden sind und Deine URL als Vergleichsbasis heranziehen – hier am konkreten Beispiel von „Holzspielzeug Kinder“:

TDF-IDF-Analyse mit termlabs.io

TDF-IDF-Analyse mit termlabs.io

Mittels der TF-IDF-Analyse erhältst Du eine Übersicht wichtiger Terme der Top-Zielseiten im Vergleich zur Nutzung auf Deiner Zielseite. In der Spalte „Score“ erhältst Du eine Einschätzung über den aktuellen Status quo mit z. B.: Welche Begriffe sind schon sehr gut eingebaut und welche fehlen noch?

Aber Achtung: nicht 1:1 übernehmen, sondern nach der Bedeutung für Deine Zielseite hinterfragen und als thematische Inspiration nutzen. Verwende nur für Dich sinnvolle Begriffe, und nicht jene der Konkurrenz, sofern Du diese Produkte nicht anbietest (siehe Markierung Peitz).

Zudem kannst Du im „Co-Occurences“-Bericht anschauen, welche Begriffe häufig als gute Ergänzungen bzw. Synonyme für mehr Themenbreite und Kontext auf den Top-Seiten zu finden sind. Gleiche am besten ab, ob diese Begriffe auf Deiner Zielseite zu finden sind.:

 Co-Occurences-Bericht in der Term Analysis bei termlabs.io

Co-Occurences-Bericht in der Term Analysis bei termlabs.io

Das ist sinnvoll, weil Suchmaschinen Inhalte nicht mehr nur anhand einzelner Keywords bewerten, sondern anhand ihres thematischen Kontexts. Wenn auf erfolgreichen Seiten bestimmte Begriffe regelmäßig gemeinsam vorkommen, deutet das darauf hin, dass sie zum Thema gehören und für Nutzer*innen relevant sind. Durch die Integration solcher Begriffe kannst Du Deine Inhalte thematisch vollständiger gestalten und Suchmaschinen helfen, den Inhalt Deiner Seite besser einzuordnen.

Neue Keyword-Potenziale recherchieren

Größeres Potenzial bietet die Identifizierung von Inhaltslücken durch eine sogenannte Keyword-Gap-Analyse, um für neuen Traffic auf Deiner Seite mittels neuer Landingpages zu sorgen. Somit kannst Du Dich inhaltlich noch breiter aufstellen. KI-Tools wie Google Gemini oder ChatGPT können Dir zusätzlich helfen, Themenlücken schneller zu identifizieren. Mit gezielten Prompts lassen sich z. B. fehlende Inhalte, Nutzerfragen oder semantische Zusammenhänge automatisiert ableiten. Meine Kollegin Luisa hat sich dem Thema der Keyword-Gap-Analyse im Detail gewidmet, weshalb ich diesen Punkt nur kurz anschneide.

Wichtig: Keyword-Lücken immer kritisch interpretieren – nicht blind übernehmen. Prüfe genau, welche Keywords für Dich interessant und vor allem thematisch passend sind (Stichwort: Topical Authority).

Weitere KPIs vergleichen

Eine weitere wichtige Vergleichsmöglichkeit ist die Anzahl indexierter Seiten der Konkurrenz im Blick zu halten und zu dokumentieren. Dafür bietet sich der Domain-Vergleich von SISTRIX an. Unter „Anzahl URLs mit Ranking“ bekommst Du einen guten Überblick darüber:

 Domain-Vergleich bei SISTRIX

Der Domain-Vergleich bei SISTRIX gibt viele Möglichkeiten zum Kennzahlenvergleich.

In grün sind die Bestwerte je verglichener Domains angezeigt, in rot die jeweils schlechtesten Werte. Das gibt über den Verlauf eine gute Auswertung, ob der Wettbewerb neuen Content wie neue Produktseiten oder Kategorieseiten erstellt hat.

Tipp: Notiere Dir regelmäßig die Anzahl an URLs Deiner Wettbewerber, um bei Sichtbarkeitsveränderungen, ob positiv oder negativ, Ableitungen treffen zu können.

5. Technischen Aufbau analysieren

Neben Keywords solltest Du analysieren, wie Wettbewerber ihre Inhalte und Websites aufbauen.

SERP-Features prüfen

Wenn Du bereits gute Rankings hast, lohnt sich dennoch ein Blick auf Deine Konkurrenz und auf deren SERP-Features: Sprich, wie sehen die Suchergebnisse Deiner Wettbewerber aus (Bilder, Videos, Aufnahme in AI-Answers, …)?

Diese Möglichkeit bietet zum Beispiel semrush in der Keyword-Übersicht. Gib dort ein für Dich wichtiges Keyword ein und Du erhältst die Top-Ergebnisse inklusive SERP-Funktionen, am Beispiel „Holzspiel Kinder“ schaut dies folgendermaßen aus:

SERP-Featured-Analyse mit semrush

SERP-Features-Analyse mit semrush

Alternativ kannst Du Dir Deine Wettbewerber direkt anschauen und prüfen, welche SERP-Features bei deren Rankings angezeigt werden – beispielweise mit SISTRIX:

SERP-Snippets-Übersicht in SISTRIX

SERP-Snippets-Übersicht in SISTRIX

Die Analyse der SERP-Features Deiner Wettbewerber zeigt Dir, welche Inhalte Google bevorzugt und wo Du Deine eigene SEO-Strategie anpassen kannst, um im Wettbewerb bessere Sichtbarkeit und höhere Klickzahlen zu erzielen. Ein wachsender Teil der Suchanfragen wird inzwischen direkt durch KI beantwortet. Analysiere daher, welche Inhalte Deiner Wettbewerber in AI Overviews auftauchen, auch um Deine Inhalte gezielt zu optimieren und um selbst in KI-Antworten gelistet zu werden. Bei SISTRIX kannst Du diese über den Keyword-Filter herausfinden:

Dich interessiert generell, wieviel AI-Traffic Deine Website generiert? Dann wirf gern einen Blick auf den Blogpost meiner Kollegin Nicole, die sich intensiv mit der Analyse von Traffic aus AI-Systemen auseinandergesetzt hat.

Technisches Setup untersuchen

Auch ein Crawl der Websites der Wettbewerber gibt einen guten Überblick zum aktuellen Status quo aus technischer Sicht. Wirf innerhalb einer größeren SEO-Konkurrenzanalyse Deine Top 3 Konkurrenten in den Screaming Frog und crawle Dich durch deren Seiten. Interessant kann dabei sein:

  1. Meta-Robots und Canonical-Tags
  • zeigen, welche Seiten der Konkurrenz indexiert oder ausgeschlossen sind.
  • helfen dabei, Lücken oder unnötige Indexierungen zu erkennen.
  1. Content-Länge & Wortanzahl
  • ermöglichen die Content-Tiefe der Konkurrenz einzuschätzen.
  • Längere, gut strukturierte Inhalte ranken – je nach Thema – besser, hier lassen sich Benchmarking-Punkte ableiten.
  1. Interne Verlinkung
  • Screaming Frog zeigt, wie viele Klicks nötig sind, um zu wichtigen Seiten zu gelangen.
  • ermöglicht Analyse von Ankertexten, Linkpositionen und Anzahl der Links.
  • Starke interne Strukturen wirken sich positiv auf SEO aus – dadurch lässt sich die Strategie der Konkurrenz ableiten.
  1. Strukturierte Daten
  • Welche Arten von strukturierten Daten verwendet die Konkurrenz? (z. B. FAQ, Produkte, HowTo, Events)
  • Vorteile: Rich Snippets, höhere Klickrate (CTR), bessere Interpretation durch Google.
  • zeigen, wo die Konkurrenz stärker oder schwächer in der Darstellung ist.
  1. Open-Graph-Tags
  • Welche Open-Graph-Tags werden eingesetzt?
  • Wie detailliert sind sie angegeben?
  • sind wichtig für Social-Media-Snippets und Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken.

Tipp: Behalte das CMS oder Shopsystem Deiner Konkurrenten im Auge. Es liefert direkte Hinweise auf technische Stärken, SEO-Strategien und mögliche Schwächen, die Du für Deine eigene Optimierung nutzen kannst.

Durch diese Analyse erkennst Du, wie Deine Konkurrenz in Content, Technik und Struktur aufgestellt ist, entdeckst Potenziale und Lücken und kannst gezielt eigene Optimierungen planen – inklusive strukturierter Daten für bessere Sichtbarkeit in den SERPs.

Core-Web-Vitals-Werte vergleichen

Die Core Web Vitals sind ein fester Bestandteil von Googles Rankingfaktoren – deswegen lohnt es sich, sie auch bei der SEO-Konkurrenzanalyse zu betrachten. Die Core Web Vitals der Konkurrenz liefern direkte Hinweise auf technische Stärken und Schwächen, zeigen Optimierungschancen und helfen Dir, Deine eigene Seite messbar zu verbessern.

In SISTRIX erhältst Du unter Domain-Vergleich einen Überblick über Deine Performance und Deiner Wettbewerber:

Core Web Vitals Performance bei SISTRIX

Ausschnitt des Domain-Vergleichs in puncto Core Web Vitals Performance bei SISTRIX.

Hier siehst Du konkret, dass speziell ein Wettbewerber stärker aufgestellt ist, und kannst Dir dessen Website genauer anschauen. Ich empfehle hier den Chrome UX-Report (CrUX) zu nutzen, (das offizielle Dataset der Web Vitals), um fundierte Einblicke in die Nutzererfahrung zu erhalten.

Tipp: Installiere Dir dafür die Browser-Erweiterung Core Web Vitals Visualizer für Chrome. Hier erhältst Du konkrete, vergangene CruX-Daten wie Largest Contentful Paint, Interaction to Next Paint oder Cumulative layout shift auf Seitenbasis.

6. Content-Aufbereitung & UX der Wettbewerber prüfen

Nehmen wir an, dass mein Wettbewerber für „Kinderspielzeug holz“ auf 1 rankt und ich möchte nun wissen, wie der Konkurrent die Zielseite aufgebaut hat:

Blick in SERPs bei SISTRIX

Blick in die SERPs für „kinderspielzeug holz“ (SISTRIX)

Nun kannst Du Dir die Landingpages des Konkurrenten anschauen und dort ableiten, was dieser besser macht. Dies kann folgendes beinhalten:

  1. Struktur und Navigation der Wettbewerber prüfen: In welcher Ebene befindet sich die Seite? Ist diese Seite prominenter platziert innerhalb der Website als Deine Zielseite? Wie ist die User Experience und Usability der Seite?
  2. Konkreter Aufbau der Seiten: Welche Anordnung haben die Elemente auf der Seite? Wo sind Keywords untergebracht? Fehlen im Vergleich essenzielle Inhalte auf Deiner Zielseite?
  3. Genutzte Contentformate: wie Bilder, Videos, Inhaltsverzeichnis, FAQ-Bereich. Prüfe, was auch auf Deiner Zielseite noch aktiv eingebaut und verbessert werden kann.

Lass Dich von Deinen Wettbewerbern inspirieren – auch wenn das etwas Aufwand bedeutet, lohnt sich die Investition. Berücksichtige gleichzeitig, dass vielfach Inhalte heute mit KI erstellt werden: Prüfe, ob Deine Wettbewerber echten Mehrwert bieten oder nur generischen Content liefern, und setze bewusst auf Deine eigene Expertise, um Dich abzuheben.

7. Backlinks und Offpage-Signale analysieren

Du könntest jetzt einen direkten Vergleich mit Deinen Konkurrenten starten – wirklich aussagekräftig ist das aber nicht. Bei den meisten Domains wurden viele Backlinks inzwischen über das Disavow-Tool entwertet. Die absolute Zahl sagt daher nur noch: Ist die Domain etabliert oder eher ein unbeschriebenes Blatt? Auch die Entwicklung des Link-Wachstums liefert kaum relevante Informationen, da die meisten Links ohnehin Spam sind und keine Wirkung haben.

Mit den LinkResearchTools hast Du mehrere Möglichkeiten Konkurrenzanalysen durchzuführen. Für einen schnellen Überblick habe ich die Quick-Domain-Compare-Funktion genutzt.

Bei unserem Beispiel von small-foot.de schneidet die Konkurrenz bei den Werten im Schnitt besser ab. Die Anzahl der verlinkenden Root Domains fällt hingegen stärker aus:

Quick Domain Compare mit den LinkResearchTools

Quick Domain Compare via den LinkResearchTools

Beim Thema Backlinks gilt nicht „viel hilft viel“. Wenige richtig gute Links bringen heute deutlich mehr als ein Haufen schwacher oder potenziell schädlicher Links.

Gute Linkquellen identifizieren

Wie kannst Du nun thematisch passende Backlinks bekommen? Da empfiehlt sich der Blick in semrush oder in die LinkResearchTools. Dort bekommst Du einen Überblick über bisherige, gute Linkquellen Deiner Wettbewerber, welche zeitgleich Deine potenzielle Zielgruppe abbilden. Ein großer Vorteil der LinkResearchTools ist der „Power*Trust“-Wert. Zwar ist dieser Wert allein für einen direkten Vergleich nicht besonders aussagekräftig, aber zur Priorisierung von Links ist er sehr hilfreich.

Auch mit semrush kannst Du mittels der Backlink-Gap-Analyse Chancen und Potenziale für weitere Backlinks auf Basis Deiner Wettbewerber herausfinden. Speziell jene Backlinks mit hohem Authority Score (im Screenshot Spalte AS), aber auch thematischer Relevanz sind hier interessant:

Backlink-Gap-Analyse mit semrush

Backlink-Gap-Analyse mit semrush

Mittels der Backlink-Gap-Analyse kannst Du starke Linkquellen identifizieren und potenzielle Kooperationspartner*innen finden. Mein Kollege Martin erklärt in seinem Guide-Artikel im Detail was es mit einem Backlink-Check auf sich hat. Solltest Du grade was Richtung Backlinks unternehmen wollen, sprich gern mit uns, vielleicht ist ein Link Audit für Deine Website hilfreich.

5 kostenfreie Tool-Tipps für Deine Konkurrenzanalyse

Folgende (zeitweise) kostenfreie Tools empfehle ich Dir:

  • Competitor Finder von Semrush: Finde heraus, wer Deine Konkurrenten sind.
  • Sichtbarkeitsindex mit SISTRIX prüfen: Welchen SI-Wert hat Dein Wettbewerber? Bei SISTRIX kannst Du einen kostenlosen 14-Tages-Test machen.
  • SEO-Wettbewerbsanalyse mit Seobility: Analysiere SEO-Performance und Rankings der Konkurrenz. Hier kannst Du eine 14-Tage Testphase nutzen.
  • Screaming-Frog SEO Spider: Gratis-Version umfasst den Crawl von bis zu 500 URLs. Aber auch der Gesamtjahresbetrag von 245€ lohnt sich allemal!
  • WDF*IDF-Tool: Erhalte eine Übersicht über Keyword-Gewichtungen von Texten Deiner Konkurrenz. So findest Du relevante Begriffe zur Erweiterung und Optimierung Deiner Zielseiten!

Und was ist mit der KI? KI-gestützte Systeme wie ChatGPT können Dir helfen, Deine Konkurrenzanalyse effizienter zu gestalten – etwa durch gezielte Prompts oder eigene GPTs. Dennoch gilt: Die Ergebnisse sollten immer als erste Orientierung verstanden werden. Eine sorgfältige Überprüfung und Einordnung ist unerlässlich, bevor Du darauf basierend Entscheidungen triffst.

9. Los geht’s: Starte jetzt mit Deiner SEO-Konkurrenzanalyse

Nun kennst Du einige Möglichkeiten, wie Du Deine Wettbewerber mit Deiner Website vergleichen kannst. Es gibt sicher noch viele weitere Ansätze und Vorgehensweisen – welche nutzt Du? Wichtig ist auf jeden Fall nachvollziehbar zu arbeiten und Dich mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

  • Welche Wettbewerber hast Du Dir konkret ausgesucht? Auch wenn Du „nur“ einen bestimmten Produktbereich anbietest, empfehle ich den Blick auf größere Player zu werfen – think big! Dabei geht es nicht darum, Dich direkt mit Giganten wie Amazon zu vergleichen, sondern etablierte und erfolgreiche Anbieter aus Deinem Marktumfeld als Orientierung zu nutzen.
  • Welche Kriterien möchtest Du in die Analyse miteinbeziehen? Bedenke, dass bestimmte Punkte wie technische Voraussetzungen auch Limitierungen mit sich bringen.
  • Verschaffe Dir am besten einen Überblick über Deinen aktuellen SEO-Status quo und fange dort an, wo Du am schnellsten was bewegen kannst. Hierfür bietet sich eine Onpage-Analyse Deiner Website

Eine SEO-Konkurrenzanalyse sollte regelmäßig durchgeführt werden, da Rankings, Inhalte und Strategien der Wettbewerber ständig im Wandel sind.

Wer kontinuierlich analysiert, erkennt neue Chancen frühzeitig und kann seine eigene SEO-Strategie gezielt verbessern. Natürlich steht Dir immer offen, komplett andere Wege als die Wettbewerber zu gehen, um Dich abzuheben.

Wichtig ist, dass Deine Marke und Website sichtbar bleiben – auch in Zeiten von KI, ChatGPT, Gemini und Co. Schaue gerne in meinen letzten Blogartikel. Dort findest Du 10 Tipps, damit Deine Marke zukünftig sichtbar bleibt.

Mein Tipp: Zu Wochenbeginn immer einen Blick in die aktuelle Sichtbarkeitsentwicklung im Vergleich zu Deinen Wettbewerbern werfen 😉

Möchtest Du in das Thema KI und „GEO“ eintauchen und brauchst konkrete Tipps für Deine Strategie, die auch KI-Suchmaschinen berücksichtigt? Dann empfehle ich Dir den Blogbeitrag meiner Kollegin Anika zum Thema SEO für KI. Und falls Du das Thema jetzt auch endlich angehen möchtest oder Dich mehr mit KI auseinandersetzen möchtest, aber immer irgendwie keine Zeit dafür hast, dann schreibe uns eine Nachricht – wir unterstützen Dich gern.

 

Bildnachweis

Titelbild: generiert mit ChatGPT ; Bild 2,4,8,11,13-16: Screenshot SISTRIX; Bild 3: Screenshot metrics.tools, ; Bild 5, 6: Screenshot ahrefs; Bild 7,12,18 : Screenshot semrush; Bild 9, 10: Screenshot termlabs.io; Bild 17: Screenshot LinkResearchTools

Über Nadja Frenzel
Nadja ist seit Mitte Mai 2020 Teil des SEO Teams bei Seokratie. Neben der strategischen und operativen SEO-Betreuung beschäftigt sie sich gern mit der Webanalyse, Trackings sowie Usability-Aspekten von Websites. Hier findest Du alle Beiträge von .
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