Social-Media-Begriffe: Das große Social-Media-ABC für Einsteiger*innen und Profis
„Der Hook vom Reel sitzt, aber schau Dir die Retention an. Vielleicht pushen wir das Ganze noch als Collab Post.“ Sätze wie dieser fallen in Meetings häufig. Wer nicht tief in der Materie steckt, versteht dabei schnell nur noch Bahnhof. Genau dafür gibt es dieses Glossar. Ich erkläre Dir die wichtigsten Social-Media-Begriffe verständlich und alphabetisch sortiert, damit Du beim nächsten Meeting nicht nur mitreden, sondern mitdenken kannst.

In unserem großen ABC erklären wir Dir die wichtigsten Social-Media-Begriffe, die Du unbedingt kennen solltest.
Warum Du die wichtigsten Social-Media-Begriffe kennen solltest
Social Media hat längst eine eigene Sprache entwickelt. Sie mischt Englisch mit Marketing-Deutsch, erfindet ständig neue Wörter und sortiert alte gnadenlos aus. Das Problem dabei: In Briefings, Reportings und Gesprächen mit Agenturen wird dieses Vokabular vorausgesetzt. Wer bei Custom Audience oder Content Pillar nur nickt, ohne die Begriffe wirklich einordnen zu können, trifft am Ende Entscheidungen auf wackeliger Basis.
Eine gemeinsame Sprache spart außerdem richtig viel Zeit. Wenn alle im Team dasselbe meinen, wenn sie von Reichweite, Impressionen oder Engagement sprechen, entstehen weniger Missverständnisse und die Zusammenarbeit läuft deutlich runder. Das gilt für interne Teams genauso wie für die Arbeit mit externen Partner*innen.
Social-Media-ABC: Begriffe von A bis Z
Von A wie Algorithmus bis Z wie Zielgruppe – das ist der Kern des Social-Media-Glossars: Hier findest Du die wichtigsten Social-Media-Begriffe übersichtlich dargestellt und einfach erklärt. Klick Dich einfach durch oder spring direkt zu dem Begriff, der Dich gerade beschäftigt.
A/B-Testing
Das A/B-Testing stammt aus dem Bereich Social Media Advertising (Social Media Ads = Social-Media-Werbung). Dabei treten zwei Varianten gegeneinander an, etwa zwei Anzeigenmotive oder zwei Headlines, und die Daten entscheiden, welche gewinnt. Die bessere läuft weiter oder wird als Grundlage für die nächste Testrunde genutzt, während die schwächere Variante ausgemustert wird.
Account
Der Account ist Dein „Zuhause“ auf einer Plattform. Er umfasst Deine Zugangsdaten, Dein Profil und alles, was Du dort jemals gepostet, gespeichert oder geliked hast. Viele Plattformen bieten unterschiedliche Account-Typen für Privatpersonen, Creator und Unternehmen an, die sich vor allem im Funktionsumfang unterscheiden.
Ads Manager
Der Ads Manager ist das Profi-Werkzeug für Werbekampagnen auf den Meta-Plattformen. Hier erstellst, steuerst und analysierst Du Deine Anzeigen bis ins kleinste Detail. Im Vergleich zur Meta Business Suite bietet er deutlich mehr Tiefe und richtet sich an alle, die ernsthaft mit Paid-Kampagnen arbeiten.
Und ja, manchmal fühlt sich die Arbeit dort auch ein bisschen wie ein Murks an, ganz ohne Frust-Momente kommt man im Ads Manager leider nicht davon. 😉 Darum hat meine Kollegin Tamara auch einen ausführlichen Artikel zum Thema „Wie Du Dich in den Tiefen des Werbeanzeigenmanagers zurecht findest“ verfasst.
AI Content
AI Content bezeichnet Inhalte, die mithilfe künstlicher Intelligenz entstehen, von KI-generierten Bildern über Texte bis zu komplett synthetischen Videos. Die Technologie entwickelt sich rasant, und mit ihr die Debatte um Kennzeichnung und Transparenz. Am Ende zählt, dass Du offen kommunizierst, wo KI im Spiel war, denn Vertrauen verzeiht vieles, aber keine versteckte Täuschung.
Algorithmus
Der Algorithmus ist die unsichtbare Instanz, die entscheidet, wer welche Inhalte zu sehen bekommt. Er wertet unzählige Signale aus: Womit interagierst Du, wie lange bleibst Du bei einem Video hängen, was speicherst und teilst Du? Die genauen Details hüten die Plattformen wie einen Schatz. Es ist ein bisschen wie bei der magischen Miesmuschel: Man schüttelt die Frage und bekommt eine Antwort, aber warum genau diese Antwort kam, bleibt für immer ihr Geheimnis.
Die Grundlogik hinter dem Algorithmus solltest Du trotzdem verstehen: Der Algorithmus zeigt bevorzugt Inhalte, die Menschen in den ersten Sekunden fesseln und zum Reagieren bringen. Wer also von Anfang an Aufmerksamkeit weckt und echte Interaktion auslöst, wird belohnt, alles andere rauscht ungesehen im Feed vorbei.

Der Algorithmus ist wie die magische Miesmuschel: ✨ unergründlich und wertvoll.
Beitrag
Beitrag ist schlicht das deutsche Wort für Post. In der Praxis werden beide Begriffe bunt gemischt verwendet, im Marketing-Alltag hat sich allerdings das englische „Post“ durchgesetzt. Darunter versteht man jeden einzelnen Inhalt, den Du auf einer Social-Media-Plattform veröffentlichst.
Bio
Die Bio (Biografie) ist die Kurzbeschreibung ganz oben in Deinem Profil. Auf Instagram hast Du dafür gerade einmal 150 Zeichen. Auf dieser winzigen Fläche solltest Du klar machen, wer Du bist, welchen Mehrwert Du bietest und was Besucher*innen als Nächstes tun sollen. Ein Link und ein knackiger Call-to-Action gehören für Unternehmen praktisch immer dazu.
Brand Ambassador
Ein Brand Ambassador (Markenbotschafter) vertritt eine Marke langfristig und vermittelt ihre Werte sowie Botschaften authentisch an die Zielgruppe. Dabei kann es sich um Influencer, Prominente, Expert*innen, Mitarbeit*innen oder zufriedene Kund*innen handeln. Im Gegensatz zu einer einmaligen Werbekooperation basiert eine Brand-Ambassador-Partnerschaft auf einer dauerhaften Zusammenarbeit. Durch die regelmäßige Präsenz und die enge Verbindung zur Marke entsteht Vertrauen, das sich positiv auf Markenbekanntheit, Image und Kaufentscheidungen auswirken kann.
Branding
Branding umfasst alles, was Deine Marke unverwechselbar macht: das visuelle Erscheinungsbild, die Tonalität, die Werte und die Haltung. Auf Social Media zeigt sich starkes Branding daran, dass Deine Community einen Beitrag von Dir erkennt, noch bevor sie den Absender gelesen hat.
Ganz schön viel auf einmal? Dann melde Dich bei uns, wir helfen Dir gerne weiter!
Broadcast
Broadcast bezeichnet ganz allgemein das Aussenden von Inhalten an ein großes Publikum, also eine Ein-zu-Viele-Kommunikation ohne echten Rückkanal. Auf Instagram gibt es dafür mit den Broadcast Channels eine eigene Funktion: Sie funktionieren wie ein einseitiger Gruppenchat, Du schreibst, Deine Abonnent*innen lesen, reagieren mit Emojis und stimmen bei Umfragen ab, können aber nicht selbst posten. Für exklusive Updates, Ankündigungen und einen direkteren Draht zur eigenen Community sind die Kanäle ein spannendes Werkzeug. Auch WhatsApp hat mit seiner Broadcast-Liste eine ähnliche Funktion im Angebot.
Buyer Persona
Eine Buyer Persona ist ein detailliertes, datenbasiertes Porträt Deines*Deiner idealen Kund*in, inklusive Zielen, Sorgen und Mediennutzung. Statt für eine anonyme Masse zu texten, schreibst Du für eine konkrete Person, und genau das macht Deinen Content spürbar besser. Mein Kollege Martin erklärt Dir in seinem Blog, wie Du Buyer Personas erstellen kannst.
Churn Rate
Die Churn Rate ist die unbequeme Schwester des Follower-Wachstums: Sie misst, wie viele Menschen Dir in einem Zeitraum entfolgen. Steigt sie spürbar an, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die eigenen Inhalte. Vielleicht postest Du zu werblich, zu häufig oder schlicht am Interesse Deiner Zielgruppe vorbei.
Clickbait
Clickbait kennst Du sicher auch aus der Offline-Welt, von reißerischen Zeitschriften-Covern am Kiosk, die mit Skandalen oder Sensationen locken, inhaltlich aber selten halten, was sie versprechen. Im Netz funktioniert das Prinzip genauso: Clickbait lockt mit reißerischen Überschriften und liefert dann selten, was versprochen wurde. Kurzfristig bringt das Klicks, langfristig kostet es Vertrauen. Die bessere Strategie: neugierig machen, aber halten, was die Headline verspricht.
Collab Post
Ein Collab Post erscheint gleichzeitig in den Feeds von zwei Accounts, dadurch zählen sämtliche Likes, Kommentare und Shares für beide. Bei Kooperationen ist das ein echter Hebel, weil sich die Reichweiten beider Communities addieren, ohne dass doppelter Content produziert werden muss.

Durch einen Collab Post profitieren beide Accounts von gemeinsamer Reichweite, Interaktionen und einer höheren Sichtbarkeit bei ihren jeweiligen Communities.
Community
Deine Community ist deutlich mehr als eine Zahl im Profil. Sie besteht aus den Menschen, die regelmäßig mit Deinen Inhalten interagieren, sich mit Deiner Marke identifizieren und im besten Fall sogar untereinander ins Gespräch kommen. Eine lebendige Community ist das wertvollste Kapital, das Du Dir auf Social Media aufbauen kannst, denn sie bleibt Dir auch dann treu, wenn der Algorithmus mal launisch ist.
Community Management
Community Management bedeutet, Deine Community aktiv zu betreuen: Kommentare beantworten, Nachrichten bearbeiten, Diskussionen moderieren und echte Beziehungen aufbauen. Viele unterschätzen diesen Bereich sträflich. Dabei entscheidet sich oftmals hier, ob aus Followern loyale Fans werden oder stille Abgänge.
Content Creator
Content Creator bezeichnet eine Person, die Inhalte für digitale Kanäle produziert. Der Begriff ist die etwas formellere Variante von Creator und meint im Grunde dasselbe, betont aber zusätzlich, dass jemand professionell oder hauptberuflich in diesem Bereich tätig ist.
Content Pillar
Content Pillars sind ein internes Planungswerkzeug: die drei bis fünf thematischen Säulen, auf denen Dein gesamter Content ruht, zum Beispiel Rezepte, Küchentipps und Behind the Scenes für einen Foodblog. Nach außen sieht Deine Community diese Einteilung nicht direkt, spürt aber, dass Dein Account einen klaren roten Faden hat. Für Dich selbst hilft die Struktur bei der Planung: Jede Content-Idee sollte sich einer der Säulen zuordnen lassen. Passt eine Idee zu keiner davon, ist sie meist zu weit vom eigentlichen Fokus entfernt.
Content-Kalender
Der Content-Kalender ist der visuelle Zwilling des Redaktionsplans: Er legt Deine geplanten Beiträge auf eine Zeitachse und macht Kampagnen, Feiertage und saisonale Anlässe auf einen Blick sichtbar. In der Praxis verschwimmen beide Social-Media-Begriffe – und das ist völlig in Ordnung. Wenn Du wissen möchtest, wie Du einen Redaktionsplan erstellst, ist dieser Beitrag für Dich sicher sehr hilfreich: Warum Du einen Social-Media-Redaktionsplan brauchst und wie Du ihn erstellst.
Conversion
Eine Conversion ist eine zentrale Kennzahl aus dem Bereich Social Ads. Sie beschreibt den Moment, in dem aus Interesse eine konkrete Handlung wird: ein Kauf, eine Newsletter-Anmeldung, eine Kontaktanfrage. Am Ende des Tages werden performanceorientierte Kampagnen genau daran gemessen, nicht an Likes. In unsere Guide erklären wir den Online Marketing-Begriff „Conversion“ im Detail.
Corporate Identity
Die Corporate Identity ist das einheitliche Erscheinungsbild und Selbstverständnis eines Unternehmens, also wie es sich nach außen präsentiert und wie es intern tickt. Dazu gehören das visuelle Design, die Art der Kommunikation und das Verhalten gegenüber Kund*innen und Mitarbeitenden. Auf Social Media zeigt sich das ganz konkret: Jede Story, jedes Reel und jeder Kommentar sollte in diese Identität einzahlen, denn Widersprüche zwischen Anspruch und Auftritt fallen der Community schneller auf, als vielen lieb ist.
CPA (Cost per Acquisition)
Der Cost per Acquisition gehört zu den wichtigsten Kennzahlen im Bereich Social Ads. Er zeigt Dir, was Dich eine Conversion durchschnittlich kostet, egal ob Kauf, Lead oder Anmeldung. Kaum eine Kennzahl ist für die Budgetplanung wichtiger, denn erst der CPA verrät, ob sich Deine Kampagnen wirtschaftlich überhaupt rechnen. Du willst zu dieser KPI mehr wissen? CPA CPC CPL einfach erklärt.
CPC (Cost per Click)
Wer Social Ads schaltet, kommt am Cost per Click nicht vorbei. Er verrät Dir, was Dich ein einzelner Klick auf Deine Anzeige im Schnitt kostet, und ist die Standardwährung für alle Kampagnen, bei denen Traffic das Ziel ist. Er ist ein guter erster Indikator dafür, wie effizient Deine Anzeigen arbeiten.
CPM (Cost per Mille)
CPM steht für Cost per Mille und ist eine weitere zentrale Kennzahl aus der Welt der Social Ads. Sie beziffert die Kosten pro tausend Impressionen und wird vor allem bei Awareness-Kampagnen herangezogen, bei denen Sichtbarkeit wichtiger ist als der einzelne Klick. Nebenbei verrät Dir der CPM auch, wie umkämpft Deine Zielgruppe gerade ist: Je höher der Wettbewerb, desto teurer die tausend Kontakte. Die deutsche Bezeichnung dafür ist der Tausenderkontaktpreis (TKP).
Creator
Creator sind Menschen, die eigene Inhalte für digitale Plattformen erschaffen, vom Foto über das Video bis zum Text. Dieser Social-Media-Begriff ist bewusst breit gefasst und betont die kreative Arbeit hinter dem Content. Anders als klassische Influencer definieren sich Creator weniger über ihre Reichweite als über die Qualität ihrer Inhalte.
CTA (Call-to-Action)
Ein Call-to-Action ist eine klare Handlungsaufforderung: „Speichere Dir diesen Beitrag“, „Schreib Deine Meinung in die Kommentare“ oder „Klick auf den Link in der Bio“. Klingt banal, funktioniert aber nachweislich. Menschen interagieren deutlich häufiger, wenn man sie freundlich dazu einlädt.
Wenn Du gerade merkst, dass Dir bei der Planung Deiner Social-Media-Kanäle noch die Strategie oder Zeit fehlt, dann melde Dich bei uns, wir unterstützen Dich gerne dabei!
(Übrigens: Was Du gerade gelesen hast, war selbst ein CTA. Nicht besonders subtil, aber genau darum geht’s. 😉)
Wie Du einen wirkungsvollen CTA gestaltest, kannst Du hier nachlesen: Klick mich! So gestaltest Du einen wirkungsvollen CTA.
CTR (Click Through Rate)
Die Click Through Rate ist eine zentrale Kennzahl aus dem Bereich Social Ads. Sie setzt Klicks und Impressionen ins Verhältnis und wird in Prozent angegeben. Sie beantwortet eine einfache Frage: Wie viele der Menschen, die meine Anzeige gesehen haben, fanden sie spannend genug, um zu klicken? Eine niedrige CTR ist oft das erste Warnsignal für schwache Creatives oder unklare Botschaften.
Custom Audience
Eine Custom Audience ist eine Zielgruppe aus Menschen, die Deine Marke bereits kennen: bestehende Kund*innen, Newsletter-Abonnent*innen oder Website-Besucher*innen. Diese Daten bringst Du selbst mit und genau das macht Custom Audiences zum perfekten Werkzeug für Retargeting-Kampagnen.
Customer Journey
Die Customer Journey zeichnet sämtliche Berührungspunkte nach, die ein Mensch mit Deiner Marke hat, vom ersten Reel über den Newsletter bis zur Bewertung nach dem Kauf. Sie denkt weiter als der klassische Funnel, denn echte Kaufentscheidungen verlaufen selten schnurgerade.
Dark Social
Dark Social bezeichnet das Teilen von Inhalten über private Kanäle wie WhatsApp, Signal oder E-Mail. Für Analytics-Tools sind diese Weiterleitungen praktisch unsichtbar, obwohl sie einen erheblichen Teil der tatsächlichen Verbreitung ausmachen. Falls Dein Content also besser läuft, als Deine Zahlen vermuten lassen, könnte Dark Social der Grund sein.
DM (Direct Message)
Eine Direct Message ist eine private Nachricht innerhalb einer Plattform. Was früher ein Nebenkanal war, ist heute für viele Marken der wichtigste Draht zur Kundschaft: Support-Anfragen, Kooperationsangebote und Kaufberatung laufen zunehmend über die DMs. Auf Facebook nennt man die DM auch häufig PN (Privatnachricht).
Earned Media
Earned Media ist die Aufmerksamkeit, die Du Dir verdient hast, ohne dafür zu bezahlen: Presseerwähnungen, Weiterempfehlungen, organische Shares. Diese Form der Sichtbarkeit lässt sich nicht kaufen und wirkt gerade deshalb besonders glaubwürdig, denn sie basiert auf echter Überzeugung statt auf einem Werbebudget.
Engagement
Engagement (englische Aussprache, nicht französisch) ist der Sammelbegriff für alle aktiven Reaktionen auf Deine Inhalte, von Likes über Kommentare bis zu Shares und Saves. Hohes Engagement zeigt, dass Dein Content berührt, hilft oder unterhält, und genau das belohnt der Algorithmus mit Reichweite.
Engagement Rate
Die Engagement Rate verrät Dir, wie stark Deine Community wirklich mit Deinen Inhalten interagiert. Dafür werden Likes, Kommentare, Shares und Saves ins Verhältnis zu Deinen Followern oder zur Reichweite gesetzt. Wie Du die Engagement Rate berechnest, was ein guter Wert ist und wie Du sie steigerst, liest Du ausführlich in unserem Blog: So steigerst Du Deine Engagement Rate auf Instagram.
Ephemere Inhalte
Hinter diesem sperrigen Fachwort verbergen sich alle Inhalte mit Verfallsdatum, allen voran Stories. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet „kurzlebig“. Die zeitliche Begrenzung erzeugt bewusst Dringlichkeit: Wer die Story verpasst, verpasst sie eben. Das spielt geschickt mit dem FOMO-Effekt (Fear of Missing Out, also die Angst etwas zu verpassen), den Du weiter unten im Social-Media-Glossar findest.
Explore
Explore ist ein Instagram-spezifischer Social Media Marketing-Begriff für den Entdeckungsbereich hinter dem Lupe-Symbol, auch bekannt als „Suchen und Entdecken“. Anders als der Feed zeigt Dir Explore gezielt Inhalte von Accounts, denen Du noch nicht folgst, basierend auf Deinen Interessen und Deinem bisherigen Verhalten. Für Dich als Marke ist Explore besonders spannend, weil Du hier neue Zielgruppen erreichst, die Deinen Account noch gar nicht kennen.
Fans
Fans ist der klassische Facebook-Begriff für Menschen, die eine Seite mit „Gefällt mir“ markiert haben. Inhaltlich entspricht das den heutigen Followern. Der Begriff klingt inzwischen etwas nostalgisch, taucht aber in älteren Reportings und Tools immer noch auf.
Feed
Der Feed ist der Strom an Inhalten, der Dich beim Öffnen einer Social-Media-App begrüßt, egal ob Instagram, TikTok, Facebook oder LinkedIn. Er zeigt Dir vor allem Beiträge von Accounts, denen Du folgst, ergänzt um weitere Inhalte, die der Algorithmus der jeweiligen Plattform anhand Deiner Interessen und Deines bisherigen Verhaltens für Dich auswählt.
Follower
Follower haben Deinen Account abonniert und bekommen Deine Inhalte in ihrem Feed angezeigt. Die reine Anzahl sagt allerdings weniger aus, als viele denken. Tausend aktive Follower, die kommentieren und teilen, bringen Dir mehr als zehntausend stille Kartei-Leichen.
Follower-Wachstum
Das Follower-Wachstum bildet ab, wie sich Deine Abonnentenzahl über die Zeit entwickelt. Stetiges, organisches Wachstum spricht für attraktiven Content. Plötzliche Sprünge nach oben deuten auf virale Beiträge oder Kampagnen hin und verdienen einen genaueren Blick: Was genau hat da funktioniert?
FOMO (Fear of Missing Out)
FOMO beschreibt die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Marketing macht sich diesen Effekt gezielt zunutze: zeitlich begrenzte Angebote, limitierte Produkte, exklusive Einblicke. Dosiert eingesetzt ist FOMO ein wirksamer Hebel. Wenn Du allerdings künstliche Knappheit am laufenden Band inszenierst, verspielst Du schnell Vertrauen.
Funnel
Der Funnel ist ein vereinfachtes Marketing-Modell, das den Weg Deiner Kund*innen in klar definierte Phasen unterteilt, klassisch Awareness, Consideration und Conversion. Er zeigt trichterförmig, wie sich die Anzahl der Interessent*innen von Phase zu Phase verringert, und hilft Dir dabei, für jede Phase die passenden Inhalte zu planen: Oben im Funnel unterhältst und informierst Du, weiter unten überzeugst Du mit konkreten Angeboten.
Grid
Als Grid bezeichnet man das Raster, in dem Deine Beiträge im Instagram-Profil angeordnet sind. Ein durchdachtes Grid mit wiedererkennbarer Bildsprache wirkt wie ein aufgeräumtes Schaufenster: Es macht sofort klar, wofür Dein Account steht und erhöht die Chance, dass Besucher*innen auf „Folgen“ tippen.
Hashtag #
Ein Hashtag ist ein Schlagwort mit vorangestelltem Doppelkreuz, zum Beispiel #onlinemarketing. Hashtags ordnen Inhalte thematisch ein und machen sie über die Suche auffindbar. Ihre goldenen Zeiten als Reichweiten-Booster sind auf den meisten Plattformen vorbei, weil moderne Algorithmen Inhalte längst über Text- und Videoinhalte selbst thematisch einordnen können. Auf Instagram dienen sie inzwischen vor allem der Kategorisierung, auf Facebook und LinkedIn spielen sie für die Reichweite praktisch keine Rolle mehr. Eine Ausnahme bildet TikTok, dort helfen Hashtags dem Algorithmus nach wie vor etwas stärker dabei, Inhalte einzuordnen.
Hook
Die Hook ist der Aufhänger in den ersten Sekunden eines Beitrags oder Videos, der Aufhänger im wörtlichsten Sinne: Sie soll die Aufmerksamkeit einhaken, bevor der Daumen weiterscrollt. Eine überraschende Aussage, eine gute Frage oder ein starkes Bild entscheiden hier über Erfolg und Untergang Deines Contents.
Hooks findest Du nicht nur in Videos oder Reels, sondern auch in Captions, Blogartikeln, Newslettern oder LinkedIn-Beiträgen. Überall dort entscheidet der erste Satz darüber, ob Menschen weiterlesen oder weiterscrollen. Die folgenden Beispiele zeigen den Unterschied zwischen einer schwachen und einer starken Hook.
| Schlechte Hook ❌ | Gute Hook ✅ |
| Heute sprechen wir über Instagram. | Warum 90 % auf Instagram nicht wachsen. |
| In diesem Video geht es um SEO. | Der größte SEO-Fehler kostet Dich Rankings. |
| Hier sind fünf Tipps für Social Media. | Wenn Du nur einen Social-Media-Tipp mitnimmst, dann diesen. |
| Willkommen zu meinem neuen Video. | Stopp! Bevor Du weiterscrollst, solltest Du das wissen. |
| Das ist unser neues Produkt. | Dieses Produkt löst ein Problem, das fast jeder kennt. |
| Ich zeige Dir heute eine Funktion. | Diese Funktion kennen die wenigsten und sie spart Dir jede Woche Stunden. |
| So funktioniert der Instagram-Algorithmus. | Der Instagram-Algorithmus macht genau einen Fehler, den fast alle falsch verstehen. |
| Das sind unsere Angebote. | Warum sich unsere Kunden immer wieder dafür entscheiden. |
| Wir waren auf einem Event. | Die wichtigste Erkenntnis von diesem Event hat uns überrascht. |
| In diesem Beitrag erfährst Du mehr. | Lies das, bevor Du Deinen nächsten Beitrag veröffentlichst. |
Impressionen
Impressionen zählen jede einzelne Einblendung Deines Beitrags, Mehrfachkontakte inklusive. Sieht dieselbe Person Deinen Post dreimal, ergibt das drei Impressionen, aber nur eine erreichte Person. Die Verwechslung von Reichweite und Impressionen gehört zu den häufigsten Fehlern in Social-Media-Reportings.
Influencer
Influencer ist längst nicht mehr nur ein Trend, sondern für viele ein echter Beruf geworden. Wer sich eine relevante Reichweite und das Vertrauen einer Community aufgebaut hat, kann davon leben, durch Kooperationen, Produktplatzierungen oder eigene Produktlinien. Genau diese Reichweite und das Vertrauen sind es auch, die Meinungen und Kaufentscheidungen der Follower beeinflussen können, daher der Name. Der Begriff reicht heute von großen Testimonials mit Millionenreichweite bis zu spezialisierten Nischen-Accounts mit wenigen Tausend Followern.
Influencer Marketing
Influencer Marketing bezeichnet die strategische Zusammenarbeit zwischen Marken und Creator. Die Marke profitiert von Reichweite, Vertrauen und Community-Bindung der Partner. Damit das funktioniert, muss die Kooperation authentisch zur Person passen, denn Communities spüren aufgesetzte Werbung sofort.
Instagram Insights
Die Insights sind das eingebaute Analyse-Tool von Instagram. Dort findest Du alle Zahlen zu Reichweite, Interaktionen, Profilaufrufen und Deiner Zielgruppe. Wenn Du Deine Inhalte ernsthaft verbessern willst, kommst Du an den Insights nicht vorbei, denn ohne Daten bleibt Optimierung reines Bauchgefühl.

So können die Instagram Insights aussehen, allerdings unterscheidet sich die Ansicht je nach Beitragstyp. Verfügbar sind die Insights außerdem nur für Business- und Creator-Accounts, ein privates Profil bietet diese Auswertung nicht.
Interaktionsrate
Interaktionsrate ist schlicht das deutsche Wort für Engagement Rate. Beide Begriffe beschreiben exakt dieselbe Kennzahl und werden im Alltag munter durcheinander verwendet.
Karussellpost
Ein Karussellpost besteht aus mehreren Bildern oder Videos, durch die man wischen kann, auf Instagram sind bis zu 20 Slides möglich. Das Format eignet sich hervorragend für alles, was mehr Erklärung braucht: Tutorials, Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder kleine Geschichten. Nebenbei sorgt jedes Weiterwischen für Verweildauer, was der Algorithmus mit Sichtbarkeit belohnt.
Klicks
Klicks erfassen alle Momente, in denen Nutzer*innen aktiv auf ein Element tippen: den Link in der Bio, einen Button in der Anzeige oder einen Sticker in der Story. Sobald es um Traffic für Website oder Shop geht, werden Klicks zur zentralen Währung.
Kommentar
Kommentare sind das direkteste Feedback, das Du auf Social Media bekommen kannst, spielen für den Algorithmus 2026 aber eine kleinere Rolle als noch vor einigen Jahren. Shares und Watchtime wiegen inzwischen schwerer. Trotzdem zählt Qualität vor Quantität: Ein durchdachter Kommentar bringt mehr als zehn Emojis, und wer schnell auf Kommentare antwortet, signalisiert dem Algorithmus echte Aktivität. Vor allem eröffnen Dir Kommentare die Chance, in echte Gespräche mit Deiner Community einzusteigen.
Krisenkommunikation
Krisenkommunikation ist der geplante Umgang mit Ereignissen, die Deiner Marke schaden können, vom Shitstorm über Produktrückrufe bis zur Datenpanne. Der wichtigste Grundsatz dabei lautet: Den Plan schreibst Du, bevor die Krise da ist. Mitten im Sturm ist es für Strategieentwicklung zu spät.
Live Stream
Bei einem Live Stream sendest Du in Echtzeit und Deine Community kann über die Kommentarfunktion direkt mitreden. Kein anderes Format schafft so viel Nähe zur Zielgruppe. Q&A-Runden, Produktvorstellungen oder Event-Begleitungen sind klassische Themen für einen Live Stream.
Long-Form-Video
Long-Form-Videos sind längere Videoformate ab etwa drei Minuten aufwärts. Ihr klassisches Zuhause ist YouTube, aber auch TikTok und Instagram experimentieren zunehmend mit längeren Inhalten. Für Tutorials, Interviews und Themen mit Tiefgang führt an diesem Format kein Weg vorbei.
Auch wir bei Seokratie setzen auf dieses Format, schau daher gern auf unserem YouTube-Kanal vorbei!
Lookalike Audience
Bei einer Lookalike Audience handelt es sich um eine Zielgruppen-Funktion aus dem Bereich Social Ads. Die Plattform sucht dabei Menschen, die Deinen besten Kund*innen statistisch ähneln, und zeigt ihnen Deine Anzeigen. Vereinfacht gesagt: Du gibst Meta Deine Stammkundschaft, Meta findet Dir deren Zwillinge. Für die Neukundengewinnung gehören Lookalikes zu den stärksten Hebeln im Ads-Baukasten.
Mention
Eine Mention ist die Erwähnung eines anderen Accounts über das @-Zeichen. Die erwähnte Person erhält eine Benachrichtigung und wird direkt in die Unterhaltung geholt. Mentions eignen sich wunderbar, um Kooperationspartner*innen sichtbar zu machen oder Quellen sauber zu kennzeichnen.
Meta Business Suite
Die Meta Business Suite ist die Schaltzentrale für Deine Facebook- und Instagram-Kanäle. Du planst dort Beiträge, beantwortest Nachrichten und behältst Deine Insights im Blick, alles an einem Ort. Meine Kollegin Tamara nimmt Dich in ihrem Leitfaden zur Meta Business Suite ausführlich an die Hand.
Micro-Influencer
Micro-Influencer bewegen sich meist zwischen 10.000 und 100.000 Followern und punkten mit einer thematisch fokussierten, überdurchschnittlich aktiven Community. Für Marken sind sie oft die klügere Wahl, wenn Zielgenauigkeit und Glaubwürdigkeit wichtiger sind als schiere Masse.
Nano-Influencer
Nano-Influencer haben typischerweise zwischen 1.000 und 10.000 Follower und kennen ihre Community teilweise persönlich. Daraus entsteht ihre besondere Glaubwürdigkeit. Für lokale Kampagnen und Nischenprodukte sind sie ein echter Geheimtipp.
Owned Media
Owned Media bezeichnet alle Kanäle, die Dir vollständig gehören und die Du komplett selbst kontrollierst, allen voran Deine Website, Dein Blog und Dein Newsletter. Hier bestimmst Du die Regeln und bist keinem Algorithmus und keiner Preiserhöhung ausgeliefert. Deine Social-Media-Profile zählen nur bedingt dazu, denn auch wenn Dir der Account gehört, bestimmt am Ende die Plattform über Sichtbarkeit und Spielregeln. Genau deshalb bilden echte Owned-Media-Kanäle das Fundament jeder nachhaltigen Marketingstrategie, sie machen Dich unabhängig von fremden Plattformentscheidungen.
Paid Media
Paid Media umfasst alle Kanäle und Maßnahmen, für die Du bezahlst, allen voran Werbeanzeigen auf Meta, LinkedIn oder TikTok. Der große Vorteil liegt in der Steuerbarkeit: Budget rein, definierte Zielgruppe ansprechen, Ergebnisse messen und skalieren.
Podcast
Podcasts sind Audio- oder Videoserien zum Abonnieren, die man hört und schaut, wann immer man möchte. Mit Social Media sind sie enger verwoben, als viele denken: Kurze Ausschnitte aus Podcast-Folgen gehören zu den beliebtesten Rohstoffen für Reels und Shorts und verlängern die Reichweite einer einzigen Aufnahme um ein Vielfaches.
Post
Ein Post ist ein einzelner veröffentlichter Beitrag, das kann entweder ein Bild, Video, Karussell oder nur Text sein. Posts sind die kleinste Einheit jeder Social-Media-Kommunikation und das Material, aus dem Feeds gebaut werden.
POV (Point of View)
POV steht für Point of View und bezeichnet Inhalte, die aus einer subjektiven Perspektive erzählt werden, oft eingeleitet mit „POV: Du bist…“. Das Format holt Zuschauer*innen mitten ins Geschehen und gehört auf TikTok und Instagram zu den beliebtesten Storytelling-Werkzeugen für Videos.
Professional Dashboard
Das Professional Dashboard bündelt alle Profi-Funktionen von Instagram an einem Ort: Insights, Monetarisierungs-Tools, Werbeanzeigen und weiterführende Ressourcen. Sobald Du Instagram beruflich nutzt, wird dieses Dashboard zu Deiner Kommandozentrale.
Profil
Das Profil ist Deine öffentliche Visitenkarte. Neue Besucher*innen entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder weiterziehen. Ein klares Profilbild, ein aussagekräftiger Name und eine gute Bio sind deshalb keine Nebensache, sondern die Grundlage dafür, dass aus Besucher*innen Follower werden.
Ragebait
Ragebait sind Inhalte, die absichtlich provozieren, um möglichst viele empörte Kommentare und Shares einzusammeln. Die Rechnung geht algorithmisch oft auf, denn Empörung erzeugt Interaktion. Für Marken ist Ragebait trotzdem ein Spiel mit dem Feuer, das langfristig fast immer der Glaubwürdigkeit schadet.
Redaktionsplan
Der Redaktionsplan ist das organisatorische Rückgrat Deiner Social-Media-Arbeit. Er legt fest, welche Inhalte wann, wo und in welchem Format erscheinen, und sorgt dafür, dass Du strategisch postest statt spontan aus der Hüfte. Wie Du einen richtig guten Redaktionsplan aufbaust, zeigen wir Dir in unserem Beitrag Redaktionsplan für Social Media erstellen. Außerdem findest Du dort eine Redaktionsplan-Vorlage zum Download.
Reel
Reels sind kurze, vertikale Videos auf Instagram und Facebook mit einer Länge zwischen 3 und 90 Sekunden. Aktuell gibt es kaum ein Format, das der Meta-Algorithmus stärker pusht. Für Marken sind Reels deshalb das wichtigste Werkzeug, um ihre Reichweite über die eigenen Follower hinaus zu erhöhen.
Reichweite
Die Reichweite zählt, wie viele einzelne Menschen Deinen Beitrag mindestens einmal gesehen haben. Jede Person wird dabei nur einmal gezählt, egal wie oft ihr der Beitrag begegnet. Die Reichweite ist damit die ehrlichste Antwort auf die Frage: Wie viele Menschen habe ich tatsächlich erreicht?
Retention
Die Retention zeigt Dir, wie viele Zuschauer*innen über die Laufzeit Deines Videos hinweg dranbleiben und an welcher Stelle sie aussteigen. Du findest sie in den Instagram Insights direkt unter jedem einzelnen Reel. Das Feature ist nicht auf Instagram beschränkt, auch TikTok und YouTube zeigen in ihren jeweiligen Analytics-Bereichen vergleichbare Retention-Kurven. Verlierst Du einen Großteil Deiner Zuschauer*innen schon in den ersten drei Sekunden, stimmt etwas mit Deinem Hook nicht. Kaum eine Kennzahl liefert so konkrete Hinweise für die Optimierung Deiner Videos.
ROAS (Return on Ad Spend)
Der Return on Ad Spend beantwortet die Gretchenfrage jeder Werbekampagne: Wie viel Umsatz bringt mir jeder investierte Euro? Ein ROAS von 4 bedeutet, dass aus einem Euro Werbebudget vier Euro Umsatz geworden sind. Im E-Commerce gehört der ROAS zu den meistbeachteten Kennzahlen überhaupt. In unserem SEA-Guide haben wir den ROAS im Detail erklärt und Beispiele angeführt, wie er berechnet wird.
ROI (Return on Investment)
Der Return on Investment denkt größer als der ROAS. Er berücksichtigt nicht nur die reinen Werbeausgaben, sondern sämtliche Kosten, von der Content-Produktion über Tools bis zum Personal. Erst der ROI beantwortet die Frage, ob sich das gesamte Investment unterm Strich gelohnt hat. ROAS und ROI zu verwechseln gehört übrigens zu den Klassikern unter den Reporting-Fehlern.
Save
Ein Save bedeutet, dass jemand Deinen Beitrag speichert, um später darauf zurückzukommen. Für den Algorithmus ist das eines der stärksten Qualitätssignale überhaupt, denn gespeichert wird nur, was echten Mehrwert bietet. Inhalte, die zum Speichern einladen, etwa Checklisten oder Anleitungen, zahlen deshalb direkt auf Deine Sichtbarkeit ein.
Beim Share leitet jemand Deinen Beitrag weiter, an Freund*innen in der App oder über externe Kanäle wie WhatsApp. Ein Share ist eine persönliche Empfehlung, deshalb bewerten Algorithmen dieses Signal aktuell besonders hoch.
Shitstorm
Ein Shitstorm ist eine plötzliche Welle der Empörung, die über einen Account hereinbricht, ausgelöst durch eine unglückliche Formulierung, eine kontroverse Aktion oder einen handfesten Fehler. Entscheidend ist weniger der Auslöser als die Reaktion darauf. Wenn Du souverän, transparent und schnell kommunizierst, überstehst Du die meisten Stürme erstaunlich unbeschadet.
Shoppable Post
Ein Shoppable Post ist kein eigenes Format, sondern eine Zusatzfunktion für normale Beiträge, Reels und Stories. Erkennbar sind sie am kleinen Einkaufstaschen-Symbol, ein Tipp darauf zeigt die markierten Produkte, ein zweiter Tipp führt direkt zur Produktseite. Unternehmen richten die Funktion einmalig ein, indem sie einen Produktkatalog mit ihrem Instagram-Business-Account verknüpfen und anschließend bei jedem Beitrag die passenden Produkte markieren können. Für E-Commerce-Marken gehören Shoppable Posts inzwischen zum Pflichtprogramm im Social Commerce.
Shorts
Shorts sind die YouTube-Antwort auf Reels und TikToks: vertikale Kurzvideos mit maximal 60 Sekunden Länge. Praktisch für Dich ist, dass sich einmal produzierte Kurzvideos oft mit minimalem Aufwand auf allen drei Plattformen zweitverwerten lassen.
Social Commerce
Social Commerce verschmilzt Social Media und Onlineshop: Nutzer*innen entdecken, prüfen und kaufen Produkte, ohne die App zu verlassen. Instagram Shopping und TikTok Shop sind die bekanntesten Beispiele. Der Weg vom inspirierenden Reel zum Kauf war noch nie so kurz.
Social Listening
Social Listening ist das systematische Zuhören im Netz: Was wird über Deine Marke, Deine Branche und Deine Wettbewerber gesprochen, und in welchem Ton? Vor allem für größere Brands mit vielen Erwähnungen und einer breiten Öffentlichkeit ist das unverzichtbar, weil sich hier Stimmungen schnell aufschaukeln können, ohne dass man es sofort mitbekommt. Hörst Du aufmerksam zu, erkennst Du Trends und aufziehende Krisen, lange bevor sie im eigenen Postfach landen.
Social Media Netiquette
Die Netiquette umfasst die ungeschriebenen Regeln für ein respektvolles Miteinander im Netz: höflicher Ton, konstruktive Kritik, kein Platz für Beleidigungen. Für Marken lohnt es sich, diese Regeln schriftlich festzuhalten und in den Profilen zu verlinken. Damit schaffst Du Klarheit und gibst dem Community Management eine verbindliche Grundlage für Moderationsentscheidungen.
Story
Stories verschwinden nach 24 Stunden von selbst und sind genau deshalb so beliebt. Sie dürfen spontan, unperfekt und nah sein. Umfragen, Blicke hinter die Kulissen oder schnelle Ankündigungen funktionieren hier besser als überall sonst. Auf Instagram, Facebook, TikTok und Snapchat gehören Stories fest zum Alltag.
Story Highlight
Story Highlights retten Deine besten Stories vor dem 24-Stunden-Verfall. Du kannst sie thematisch bündeln, mit eigenen Covern gestalten und dauerhaft in Deinem Profil anpinnen. Für Unternehmen sind Highlights gut geeignet, um Angebote, häufige Fragen oder Kundenstimmen langfristig sichtbar zu halten.

So lassen sich Story Highlights sinnvoll nutzen: Auf dem Account der Tour de France sind sie nach einzelnen Etappen sortiert, jede mit eigenem Cover-Bild, damit Besucher*innen sofort erkennen, worum es geht.
Tag
Der Begriff Tag (englische Aussprache) ist plattformübergreifend und hat zwei Bedeutungen. Einerseits meint er die Markierung von Personen oder Accounts direkt in einem Bild oder Video („eine Person taggen“), auf der anderen Seite dient er als Sammelbegriff für Schlagwörter, mit denen Inhalte kategorisiert werden. Aus dem Kontext ergibt sich meist schnell, welche Variante gemeint ist.
Targeting
Targeting bezeichnet die gezielte Aussteuerung von Werbeanzeigen an genau definierte Zielgruppen, gefiltert nach Alter, Interessen, Verhalten oder Standort. Ein sauberes Targeting entscheidet maßgeblich darüber, ob Dein Budget arbeitet oder verpufft.
Testimonial
Ein Testimonial ist die öffentliche Empfehlung durch eine Person, von der prominenten Werbefigur bis zum*zur zufriedenen Kund*in. Testimonials gehören zu den ältesten Werkzeugen des Vertrauensaufbaus und funktionieren auf Social Media so gut wie eh und je.
Timeline
Der Begriff Timeline stammt noch aus der Frühzeit von Facebook und Twitter und beschreibt die ursprünglich chronologische Anzeige von Beiträgen. Heute wird Timeline meist synonym mit Feed verwendet, obwohl kaum eine Plattform noch streng nach Uhrzeit sortiert.
Trending Audio
Trending Audios sind Sounds und Songs, die gerade besonders häufig in Reels und TikToks verwendet werden. Du kannst von einem spürbaren Reichweiten-Schub profitieren, wenn Du einen Trend früh erkennst und kreativ für die eigene Marke adaptierst. Später aufzuspringen bringt dagegen meist wenig, denn Trends altern auf Social Media in Rekordzeit.
User-Generated-Content (UGC)
User-Generated-Content sind Inhalte, die nicht von Marken, sondern von echten Nutzer*innen stammen: Fotos vom neuen Lieblingsprodukt, ehrliche Bewertungen oder spontane Videos. Genau diese Ungeschliffenheit macht UGC so wertvoll, denn kaum etwas wirkt glaubwürdiger als die Empfehlung einer echten Person, gerade weil sie eben nicht wie klassische Werbung aussieht.
Mittlerweile hat sich daraus ein eigenes kleines Berufsfeld entwickelt. Sogenannte UGC-Creator erstellen im Auftrag von Marken bewusst Content, der aussieht wie ein ganz normaler, unbezahlter Beitrag, tatsächlich aber eine bezahlte Auftragsarbeit ist. Das Besondere dabei: Anders als klassische Influencer müssen UGC-Creator gar keine große eigene Reichweite haben. Die Marke bezahlt sie einfach für das fertige Videomaterial oder die Fotos und spielt diese dann über den eigenen Account oder als Werbeanzeige aus. Für Unternehmen ist das oft günstiger und schneller skalierbar als klassisches Influencer Marketing, für die Creator selbst ist es ein niedrigschwelliger Einstieg, mit Content-Erstellung Geld zu verdienen, ganz ohne eigene Community aufbauen zu müssen.
Viele Marken bauen ihre Strategien inzwischen gezielt um UGC herum, weil es authentischer wirkt als klassische Hochglanz-Werbung und sich hervorragend für Anzeigen, Produktseiten oder den eigenen Feed weiterverwenden lässt.
Viral
Viral geht ein Beitrag, wenn er sich in kurzer Zeit weit über die eigenen Follower hinaus verbreitet, oft sprunghaft und ohne dass eine bezahlte Kampagne dahintersteckt. Der Auslöser ist selten planbar, meistens sind es Emotionen wie Überraschung, Humor oder Empörung, die Menschen dazu bringen, einen Inhalt zu teilen. Für Marken ist Viralität verlockend, aber auch unberechenbar, gezielt erzwingen lässt sie sich nicht, planen kannst Du höchstens die Bedingungen, unter denen sie wahrscheinlicher wird.
Vlog
Ein Vlog ist ein Video-Blog: Statt zu schreiben, nehmen Vlogger ihre Zuschauer*innen per Kamera mit durch ihren Alltag, ihre Projekte oder ihre Gedanken. Das Format lebt vom persönlichen, oft dokumentarischen Stil und ist vor allem auf YouTube zu Hause.
Watchtime
Die Watchtime misst, wie viel Zeit Menschen insgesamt mit Deinen Videos verbringen. Bei Reels, Shorts und Long-Form-Videos gehört sie zu den entscheidenden Kennzahlen, denn Plattformen wollen ihre Nutzer*innen möglichst lange halten. Videos mit hoher Watchtime bekommen deshalb mehr Sichtbarkeit geschenkt.
Zielgruppe
Mit der Zielgruppe starten wir unseren letzten Begriff des Social Media ABCs: Sie umfasst alle Menschen, die Du mit Deinen Inhalten und Angeboten erreichen möchtest, beschrieben über Merkmale wie Alter, Interessen oder Kaufverhalten. Sie ist breiter gefasst als eine Buyer Persona: Die Zielgruppe ist die Menge, die Persona ist das Gesicht dazu.
Abkürzungen im Social Media: Die wichtigsten auf einen Blick
Zum Abschluss des Glossars habe ich Dir noch die gängigsten Abkürzungen aus dem Social-Media-Leben in einer Tabelle zusammengestellt.
| Abkürzung | Bedeutung |
| DM | Direct Message |
| CTA | Call to Action |
| UGC | User-Generated-Content |
| KPI | Key Performance Indicator |
| CTR | Click Through Rate |
| CPC | Cost per Click |
| CPM | Cost per Mille |
| CPA | Cost per Acquisition |
| ROAS | Return on Ad Spend |
| ROI | Return on Investment |
| POV | Point of View |
| FOMO | Fear of Missing Out |
| AMA | Ask Me Anything |
| SMM | Social Media Marketing |
| IG | |
| IRL | In Real Life |
| TL;DR | Too Long; Didn’t Read |
Häufige Fehler beim Umgang mit Social-Media-Begriffen
In meinem Arbeitsalltag begegnen mir immer wieder dieselben Missverständnisse rund um Social-Media-Begriffe. Die häufigsten habe ich Dir hier zusammengefasst:
- Reichweite und Impressionen werden gleichgesetzt, obwohl sie unterschiedliche Dinge messen.
- Die Follower-Zahl gilt als wichtigster KPI, dabei sind Engagement und Conversions deutlich aussagekräftiger.
- Engagement wird nur an Likes gemessen, während wertvolle(re) Signale wie Saves und Shares unter den Tisch fallen.
- ROI und ROAS werden synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Kennzahlen beschreiben.
- Buzzwords kursieren in Meetings, ohne dass alle Beteiligten dieselbe Definition im Kopf haben.
Mein Rat: Frag lieber einmal zu viel nach, was genau gemeint ist. Das wirkt nicht unwissend, sondern professionell, und erspart allen Beteiligten teure Missverständnisse.
Fazit: Social-Media-Begriffe verstehen heißt besser entscheiden
Nun haben wir Dir die gängigsten Social-Media-Begriffe erklärt. Aber: Das Vokabular wächst schneller, als Du „Ragebait“ buchstabieren kannst. Die gute Nachricht: Du musst nicht jeden Trend-Begriff sofort beherrschen. Wenn Du die Grundlagen aus diesem Glossar verinnerlicht hast, verstehst Du neue Begriffe meist aus dem Kontext, denn die meisten bauen auf bekannten Konzepten auf.
Am besten merkst Du Dir die Begriffe übrigens learning by doing. Such Dir einen KPI aus, den Du bisher ignoriert hast und beobachte ihn über die nächsten Wochen. Oder probiere ein Format aus, das Du bislang nur dem Namen nach kanntest. Mit jedem praktischen Schritt wird aus trockenem Vokabular gelebtes Wissen.
Du möchtest noch tiefer ins Thema eintauchen? Dann lies gerne den Blog meiner Kollegin Tamara: Dos und Don’ts im Social Media Marketing.
Bildnachweis: Titelbild: KI-generiert mit ChatGPT; Bild 1: KI-generiert mit ChatGPT; Bild 2: Screenshot aus Instagram (Seokratie); Bild 3: Screenshot aus Instagram (Seokratie); Bild 4: Screenshots aus Instagram Insights (Seokratie); Bild 5: Screenshot aus Instagram des Tour-de-France-Accounts (Seokratie)